Sonntag, 30. Dezember 2007 §
Typisch deutsch sind nicht nur Sauerkraut, Daimler und Lederhosen (wobei die ja eher nach Bayern gehören, was ja nicht so wirklich Deutschland ist). Nein, typisch deutsch ist auch auch, dass möglichst alles so sehr aufgeblasen werden muss, dass ein handfester Skandal daraus entsteht, der den Medien dieses Landes eine dicke Quote beschert.
Kürzlich geschehen im Rahmen der so genannten Operation “Himmel”, während der 12.000 Menschen deutschlandweit dazu verdächtigt wurden, angeblich mit Kinderpornographie zu tun zu haben. Und ehrlich gesagt, ich hab mich auch schon unter den Verdächtigen gesehen. Nein, nicht, was du, werter Leser, jetzt denken magst! Wenn’s nach mir ginge: Die tatsächlichen Kinderschänder würde ich sofort im wahrsten Sinne des Wortes mit der Kneifzange anpacken. Viel mehr könnte mich das schon allein durch die vielen Spammails betreffen, ich täglich im Postfach meiner ältesten Mailadresse eintrudeln. In die schaue ich nämlich nie direkt rein. Und ich lösche sie erst vom Server, wenn ich sicher bin, dass nicht doch eine wichtige Mail im Spam gelandet ist.
Tja, das dürfte so wohl die meisten Verdächtigen betreffen, wie dieser Artikel des Spiegel verdeutlicht. War mir persönlich ja von vornherein klar. Was mich daran jetzt stört, ist die Tatsache, dass die Medien zuvor nicht auf die Idee gekommen sind, diese absurde Operation anzuzweifeln. Oder haben die sich das einfach mal wieder nicht getraut, weil sie Angst hatten, einen Stempel aufgedrückt zu bekommen? Denn auch das wäre typisch deutsch!
Samstag, 29. Dezember 2007 §
bin ich heute aus Berlin zurückgekehrt. Und was hab ich gekauft? Klamotten… Ein echter Mann kauft bekanntlich ja keine Klamotten. Ein echter Mann verschmilzt mit seinem einen Pullover und der eingetragenen Jeans, um sein Geld in teures Technikspielzeug zu investieren (na, und vielleicht in Autokram). Dann gibt es den “neuen” und “verbesserten”, modischen Mann. Dieser wird ja gemeinhin auch als metrosexuell bezeichnet. Da ich mich dem aber nicht hingeben möchte, versuche ich stets, einen Mittelweg zwischen dem “neuen” modischen Mann und dem “echten” Mann einzuschlagen. Um also ersterem zu entsprechen: Ich war heute für dick Kohle schoppen. Und um dann auch letztere Lobby zu bedienen: Scheiße, für die Kohle hätt’ ich mal mindestens ‘ne Nintendo Wii und andere Technikgimmicks bekommen!
Samstag, 29. Dezember 2007 §
Einige Dinge, die mir während der letzten Tage meiner inneren Selbstfindung ganz deutlich geworden sind:
- Sonnenlicht bleicht Buchrücken, während es die Seiten jedoch dunkel färbt.
- Dicke Unterhaltungselektronik ist out: Fernseher, Monitore, Stereoanlagen…
- Knete riecht auch nach zehn Jahren noch nach Knete.
- Beobachter spielen macht nicht nur als Kind Spaß.
Dienstag, 25. Dezember 2007 §
Yeah! Der Pate im Fernsehen… Ich hab’s bestimmt hundert mal gesehen und schau’s mir trotzdem wie gebannt an.
Montag, 24. Dezember 2007 §
An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern hier (einige gibt es laut meinen Analysetools ja doch) ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest! Am besten noch einen ganzen Batzen Geschenke, vor allem aber ein paar schöne, ruhige Stunden – so man denn d’rauf steht.
Sonntag, 23. Dezember 2007 §
So, endlich Urlaub. Da hat man dann auch mal Zeit, sich mit allen möglichen Dingen zu befassen. Eher zufällig bin ich auf folgende Internetseite gestoßen:
www.chotzen.de
Die Seite beschreibt die tragische Geschichte der deutschjüdischen Familie Chotzen vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis ins Jahr 2006. Auf dieser Flash-Seite kann man sich durch eine Zeitleiste rollen, die im oberen Bildschirmteil die jeweils aktuellen politischen Geschehnisse und im unteren die jeweiligen Erlebnisse der Familie Chotzen erzählt. Alles ist mit Sprache hinterlegt, und auch eine Familienangehörige kommt zu Wort. Fantastische Seite, bewegend in ihrer Gesamtheit, erschreckend nah und intim dargestellt. Ein einzigartiges Zeitdokument, welches das volle Ausmaß des Nationalsozialismus so deutlich macht, dass es den Betrachter tief ins Mark trifft. Eindeutig mein Tipp des Jahres!
Samstag, 22. Dezember 2007 §
Da sich das Jahr doch so allmählich dem Ende neigt, dachte ich mir, dass es doch Zeit wird, die für mich vielleicht meist thematisierten Begriffe noch mal Revue passieren zu lassen:
Umzug, Hartz IV, Bewerbungsgespräche, blauer Sauhaufen, Diplom, iPhone, Filesharing, Abmahnung, noch mal iPhone (weil’s einfach zu schön ist), Stephen King und ach ja, seit einiger Zeit ist Nintendo Wii sehr stark am Aufholen.
Freitag, 21. Dezember 2007 §
Hat man’s denn tatsächlich endlich kapiert!?
Siehe hier!
Mittwoch, 19. Dezember 2007 §
Boah, ist das kalt draußen. Da geht man mal kurz raus, um ein paar leere Kartons wegzubringen und friert sich dabei doch glatt den Allerwertesten ab. Und da schimpfen immer alle über den Klimawandel. Für mein persönliches Wohlbefinden fände ich es doch gar nicht so übel, jetzt noch ein bisschen ins Freibad gehen zu können oder mich in Shorts auf den Balkon zu legen. Da verkraftet man dann schon das bisschen Hochwasser und die tropischen Monsterstürme mit Hagelkörnern, so groß wie Straußeneier. Diese Ökos, die sollen mal nicht so zimperlich sein!
(Ich überlege gerade, ob ich den Text noch in [ironie]-Tags setze, vertraue jetzt aber einfach mal auf die Intelligenz meiner begrenzten Leserschaft.)
Sonntag, 16. Dezember 2007 §
Puh, wenn man bei 1°C joggen war und dann ein schönes, warmes Bad nimmt, fühlt man sich doch gleich wie neu geboren – nur anders herum. Uff…