Operation Berlin – Teil IV: Impressionen.

Mittwoch, 31. März 2010 § 2 Kommentare

berlin Operation Berlin   Teil IV: Impressionen.Ach, eigentlich wollte ich einen kleinen Text zu all den Gedanken zusammenschustern, die mir in den letzten Tagen so durchs Hirn geflitzt sind. Da mir allerdings gerade nicht so ganz nach umfassender Schreiberei ist, halt ich’s einfach mal kurz und schmeiß einige, hm, lustlos aneinandergereihte Impressionsfetzen zu meiner neuen Wahlheimat raus. Kann man ja mal machen, im eigenen Blog. Und so.

+++ Das Leitungswasser kann man hier schon mal nicht trinken. Das schmeckt entweder nur, als hätte jemand in die Leitung gepinkelt, oder aber es pinkelt tatsächlich jemand oft und reichlich in die Leitung. Na ja, soll ja steril sein. Uh! +++

+++ Ich bin ja ein Trotter. Soll heißen, ich trotte. Währenddessen rennt alles um mich herum, als würde die ganze Stadt für den Marathon trainieren. Und wer nicht zu Fuß unterwegs ist, der scharrt im Auto mit den Hufen. Huh. Kann gar nicht zählen, wie oft ich schon fast über den Haufen gerannt wurde. Irgendwas mach ich definitiv falsch. +++

+++ Wo ich schon beim Thema Verkehr bin: Ampeln haben die hier irgendwie auch nur zur Zierde aufgestellt. Oder vielleicht, um zu zeigen, dass man hier ganz niedliche Ampelmännchen mit Hüten hat. Oder so. +++

+++ Was in anderen Städten der Gehstock ist, das ist hier offensichtlich die Bierflasche. Ist doch reichlich seltsam, dass ich beim Einkaufen noch nicht einen Kunden gesehen hab, der kein Bier gekauft hat. Selbst die zahnlose Großmutter, die vorhin hinter mir stand, gönnte sich drei Flaschen Gerstensaft. +++

+++ Dass hier jeder zum Einkaufen über Privatgrundstücke flitzt, scheint so recht auch niemanden zu stören. Hab mich gleich mal angeschlossen und so eine prima Abkürzung gefunden, um zum Supermarkt zu kommen. Ach ja, ergänzend: Dass hier dauernd jemand in der Öffentlichkeit an den Straßenrand pinkelt, stört offenbar ebenso wenig jemanden. Hmm. +++

+++ Die Typen, die in der U-Bahn ihren Monolog zum Thema »Verlorene Brieftasche« zum Besten geben, gibt’s immer noch. Nach all den Jahren. Huh! Und sie lassen immer noch den selben Käse los. Gibt’s dafür irgendwelche Seminare? +++

Hauptstadtkoller.

Samstag, 27. März 2010 § 2 Kommentare

berlin Hauptstadtkoller.So, da ist er also, der Koller. Kein Gefängniskoller, eher ein, hm, Hauptstadtkoller. Oder doch ein Umzugskoller? Nun, jedes Mal wenn ich gerade unbekannt verzogen, frisch im neuen Domizil angekommen bin und alles irgendwie noch nach Neuware riecht, während ich selbst meinen Hintern noch nicht wirklich sicher gepolstert wähne, kriege ich diese verdammte Macke. Einen Koller eben. Tja, und nun sitze ich hier, das erste Mal allein in meiner neuen Wohnung, inmitten der neuen Stadt, von der mir gerade mal die Nachbarschaft und das gut gestreute Sehenswürdigkeitensammelsurium vage geläufig sind, futtere Apfelmus aus dem Glas, höre AC/DC und versuche über alledem, nicht gänzlich am Rad zu drehen. Gesellschaft leistet mir momentan allenfalls die Kaffeetasse. Und die ist nicht nur trüb, sondern auch noch relativ geleert. Ach.

Vergeht alles, sagt mir meine innere Stimme, die mit dem leicht kratzigen und doch irgendwie verständnisvollen Klang. Und Recht mag sie haben, denn ich muss mir erst einmal selbst klar machen, dass ich dieses Mal nicht Lichtjahre von der Heimat entfernt bin, sondern irgendwie eher so mittendrin hocke. Umgeben von hohen Häusern und lauten Straßen quasi. Tja, und bis ich mich dann tatsächlich mal mit Land und Leuten angefreundet habe – denn ich will ja mal guter Dinge bleiben – werden wohl noch so einige Tage ins Land ziehen, aus denen ich dann hoffentlich nicht noch bekloppter hervorgehe, als ich ohnehin schon bin. Oh, ich muss aufhören, denn es wird Zeit für den fünften Kopfstand heute. Ist ja schon nach acht. Hach ja…

Operation Berlin – Teil III.

Mittwoch, 24. März 2010 § 3 Kommentare

berlin Operation Berlin   Teil III.Aller guten Dinge sind drei, nicht wahr? Daher hier Teil 3 meiner mehr oder minder kleinen Selbst-Umsiedelungsaktion. Was gibt’s zu berichten? Och, vieles und gar nichts, könnte man sagen.

Ich bin immer noch der Typ, der sich für vage charmant und zugleich für unwahrscheinlich alt hält, trage immer noch karierte Schlafanzüge und Adiletten, und ich schlürfe noch immer mehr Kaffee als ich Luft atme. Aber hey, ich habe eine rote Couch! Endlich wieder! Und so ‘nen komischen weißen Flusenteppich, den mein Vater mir vorhin im IKEA aufzuschwatzen wusste. Besitzt wahrscheinlich die halbe Welt, so ein Ding. Wie auch die Couch. Und diverse Lampen. Und und und. 

Ach ja, und ich bin doch tatsächlich dort angekommen, wo der Kunde nicht König ist, sondern nerviges Fußvolk, das es möglichst unfreundlich anzupöbeln gilt. Wird wohl ein wenig dauern, bis ich meine mir angeeignete rheinländische Freundlichkeit verloren habe, um sie stattdessen durch gediegene Berliner Freundlichkeit zu ersetzen. Bis dahin jedoch gilt es wohl, die Gegend ein wenig näher kennenzulernen, ohne in einer zwielichtigen Ecke gepflegt die Fresse poliert zu bekommen. Immerhin: die einzig erschreckende Begegnung bisher hatte ich vor etwa einer Stunde mit einer schwarz-weißen Katze, als ich gerade diverse Pappreste entsorgte. Na, guter Start, würde ich sagen.  

Freitagsmusik. Gerade noch so.

Freitag, 19. März 2010 § 2 Kommentare

musik Freitagsmusik. Gerade noch so.Irgendwie hab ich’s in letzter Zeit versäumt, Klangempfehlungen aus meinem schier unerschöpflichen aber stilistisch unheimlich eintönigen Fundus unters hörende Leservolk zu werfen, oder? Interessiert wahrscheinlich ohnehin niemanden, aber da ich ignorant bin, dass es kracht, interessiert das wiederum mich nicht. Und deswegen gibt’s heute mal wieder was Offspring’sches. Diesmal das sehr hübsche »Gone Away«. Ist ein für die Band eher ungewöhnlicher Track, seinerzeit auf dem von mir schon oft angepriesenen weil fulminanten »Ixnay On The Hombre« erschienen. Gibt’s sogar ein leicht pathetisches aber dennoch nettes Videofilmchen zu. Et voilà.


The Offspring – Gone Away (Official Music Video)Watch the best video clips here

Zusammenhangloses aus Bonn.

Mittwoch, 17. März 2010 § 3 Kommentare

itsme Zusammenhangloses aus Bonn.Ach, heute ist so viel so wirr durcheinander in meinem Kopf, dass ich wohl nicht in der Lage sein werde, einen zusammenhängenden Text zu verfassen. Daher vielleicht einfach einige lose Gedanken zum Tagesgeschehen:

+++ Mietverträge zeigen einem sehr deutlich, dass man eigentlich nur ein Häufchen Dreck ist. Wenn da drin steht, dass der Vermieter berechtigt ist, dem Mieter fünfzig Zentimeter lange und fünf Millimeter dicke Nadeln in den Hintern zu bohren, und zwar werktags zwischen 12 und 14 Uhr, dann ist das eben so. Na, zum Glück hab ich das jetzt hinter mir. Also den Vertrag, nicht etwa die Nadeln. +++

+++ Es ist doch immer wieder süffisant, mitanzusehen, wie unterschiedlich motiviert Menschen ihrer Arbeit nachgehen. Eben bei der Post übergab ich einen Umschlag zwecks Einschreiben und wurde angestarrt, als hätte ich stattdessen einen pangalaktischen Donnergurgler bestellt. Im Rewe dagegen hätte der sehr freundliche und ambitionierte Kassierer doch am liebsten meine EC-Karte sowie den unterschriebenen Bon einer Schriftanalyse unterzogen, um auch wirklich sicher zu gehen, dass ich derjenige welche bin, dem die Karte tatsächlich gehört. Sehr schön, das. +++

+++ Wer meinen kleinen Text zum nächtlichen Schlafmangel gelesen hat und nicht glauben mag, dass sich all das tatsächlich so zugetragen haben könnte, der schaue bitte hier: [KLICK]. Ich bin übrigens keiner der sieben, die per Drehleiter aus dem Haus geholt wurden. Ich kam per Adiletten, als alles schon vorbei war. Oha. +++

+++ Der Frühling ist ausgebrochen, und er ist eine verdammt mächtige Sau! Denn wenn ich überlege, wie es in meiner nicht abgebrannten Wohnung zwecks Umzugskisten und zerlegter Möbel gerade aussieht, müsste ich mir vor lauter Ungemütlichkeit eigentlich das Haupthaar raufen. Stattdessen fühle ich mich beschwingt wie eine Ballerina auf Koks. Interessantes Gefühl, wo der Winter doch nun ganze fünfhundert Jahre andauerte. +++

Wenn man einfach nur schlafen möchte.

Montag, 15. März 2010 § 4 Kommentare

hund2 Wenn man einfach nur schlafen möchte.

»Beeeeeeeep!« Es darf nicht wahr sein! Nicht mal mehr ausschlafen kann man! So plötzlich wie erschrocken wache ich in meinem finsteren Schlafzimmer auf, weil irgendwer wie bekloppt auf meine Klingel zimmert, ganz so, als wäre sie ein verdammter Spielshow-Buzzer. Na ja, wird ein morgendlicher Klingelscherz dieser dekadenten Schülerbrut sein, denke ich zerknirscht, erinnere mich daran, dass ich früher ja eindeutig nicht so war, und will mich gerade genüsslich wieder herumdrehen, um meinen wirren Verstand abermals in skurrile Traumladungen zu hieven, denn man kriegt ja sonst im Leben nichts geboten. Doch da, noch mal: »Beeeeeep!« Also beiße ich die Zähne zusammen und schaue mit einem ziemlich verklebten Auge auf den Wecker. Der sagt mir in geradezu diabolisch anmutenden Digitalziffern, dass wir es erst kurz nach vier haben. Kurz nach vier! Toller Klingelscherz! Und was soll der verdammte Motorenlärm, der mir erst jetzt auffällt? Seit wann holen sie die Mülltonnen denn schon um vier Uhr nachts? Der frühe Vogel mag den Wurm fangen, aber man kann es auch übertreiben. Zeit, weiterzuschlafen…

»Beeeep, beeeeeeeeeep, beep, beep, beep«, schrillt meine penetrant beepende Klingel mir erneut ins Schlafzimmer zu. Ich spüre, dass mir innerlich gleich der Kragen platzt. An meinem Hals pulsiert eine dicke Ader, die eben noch nicht pulsierte. Für einen Moment stelle ich mir vor, wie ich die Treppe hinuntergehe, »Ahaaaa« schreiend die Tür aufreiße und den Witzbold in guter alter Al-Bundy-Manier mit der Nase gegen den Türrahmen ramme, bis sie platt ist wie ein Eierkuchen. Recht, ist recht! Doch dann gesellt sich zum Beepen ein »Bam bam bam«. Oha, da trommelt jemand gegen die Tür, stelle ich latent schockiert fest. Gut, jetzt bin ich tatsächlich wach, denn dieser jemand hämmert nicht etwa gegen die Hauseingangstür, dass fast der Putz von der Wand bröckelt, sondern gegen meine geliebte Wohnungstür. Gegen das Tor ins wahrhaftige Paradies, wo man nicht dafür bestraft wird, wenn man sich beim Frühstücken den Hintern mit der noch freien Hand kratzt. Oder mit einer Gabel. Oder- ach, lassen wir das.

Wütend und grummelnd, schwinge ich meine müden Treter auf den kalten Boden der Tatsachen. Mein Herz wummert wütend im Staccato, und ich wäge gerade ab, ob ich dem vermeintlichen Einbrecher, der da vor meiner Tür lauert und polternd wie beepend um Einlass zum zünftigen Raub bittet, das Käsemesser in den Bauch oder doch lieber den leichter zu handhabenden Obstschäler in den Hals rammen soll. Da ich müde und somit träge bin, entscheide ich mich spontan für den Obstschäler. Doch dann, noch während ich auf dem Weg zur Küchenschublade mit den Messern bin, nimmt mein immer noch verklebtes und einzig offenes Auge vage wahr, dass draußen hinterm Fenster eine Sirene flackert. Also schlurfe ich mit am Boden festklebenden Füßen zum Fenster hinüber und werfe einen verklebten Blick auf die Straße. Feuerwehr!

Och nee, hier brennt es scheinbar, stellt der Blitzmerker in mir fest. Das erklärt auch den beißenden Geruch, der mir in die Nase sticht und offensichtlich weder von meinen Füßen noch von anderen eventuell vernachlässigten Körperteilen zu mir heraufströmt, um mir das gestutzte Nasenhaar nachhaltig zu verätzen. Meine Güte, ich bin einfach nicht zum Überleben gemacht! Über mich selbst schimpfend, werfe ich mir den überhaupt nicht modischen, weil orangefarbenen Morgenmantel über, da der immer noch besser ist als ein verstörendes Adamskostüm, stülpe meine Füße in modisch weitaus gangbarere Adiletten und verlasse entnervt die Wohnung.

Oha, keiner mehr im Hausflur, stelle ich fest. Da ging man scheinbar davon aus, dass niemand in der Wohnung ist, wenn auch nach dem zehnten Klingeln und Hämmern nicht geöffnet wird und auch sonst niemand panisch keift. Die kennen solche Schnarchnasen wie mich offenbar nicht. Noch bevor ich, unten angekommen, auf den vom Löschwasser eingenässten Gehweg hinausstolpere, ärgere ich mich schon über den verdreckten Hausflur, den ich doch erst kürzlich gewischt hatte! Doch, es hilft nichts, ich gehe eben weiter. Mein Haar steht wahrscheinlich in typischer Schlagseite nach links ab, und generell würde man mich mit meinem schaurigen Aussehen wohl in keinen Nachtclub mehr lassen, als ein Feuerwehrmann meinen zombiehaft wankenden Schlafkadaver entdeckt und auf mich zukommt.

»Was ist denn hier los?«, frage ich den Herrn in Rettungskluft mit meiner belegten Schlafstimme. Wie immer klinge ich, als hätte ich den Schnaps gerade eben erst zur Seite gestellt. Der freundliche Mann weist mich darauf hin, dass es gebrannt habe. Aha. In der Kneipe im Erdgeschoss. Mh, ja. Aber das Feuer sei schon gelöscht. Fein, fein. Ob ich denn Rauch in der Wohnung hätte, fragt er dann so pflichtbewusst, dass ich mich sofort watteweich behütet fühle. »Nö«, sage und meine ich, schließlich hält sich der beißende Geruch in meinen trauten vier Wänden in Grenzen. Darauf schenkt der gute Herr Watteweich mir ein verstehendes Nicken und meint, ich könne in diesem Fall gern auch wieder in die Wohnung zurückgehen. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und mache augenblicklich kehrt!

Ohne weitere Worte gehe ich also ins Haus zurück, schmeiße die Tür hinter mir zu, lege mich ins Bett und ziehe, fluchend wie ein Droschkenkutscher, die Decke bis über meine Ohren, damit ich den nervtötenden Motor des exorbitant lauten Löschfahrzeugs nur noch gedämpft ertragen muss. Gedämpft. Gedämpft ist immer gut, denke ich und dämmere fast schon wieder hinfort. Hinfort in gedämpfte Welten. In eine Welt, in der gedämpfte Prinzessinnen hinter ungedämpft achterbahnartigen U-Bahn-Strecken auf mich warten, um mich im hübschen Kleidchen zu verspotten. Am nächsten Morgen werde ich den skurrilen Traum übrigens auf den Rauchgeruch schieben. Verdammt noch mal, wieder nichts mit Ruhe und Erholung! Und so etwas passiert eine Woche, bevor ich ausziehe. Wenn’s kommt, dann dicke! Und nicht nur als Butter aufs Brot. Ach…

Ich komm zum Ende.

Donnerstag, 11. März 2010 § 2 Kommentare

itsme Ich komm zum Ende.Tja, nun ist es also soweit. Ich sitze auf meinem Schreibtischstuhl, starre in den Monitor und muss doch daran denken, dass ich morgen ja meinen letzten Arbeitstag hier in Bonn verbringen werde. Wird sicherlich wenig vergnüglich, denn dazu waren die letzten Jahre zu wenig unschön. Ach, damals zu Stuttgarter Zeiten, da war’s doch anders. Da wär ich bei der Abreise am liebsten am Ortsschild ausgestiegen und hätte noch mal meine Blase… Ach, lassen wir das.

Jedenfalls wabert gerade eine seltsam gedrückte Stimmung hier im Zimmer, und das liegt nicht an mangelhafter Lüftung [was nicht heißen soll, dass ich nicht mangelhaft lüfte]. Hm, ich glaube, das letzte Mal verspürte ich ein ähnlich eindringliches Gefühl, als ich in grauer Vorzeit, das heißt vor ungefähr sechs Jahren, den Abend vor meinem letzten Schultag genoss. Ich saß vor dem Fernseher, trank genüsslich ein kaltes Radler und schwelgte irgendwo zwischen Trauer und Vorfreude auf das, was da so auf mich zukommen würde. Nebenher hörte ich in der Dauerschleife »Friss oder stirb« von den Toten Hosen. Ob ich das jetzt auch tun sollte? Ich versuch’s mal…


Link: sevenload Ich komm zum Ende.

[Ach ja, und ich weiß natürlich, dass ich in letzter Zeit verdächtig oft über meine Wenigkeit fabuliere. Das wird sicher wieder besser, nur hab ich im Moment irgendwie keinen Nerv, mich dauerhaft über die Belange der Welt zu ärgern - sieht man mal davon ab, dass es ja zum guten Ton gehört, sich wenigstens einmal pro Tag über Guido Westerwelle zu amüsieren.]

Manchmal kommt’s dann doch anders.

Montag, 8. März 2010 § 2 Kommentare

itsme Manchmal kommts dann doch anders.Es geschehen mitunter schon seltsame Dinge. So wie heute etwa. Da sitze ich so mir nichts, dir nichts auf meinem höhenverstellbaren Drehstuhl, starre auf mein digitales Urlaubskonto und meine, mich gewaltig zu irren. Gibt es doch der Herr den Seinen im Schlaf und ab und an offenbar auch versehentlich dem Rest, denn so ziemlich unerwartet habe ich noch viel mehr Urlaub übrig, als ich eigentlich in den Wirren meines momentan einem Resonanzkörper ähnlichen Denkapparates ausgerechnet hatte. Kurz gesagt, ich scheide eine Woche früher aus dem aktiven Bonner Arbeitsleben aus. Sachen gibt’s, die gibt’s nicht! Macht insofern nichts, da es hier genug für mich zu schrauben gibt, so dass Langeweile gewiss nicht aufkommen wird.

Aber ach, jetzt packt mich doch glatt die Wehmut. So sehr, dass ich mich heute dabei erwischt habe, eigentlich gar nicht so recht Feierabend machen zu wollen. Es ist doch skurril: Da hält man sich für einen Gefühlskrüppel sondergleichen muss sich dennoch eingestehen, dass es Zeiten gibt, in denen man ein kleines symbolischen Tränchen von der eisgekühlten Wange wischen möchte. Ach.

Operation Berlin – Teil II.

Freitag, 5. März 2010 § 4 Kommentare

berlin Operation Berlin   Teil II.Was lange währt, wird endlich gut? Na ja, vielleicht. Wer mich kennt, weiß, dass ich vor Optimismus nun nicht eben strotze. Die Erfahrung gibt da wohl Recht. Ahem. Dennoch will ich einfach mal in die Runde werfen, dass ich nun also doch eine Wohnung gefunden habe. Alles etwas knapp zwar, aber knapp bemessen ist bei mir von der Körpergröße bis zum Sozialleben ja so ziemlich alles.

Wie dem auch sei, spätestens mit diesem Blog weiß jeder Bescheid. Und wer mich morgen noch fragt, ob ich denn nun endlich vier Wände plus Dach für mich gefunden habe oder ob an einer gut gewählten Berliner Brücke demnächst ein Briefkasten hängt, der hat dieses Blog offensichtlich nicht gelesen und ist somit nicht mein Freund. Basta. Na gut, wollen mal nicht so sein. Jedenfalls geht’s voran, und das ist gut. Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Oder auch: Den PhanThomas in seinem Lauf, hält weder Ochs’ noch Esel auf. Uh!

Fragen an PhanThomas… und die Antworten.

Dienstag, 2. März 2010 § 2 Kommentare

itsme Fragen an PhanThomas... und die Antworten.Ach, zwischenzeitlich hat sich ja doch so einiges in meinem kleinen [Formspring-Account] angesammelt. Da ich gleichermaßen ein fleißiges Kerlchen wie auch ein rabiater Hund bin, hab ich natürlich auch jeden Käse beantwortet, zu dem ich befragt wurde. Durchdacht? Natürlich. Wahrheitsgemäß? Mitnichten. Wer also Langeweile hat, der möge sich meinetwegen an meinen Antworten gütlich tun…


Wovon würdest Du Dir lieber probieren – Krokodil oder Klapperschlange?
Hmm, gegrillt schmeckt ohnehin beides nach Hühnchen, fürchte ich. Am besten, ich ess, was auf den Tisch kommt und frag nicht, wen oder was man dafür wieder frittiert hat.

Ritter oder Knecht worin wärest du echt?
Hm, weder noch. Ich wäre einer von denen, die mit erhobenem Schwert große Töne spucken, dann aufs Schlachtfeld ziehen, Schiss kriegen und sich anschließend auf den Boden legen und das Schwert so arrangieren, dass es aussieht, als hätte man sie erstochen. Tja, und dann hieße es ausharren…

Französischer Vodka oder lieber das russische Original?
Einmal das russische Original getrunken? Ha, da tu ich mir doch anschließend nicht das Zeug von den Froschfre… äh, Franzosen an. Die tun bekanntermaßen Frostschutzmittel in ihr Gesöff.


Botsreise oder Fliegen?
Ach, an das Herumfliegen könnt ich mich glatt gewöhnen, glaub ich. Auf dem Boot wird mir dann nur doch wieder schlecht. Nee, schippert mal alleine auf dem Wasser herum!

Würdest Du einen Lottoschein mit Jackpot-Gewinn an den Besitzer zurück geben wenn Du ihn fändest?
Also da kann ich mit ruhigem Gewissen sagen: Nö!

Raucher?
Wer? Ich? Hm, nö. Nie gewesen.

Zahnstein oder Mundgeruch, was stört Dich mehr beim küssen?
Bah! Also geht das nicht Hand in Hand? Hm, ich möchte nicht darüber nachdenken, denn mir ist nun hochoffiziell so schlecht, dass ich niemals wieder jemanden küssen werde. Basta!

Kariert oder lieber gestreift?
Von Karos bin ich ja nun gar kein Fan. Sieht immer so nach Geschirrtuch oder wahlweise nach Holzfäller aus. Dann lieber gestreift. Ob längs oder quer ist Wurst. Punkte gehen theoretisch auch. Aber nicht an mir. Und das war ja auch gar nicht die Frage, oder? Hm, ja.

Lieber Schweißfüße oder besser hängender Busen?
Schweißfüße, ganz klar. Da landet man mit dem Riecher am unwahrscheinlichsten. Uh! Katholischer Busen ist dagegen nicht so das meine…

Was verstehst du unter Freiheit?
Wenn ich zu Hause bin, in Boxershorts rumlaufen und mich jederzeit am Hintern kratzen kann, ohne gesagt zu bekommen, dass ich mir gefälligst was anziehen soll, ohne irgendwann zum scheiß gemeinsamen Abendessen verdonnert zu werden, ohne mir abends beim Fernsehen jemanden an die Backe kleben zu müssen, der mir die Fernbedienung klaut, um auf irgendwelche dekadenten Serien umzuschalten, nun, dann ist das für mich Freiheit.

Jesus Te ama!
Dolmetscher! Rufe jemand den PhanThokratischen Dolmetscher, aber dalli!

Was bedeutet Freundschaft für dich?
Ich habe keine Freunde, sondern nur Bekannte. Nee, im Ernst: Wieder so eine Frage, die ich nicht wirklich beantworten kann. Ich tu mich schwer mit Freunden, halte Kontakte lieber ein wenig loser (meistens). Denn der Mann, der so ganz gefühllos auf seinem kalten Pferd dahinreitet, braucht doch auch Luft zum Atmen! Uh!

Wo beginnt das wichtig sein und wo das empfinden?
Ist mal ‘ne gute Frage. Hab ich so richtig drüber nachdenken müssen. Bestimmt fast eine ganze Minute. Ach was, eine ganze halbe Minute! Und die Antwort? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Empfindet man nicht automatisch was, wenn etwas wichtig ist? Ich denke, das baut aufeinander auf. Aber nur in der Reihenfolge. Andersherum funktioniert’s nicht. Meistens sind mir Dinge aber weder wichtig, noch empfinde ich was. So!

Flaschenpost, Brieftaube, -adler oder doch lieber die deutsche Post?
Ich glaube, der Briefadler ist wieder ganz groß im Kommen, auch wenn der Mindestlohn der Zusteller abgesägt werden sollte. Noch stilvoller geht’s quasi kaum.

Brust oder Keule?
Hm, so als gestandener Mann? Brust, würd ich sagen.

Glaubst du an eine Parallelwelt (oder mehrere)? icon wink Fragen an PhanThomas... und die Antworten.
Aber klar doch. In der nächstliegenden bin ich ein draufgängerischer Weiberheld, der gar nicht weiß, wohin er sich flüchten soll, wenn er mal allein sein will. Aktuell gehen er und ich eine Symbiose über die Weltengrenzen hinaus ein, damit wir den Spaß ein wenig aufteilen können. Bidirektionale Osmose zwischen den Welten oder so, könnte man sagen. Uh.

Trägst du gern Damenunterwäche?
Ja, aber nur auf dem Kopf. Ansonsten ist das doch irgendwie Mist: Der Slip kneift und der BH ist zu weit. Jedes Mal dasselbe Theater!

Vampir, Werwolf, Zombi, Magier, Ritter oder Burgfäulein, was davon wärst du gern?
Das Burgfräulein (bitte nicht das “r” vergessen!). Dann kann ich Röcke tragen, was vor allem im Sommer sehr, sehr luftig ist. Der Traum eines jeden Mannes, der weiß, was gut ist.

Titan oder Gigant? Was ist da der Unterschied?
Der Titan spielte, glaub ich beim FC Bayern, während der Gigant bei der WWF Leute zusammenfaltete. Ach Moment, der hieß Giant, oder? Na ja, lange ist’s her.

Was ist dein Favoriet unter den Fantasyfiguren?
He-Man natürlich. Der hat ein ausfahrbares Schwert. Jeder Mann möchte ein ausfahrbares Schwert haben, oder?

Bist du ein Krieger des Lichts oder eher ein Bote der Dunkelheit?
Ich bin wohl eher Schlammstampfer. Ich mühe mich durch den stinkenden Dreck, der um mich herum vor sich hin oxidiert und freudig blubbert, um am Ende Licht und Dunkelheit gleichermaßen eins auf die Zwölf zu geben. Verdient haben sie’s.

Computer-, Live-, Pen’n'Paper- oder Foren-RPG’s, was ist deiner Meinung nach interessanter?
Ich würde sagen, wenn schon, dann live. Mit Latex, Peitschen und dergleichen.

Wo ist das Wochenende wieder hin?
Also meines ist irgendwie im tauenden Schnee zerflossen, um mir nasse Socken zu bescheren. Doch ich prophezeie: Das nächste Wochenende ist mit größerer Wahrscheinlichkeit auf dem Vormarsch als die Rote Armee um fünfundvierzig.

Was treibt dich so plötzlich aus Bonn raus?
Na ja, mich treibt ein großes Ding aus der Stadt, das sich Berlin schimpft. Würde ich so spontan behaupten. Und plötzlich ist’s ja nicht. Ich kaue auf dem Gedanken seit langer Zeit rum wie auf ‘nem alten Schuh. Tja, und langsam schmeckt der Schuh eben nicht mehr. So sieht’s aus.

Was war zuerst da? Das Ei oder die Henne?
Die Henne natürlich.

Bist du auch ein Hormongesteuerter Zombie wenn du richtig verliebt bist oder betrifft das immer nur die anderen?
Ich und verliebt? Das kommt nicht vor. Kommt es doch vor, würde ich mich allerdings eher in die Kategorie »zombie’esker Proband mit Hang zur Steuerung durch hormonale Gegebenheiten« einordnen. Doch wie gesagt, das kommt eigentlich nicht vor. Ahem.

Stellst du lieber Fragen oder gibst du lieber Antworten?
Das kommt auf den Gesprächspartner an. Interessiert er mich, stelle ich gern Fragen und antworte natürlich auch gern. Interessiert er mich nicht, dann- hmmm… Nee, das ist falsch. Denn dann tu ich ja beides nicht gern. Was was weiß denn ich? Stell doch nicht so seltsame Fragen!

Warum wachsen einem immer mehr Haare auf den Füßen und Schultern wenn man selbige auf dem Kopf verliert?
It’s all about “Hormone”. Wenn du noch ein paar Jährchen wartest, ist die Medizin vielleicht so weit, dass du dir die Haare vom Hintern direkt auf den Kopf transplantieren lassen kannst. Dann bist du gleich zwei Probleme los.

Was war vor dem Urknall?
Da hat der Urknallverursacher den Urknallluftballon aufgeblasen, um ihn anschließend mit der Urknallnadel zum Platzen zu bringen. Aber warum er das gemacht hat, weiß ich leider auch nicht.

Also mir soll der mal sagen: Warum 42?
Das ist einfach. Douglas Adams schaute aus dem Fenster, dachte nach und fand, dass 42 irgendwie passend wäre. Huh, hab ich jetzt die ganze Zahl entzaubert? Und das Universum und überhaupt? Ach, ich bin auch wirklich ein Unhold. Möge der pangalaktische Donnergurgler mir den Rest geben!

Was versteht man unter “roter See”?
Oha, gute Frage. Moment, ich befrage mal Dr. Google. Uh! Wikipedia sagt dazu “Kakeldütt”. Liegt in MeckPomm an der Seenplatte. Hättest du aber auch selbst nachschlagen können, du fauler Hund!

Wolltest Du nicht immer schon mal ein Flitzer sein?
Du meinst nackend übers Fußballfeld rennen? Klar! Leider guck ich nie Fußball und könnte mich so niemals im Fernsehen sehen. Aber ich überlege, das bei der nächsten Bundestagsdebatte zu tun. Ob ich wenigstens eine Krawatte anziehen sollte? Ich meine, der Höflichkeit wegen.

Freundschaft ist so etwas wie Liebe mit Verstand?
Rainald Grebe meint dazu: Wenn die Liebe geht, die Hobbys bleiben. Ich glaube, das ist dann Freundschaft. Man überspringt einfach diese Liebeleiphase und hat sich auch so gern. Okay, man steigt nicht miteinander ins Bett, aber hey, man kann nun einmal nicht alles haben.

Ganz klassisch: Ist das Glas halb leer oder voll?
Irgendwer fragte bereits nach meinem Pessimismus. Daher wäre die Antwort eigentlich klar. Allerdings wäre ich nicht ich, wenn ich nicht sagen würde, dass es bei mir keine halben Gläser gibt. Und das sage ich jetzt auch: Bei mir gibt es keine halben Gläser. Ich trinke sie immer ganz aus. Wenn es sein muss, bis zur Besinnungslosigkeit. Aber das ist eine andere Geschichte voller Leid und kaputter Gliedmaßen. Ahem.

Wenn Du ein Teletubbie wärst, welcher wärst Du?
Ich wäre wohl dieser muskulöse. Ja, der mit dem großen Schwert und dem langen- Wie? Ach so, diese Kinderserie meinst du! Hmm, ich mag den gelben. Weil er gelb ist. Ich mag gelb. Ja.

Wenn Du ein “Verbrechen” begehen dürftest ohne Bestrafung! Welches wäre es?
Das ist ziemlich leicht. Ich würde die Welt in die Luft jagen. Die fuchst mich nämlich schon lange. Allerdings, öhm, muss ich zugeben, dass mir die Bestrafung dafür eigentlich egal ist. Aber da fehlt’s eh an Material. Bis dahin wäre eine Alternative vielleicht das Klauen einer Tafel Schokolade. Aber auch das nur des Adrenalins wegen.

Was machst du denn den ganzen Tag in der Pampa?
Im Moment wechsle ich vom Stress in die Ruhe. Von der Ruhe in den Stress. Immer im Kreis. Und zwischendurch gibt’s ‘ne Käsestulle.

Wenn man einen Schlumpf würgt, in welcher Farbe läuft er dann an?
Zuerst wird er grün, dann rot. Dann färbt er sich wieder blau und stirbt. Tote Schlümpfe füllt man übrigens anschließend in Flaschen ab und verkauft sie als Energy-Drink.

Ist Morgen­grauen der Moment, in dem man realisiert, dass man wieder zur Arbeit muss?
Japp. Lässt sich dadurch verstärken, dass man sich ein Nacktfoto von Großmutters Hintern übers Bett hängt. Dann gibt’s auch am Wochenende ein Morgengrauen, ohne dass man sich darüber ärgern muss, wieder einmal bis zum Mittag gepennt zu haben.

Weiße Weihnacht?
Definitiv! Weißer als ein umgekippter Kokslaster!

Wie kommt man ans Ende des Regenbogens?
Mit einer Flasche Schnaps.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, welchen Beruf/ Job würdest Du am liebsten ausüben?
Ich wäre Vollzeitschriftsteller und würde den Markt derart mit meinem Schund aus Geschichten und allerlei experimentellem Textgewäsch fluten, dass bald überhaupt niemand mehr Büchern kaufen wollen würde, worauf der Buchmarkt in den Abgrund stürzen würde. Ich wäre dann natürlich wieder arbeitslos. Hmm.

In einem Duell. Wer würde deiner Meinung nach gewinnen? Batman oder He- man mit Battlecat?
Ganz klar: Batman! ein Batarang auf das grüne Katzenviech, und schon rennt das Biest gegen den nächsten Baum. Bis He-Man sich wieder aufgerappelt und sein Schwert ausgepackt hat, hat Batman seinen Kopf längst so oft auf den Boden geschädelt, dass der gute Prinz lediglich noch die Sterne von Eternia sieht.

VW Passat oder Audi A4? (beide Kombi, beide zum selben Preis, beide neu TÜV und AU)
Wenn schon, dann richtig, oder? Audi natürlich. VW ist was für den Pöbel, auch wenn der Preis etwas anderes vermuten lässt.

SANGRAAL…San Greal oder Sang Real?
Geht auch Sangria? Erwärmt man die, kommt ein prima Glühwein raus. Den kann man gerade jetzt zur Weihnachtszeit ja immer naschen. Wobei, uh, gestern war’s so kalt, dass nicht mal mehr das Glühgebräu geholfen hat.

Moin, mein lieber Paddel-Bruder, sag mir doch bitte mal, wann veröffentlichst Du Dein erstes eigenes Buch ? Ich würde es DOCh alen Ernstes gerne kaufen wollen. Und wenn Du nicht weißt wie es geht, würdest Du dann Hilfe annehmen ? Hast Du etwas gegen G
Hallo Paddelbruder, der sehr angenehm anonym ist. icon wink Fragen an PhanThomas... und die Antworten. Ich habe das Manuskript bereits fertig. Demnächst wollte ich das ein oder andere Schreiben an einen geeigneten Verlag schicken. Ich hoffe doch sehr, dass das im nächsten Jahr was wird.
Die anderen Fragen:
Ich nehme Hilfe immer gern an – solange ich nicht nach einem Weg fragen muss.
Ich hab nichts gegen Geld, bin aber überzeugter Sozialist. Na ja, ein bisschen wenigstens.
Warum keine Bio? Ach, dann könnte ich mich nicht mehr so schön über den gläsernen Mensch ärgern. Wäre ja quasi freiwilliger Selbstexhibitionismus.
Deine Socken sind unterwegs. Die stecken derzeit im Schneesturm irgendwo zwischen Aachen und Belgrad.

Fallen einem die Augäpfel aus dem Kopf, wenn man vergisst beim Niesen die Augen zu schließen?
Ganz bestimmt tun sie das. Ich meine, wer ist nicht schon mit vollen Einkaufstüten auf ein paar Augäpfeln ausgerutscht, nur weil der Vordermann beim Niesen vergessen hat, die Augen zu schließen?

Auf einer Skala von 1 bis 10 (wobei 10 ein wahres Fell ist, wie haarig ist dein Rücken?
Beste Frage bisher. Hab ich Augen am Hinterkopf? Also ich würde mir eine akkurate 2 geben. Das zeugt von genügend Männlichkeit, ohne auf gewisse Damen abstoßend zu wirken.

Was stellen sich Jungs eigentlich vor, was die Mädels machen, wenn sie zu weit aufs Klo gehen?
Zu weit? Du meinst zu zweit, hm? Ehrlich gesagt glaube ich, dass eine der werten Damen die andere halten muss, damit letztere sich nicht auf die eklige Klobrille setzen muss. Aber da spekuliere ich noch. Ich werde mich demnächst mal mitschleichen, wenn ich mit zwei Damen ausgehe. Ahem.

Wie wird deiner Meinung nach der nächste Weltuntergang 2012 aussehen?
Ich glaube ja, dass die Menschheit 2012 von Eisbären überrannt wird. Nach dem Scheitern des nächsten Klimagipfels rotten sich die letzten weißen Fellknäuel zusammen, bauen eine große Arche und segeln nach Europa hinüber. Zuerst verschwinden die Menschen aus den Dörfern und niemand merkt etwas. Anschließend fallen sie über die Städte her, und dann ist es eben zu spät. Da die Eisbären allerdings nicht mit unserer Technologie umgehen können, fliegen nach und nach sämtliche Kernkraftwerke in die Luft, was die Erde letztlich über den Jordan schickt. So ist das.

Warum sich zwei Parallelen in der Unendlichkeit treffen.
Mit den Parallelen in der Unendlichkeit ist es wie mit der Potenz des Mannes. Irgendwann kommt eben der Hänger. Hängen ist menschlich. Gilt eben auch für Parallelen. Oder die Beiden haben sich eben einfach lieb. Wissenschaftler streiten sich da noch.

Warum haaren Katzen eigentlich vorzugsweise auf Kopfkissen?!?
Das ist insofern interessant, da ich gestern eine Katze, bzw. eigentlich einen Kater um mich hatte, der durchaus wahrscheinlich auch auf diverse Kopfkissen gehaart hat. (Wer hat eine Kamera in meinem Leben platziert?) Liegt vornehmlich daran, dass die werten Genossen Katze & Co. eben gern auf dem Kissen hocken. Mit dem Hintern wohlgemerkt.

Warum schreiben Mädchen einen Kuss Smiley wenn sie doch gar nichts von einem wollen?
Das liegt daran, dass die Welt ein schlechter Ort ist. Und die Frau an sich insbesondere. Und nein, das liegt nicht an meiner negativen Grundeinstellung. Zumindest nicht vorwiegend. Es ist einfach so: Herzlichen Glückwunsch, du hast das große Los gezogen! Du bist ein bester Freund. Damit bist du zwar zum Aussterben verdammt, bekommst aber ersatzweise jede Menge schöne Kussmund-Smileys. Vielleicht kann man die irgendwo gegen ‘ne flotte Nummer eintauschen. Uh. So, das war die letzte Frage für heute. Weitere Antworten seitens meines großen Geistes gibt es erst übermorgen. Gehab dich wohl, lieber Frager.

Was hilft wirklich gegen Cellulite?
Ganz klar: jede Menge Kreppband.

Wie heißt der Leibwächter von Bin Laden?
Ich tippe auf Chuck Norris. Ist aber eher ein Bauchgefühl.

Womit bohre ich Löcher in Kastanien?
Idealerweise mit einem Korkenzieher. Alternativ tut’s auch ein Eckzahn. Sollte Beides nicht vorhanden oder nicht ausreichend sein, könnte man auch die Tätigkeit an sich hinterfragen.

Alles auf Schwarz oder Alles auf Rot?
Eher schwarz, würde ich sagen. Ist immer einen Tick eleganter, wenn man nicht gerade weiß ist wie eine Alpina-Wand. Rot ist nicht meine Farbe. Hab’s versucht, aber ich sehe darin einfach nur dick aus.

Sein oder nicht Sein?
Ist ein Lied von den Toten Hosen. Schöner Song, wenn auch sehr wehmütig. Na ja. Ich würde sagen, ich denke, also bin ich. Beantwortet das die Frage?

Hast du Angst davor, irgendwann aufzuwachen, zu merken, dass du alt bist und dein Leben überhaupt nicht dem entsprach, was du in jungen Jahren an Wünschen und Hoffnungen hattest?
Hallo, liebes Gewissen. Sollen wir nicht gleich chatten? Draußen schneit’s, und es ist so herrlich lauschig hier. Ehrlich gesagt, beug ich da vor, was die Frage betrifft. Wenn einem im Leben was nicht passt, sollte man es ändern. Punkt. Mehr kann man nicht tun, also so what!? Und der Rest ist kein Wunschkonzert. Was soll’s? Aus meinem Rockstarleben ist zwar nichts geworden, aber deswegen heule ich nicht jede Nacht in meine Kissen.

Bist du ein einsamer Mensch?
Wer stellt denn hier ständig solche Fragen? Ich meine, hey, ich lasse mich befragen und formuliere mehr oder minder kryptische Antworten. Sagt das was über meine sozialen Verhältnisse aus? Ja? Ha, falsch gedacht. Ich bin immer nur so einsam, wie ich’s für nötig erachte. Zumindest auf der oberen Ebene. In den Keller gehe ich heute lieber nicht, um nachzuschauen. Da ist’s nur unnötig kalt. Brrr.

Hattest du je Zweifel an deiner sexuellen Ausrichtung?
Es gab einen Moment, da dachte ich, ich würde mich zu Vögeln, genauer gesagt, zu Puten hingezogen fühlen. Dann merkte ich, dass ich eigentlich nur Hunger hatte. Einige saftige Stücke Putenbrust später wäre eine Frau nicht schlecht gewesen. Also nicht zum Essen, versteht sich. Höchstens zum Essen gehen. Prinzipiell ist also alles so, wie’s vorgesehen ist, schätz ich. Ahem.

Woher kommt dein Pessimismus?
Huh, gute Frage, zumal ich mich eher für einen aalglatten Realisten halte. Aber gut. Nehmen wir an, es gibt einen Gott. Dann hat er Spaß daran, uns Lutscher zu geben. Warum er das tut? Um sie uns wieder wegzunehmen und zu sehen, dass wir traurig sind. Würde er uns keine Lutscher geben, wäre alles in Ordnung. Aber so? Alles, was uns gegeben wird, wird uns wieder genommen. Daher halte ich zu viel Optimismus für ein wenig zu viel Illusion. Aber ab und zu geht das schon. Kopfkino ist ja auch was Feines, ne?

Bist du glücklich?
Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 die himmliche Glückseligkeit darstellt und 1 das Tor zur Hölle ist, würde ich sagen, pendele ich mich auf einer sicheren 3 ein. Bin also weit entfernt vom Glück.

Sitzt Du im Pinkeln oder kakcst Du im stehen?
Für gewöhnlich verrichte ich jegliches Geschäft kopfstehend, während ich mich johlend im Kreis drehe. Daher würde ich sagen, von allem ein bisschen was.

Kannst Du die quadratur des Kreises tanzen?
Als ich das letzte Mal tanzte, endete meine Hand angebrochen in einer Wand. Das war in Köln Süd. Zwei Wochen später stürzte das Kölner Stadtarchiv ein. Ich sehe also davon ab, es zu versuchen.

Wo bin ich denn nun schon wieder?

Du wühlst auf iThought 2 gerade in den Archiven zum März, 2010.

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  • Phan-Who?

    PhanThomasPhanThomas ist der nicht ganz anonyme Autor dieses Weblogs. Er befasst sich laienhaft mit allem, was gesellschaftspolitisch oder sonst wie von Interesse sein könnte. Sein schlecht recherchiertes Halbwissen kaschiert er durch die willkürliche Einstreuung von mäßig verschnörkelten Artikeln zu seiner eigenen Wenigkeit, die er mit Vorliebe in der dritten Person verfasst.
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