… sollte man genießen und Dinge einfach so ganz und gar nicht kommentieren. Das, ähm, also das da zum Beispiel. Herrje.

Sonntag, 28. November 2010 § 10 Kommentare
… sollte man genießen und Dinge einfach so ganz und gar nicht kommentieren. Das, ähm, also das da zum Beispiel. Herrje.

Donnerstag, 25. November 2010 § 5 Kommentare
Aus dem angekündigten Hotelaufenthalt in Lüneburg wurde nichts, da ich leider oder eben nicht leider schneller mit dem fertig wurde, was ich dort zu tun gedachte. Tja, so sah ich leider nur den hässlichen Teil Lüneburgs: eine Aneinanderreihung unzähliger Backsteinbauten, die eher wie ein großer Gefängniskomplex oder verlassene Russenkasernen anmuteten und nicht, hm, wie ein Stadt eben. Der schöne Teil Lüneburgs blieb mir, wie so vieles im Leben, selbstverständlich verborgen.
Dafür hatte ich aber die Ehre, auf der Rückfahrt in Büchen umzusteigen. Was, noch nie von Büchen gehört? Nun, ich auch nicht, doch in Büchen kommt man, sofern man von Lüneburg mit der Ferkeltaxe in Richtung Kiel fährt, auf Gleis 41 an. Gleis 41 ist in Büchen vermutlich die Sehenswürdigkeit schlecht hin, dachte ich noch, bevor ich entdeckte, dass es dort sogar ein Gleis 140 gibt – quasi der goldene Phallus unter den Gleisen. Tja, ansonsten ist in Büchen schon Weihnachten, da so ziemlich jedes Haus bis an die Zähne mit Lichterketten bewaffnet ist. Partout war mir dann auch danach, Weihnachtslieder zu hören, allerdings wollte mein iPod keine solchen rausrücken, und so blieb der heruntergekommene Bahnhof, in dem man zwischen 23 und 4 Uhr vermutlich brutal ermordet wird, akustisch so trist wie auch optisch. Der Servicepoint der Bahn – verlassen und zerstört, als wäre die Apokalypse über Büchen bereits vor langer Zeit hinweggefegt. Zwei Türen wiesen bedrohlich auf dahinterliegende Toiletten hin. Öffnen wollte ich die nicht, zumal ich mir gut vorstellen konnte, dass dahinter der dunkle Lord Cthulhu persönlich seit Jahrtausenden den Lokus der Finsternis hütet.
Am schönsten aber waren die »Wandmalereien«, die ich gern fotografiert hätte, wovon Kälte und allgemeine Tristesse der Umgebung mich allerdings abhielten: »Weg mit Stuttgart 21« geht ja schon in Ordnung. Auch in Büchen solidarisiert man sich mit den Schwaben, der Protest ist in der Gesellschaft angekommen. »Niemand hat die Absicht, einen unterirdischen Bahnhof in Büchen zu errichten – gez. Bahnchef Grube + Erich Honecker« stand daneben. Nun, abgesehen davon, dass in Büchen vermutlich tatsächlich niemand vorhat, den ohnehin ziemlich heruntergekommenen Bahnhof auch noch unter die Erde zu verlegen, zeugt die Schmiererei auch nicht gerade von geschichtlichem Allgemeinwissen, stammt doch der leicht abgewandelte Satz von Walter Ulbricht und nicht von Honecker. Letzterer war schließlich jener, der steif und fest behauptete, es würde vorwärts immer, rückwärts nimmer gehen.
Was in der DDR nicht funktionierte, klappte bei der Bahn dagegen recht gut: Der IC, der nach einer Dreiviertelstunde Erlebnisurlaub in Büchen einfuhr, um mich nach Berlin zurückzukarren, war nämlich ausgesprochen pünktlich. Half mir allerdings auch nicht weiter, da meine Finger zu jener Zeit bereits wie gefrorene Bockwürste aussahen und sich auch so anfühlten und mein Arsch nur noch aus zwei zu groß geratenen aber äußerst wohlgeformten Eiswürfeln bestand. Fazit des Tages: Bitte kein Lüneburg mehr und schon gar kein Büchen!
Dienstag, 23. November 2010 § 21 Kommentare
Wer eine Reise tut, kann was erleben. Und so mancher tut eben eine Reise, gern auch eine Geschäftsreise. So wird in die USA gereist, nach New York zum Hochhausgucken oder nach Florida zum Alligatorengucken, gern auch nach San Francisco zum Hippiesgucken. Andere zieht’s bis nach Dubai, wo dann heimlich Alkohol getrunken wird, nach Tokyo, wo es sich im U-Bahn-System vortrefflich verirren und verenden lässt, weil der Japaner, so man ihn um Hilfe bittet, sich geniert, englisch zu reden. Der nächste reist nach Seoul, wo derzeit bombiges Wetter aus dem Norden zu erwarten ist und so weiter und so fort. Es sei denn, man ist ich, denn dann reist man nach Lüneburg. Lüneburg ist so grandios, dass es die einzige der genannten Ortschaften ist, die von meiner Browser-Rechtschreibkontrolle nicht erkannt und rot unterstrichen wird. Herrje, was soll ich bitte in Lüneburg, abgesehen vom Arbeiten? Spitzdächer angucken? Auf den Bus warten? Im Hotel die Wand anstarren? Oder mich einfach wundern, wo ich da gerade schon wieder bin? Nun denn, ich werde berichten. Glaub ich.
Dienstag, 23. November 2010 § 15 Kommentare
Sonntag, 21. November 2010 § 2 Kommentare
»Der Terror ist sicher!«, hätte Norbert Blüm vielleicht so ganz unverblümt vom Stapel gelassen, wenn er noch im Amt und zudem Innenminister wäre, so wie er einst die Rente heilig sprach. Was uns nun aber angekündigt wird, finden wir so gar nicht heilig, weil der kommende Terror auf deutschem Boden, der so nebulös wie bedrohlich durch die Medien geistert, so ganz und gar nicht im Sinne westlicher Heiligtümer ist. Und so stehen sie da vorne am Mikrofon, der werte Herr Innenminister und seine Bediensteten, und kündigen für demnächst heftige Anschläge an, wie uns Jörg Kachelmann zu seinen besten Zeiten monsunartige Regenfälle prophezeit hätte.
Und der Terror, nun, der kommt selbstverständlich aus dem Osten, aus dem für uns so gar nicht griffigen Morgenland. Dort, wo dauermürrische Kuttenträger bunte, muffige Teppiche küssen, wo man Schweine so richtig blöd findet, dafür aber gern barfuß durch köstlich frisches Ziegenblut watet, dort, wo Frauen allenfalls in Albträumen oder aber im Paradies Miniröcke tragen und wo Männer Bärte pflegen wie biedere Westeuropäer ihre Schrebergärten. Wir verstehen nicht, wie man dort drüben, wo der Musikgeschmack grundsätzlich inakzeptabel ist, lebt, wir können die Wertevorstellungen des Islam mit unserer westlichen Bierbauchlebensart nicht erfassen, wir wollen es nicht, und wir müssen es auch gar nicht. Gern aber sehen wir Abdullah und seine Schergen mit der Bombe unterm Nachthemd. Das finden wir sogar sehr griffig, darunter können wir uns was vorstellen, da nicken wir einvernehmlich, halten zusammen, davor können wir Angst haben.
Denn Angst haben wir Deutschen grundsätzlich unheimlich gern. Ja, im Kuschen und Fressehalten sind wir erfolgreicher als der FC Bayern in der Geschichte der Bundesliga. Wenigstens in dieser Hinsicht sind wir unglaublich kompromisslos: Wenn der frustrierte Immigrant aus östlichen Kulturkreisen uns Deutsche nicht ausstehen kann, daher zu Gewaltakten neigt, sich gleichwohl aber gern hier niederlässt, dann zeigen wir ihm nicht, wer hier die Hosen anhat, sondern stoßen eine Integrationsdebatte an. Dabei würde ein verbales Pfund aufs Maul ihn vielleicht zurechtrücken, ihn zum Schweigen bringen, zu Einsicht und Akzeptanz, so wie auch wir immer nur schweigen und akzeptieren, wenn wir nicht gerade debattieren – die Integration wäre geglückt! Doch das tun wir nicht, weil wir Blitzkriegmentalität seit fünfundvierzig generell garstig und allenfalls bei Rammstein cool finden. Und so reden wir oder schweigen, haben dabei stets konstant Angst, während der Fremdproband uns vielleicht gerade deswegen noch weniger leiden kann. Kein Wunder, wer mag schon Weicheier?
Und so muss der böse Kameltreiber vielleicht gar nicht erst aus dem Osten anreisen wie einst der Bürger aus der ehemaligen DDR nach dem Mauerfall über den Westen herfiel, nur dass der gekommen war, um zu bleiben, während der erstgenannte vermutlich kommen würde, um zu explodieren. Nein, vielleicht ist er bereits hier, der Bombenleger, und knutscht seinen Teppich in einer zentral beheizten Zweizimmerwohnung in Berlin Mitte, kauft meistens bei Lidl und manchmal bei Rewe und holt samstags gegen Mittag seine Zeitung aus dem Briefkasten. Fakt ist, wir sollten uns vorsehen, der Feind könnte unser Nachbar sein.
Ja, natürlich sehen wir uns vor, das müssen wir, das wollen wir, schließlich würgen die Zeitungen keine anderen Schlagzeilen mehr heraus, das Fernsehen berichtet von früh bis spät, abends zeigen die Privatsender Terrorismusthriller und kassieren dafür vermutlich höhere Quoten als »Wetten, dass!?« und »Das Musikandenstadl« zusammen. Ganz, als würde abermals die Fußball-WM erneut Einzug in deutsche Stadien halten, erheben wir den kommenden Terror, für den es sogar einen Stichtag gibt, zum Mediengroßereignis. Die berichtende Branche boomt, derweil zumindest die demnächst loslegenden Weihnachtsmarktbetreiber sicherlich ausbleibendes Kundenvieh befürchten. Dabei wird sich der Deutsche doch nicht wegen ein bisschen T.N.T. von Glühwein und Krakauer abhalten lassen, ist er da doch ähnlich konsequent wie im Angsthaben: Wenn es um urdeutsche Traditionen geht, kann ein mulmiges Gefühl den Piefke nicht beirren, und wenn das bedeutet, die Wohnung nur noch mit Kevlarweste und Stahlhelm zu verlassen, dann sei es eben so! Und so haben wir alle ein wenig Panik, während wir uns trotzdem mit heißem Punsch den Schädel zudröhnen, genießen aber zugleich den Nervenkitzel, wenn wir ehrlich sind, und sind unserem Innenminister für seine frühzeitige Warnung dankbar.
Denn endlich ist man in der Politik auch mal ehrlich, endlich redet man Tacheles und sagt, was ansteht. Endlich ist der Bürger mal wichtig und nicht irgendeine eklige Bank, die sich einmal mehr auf dem Börsenparkett verzockt hat, als wäre sie beim Roulette, endlich wird wieder Politik für die Menschen gemacht, statt für Energiemogule und Hotelketten. Oder etwa doch nicht? Denn was ist, wenn der Bombenleger gar nicht bärtig und und kuttentragend ist? Was ist, wenn er lieber maßgeschneiderten Zwirn trägt, einer durchaus deutschen Partei mit drei Buchstaben angehört, sich vor diverse Fernsehkameras stellt und den dauerhysterischen Pöbel vor Terror ab Ende November warnt? Was, wenn es lediglich darum geht, dem braven Volk unangenehme Gesetzesentwürfe schmackhaft zu machen? Zugegeben, solche Annahmen mit der Äußerung vom fingierten Angriff Polens auf Deutschland oder dem (Nicht-)Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak zu vergleichen, ist vielleicht etwas hochgegriffen. Dennoch, auch wenn es letztlich tatsächlich darum gehen sollte, die Freiheit des Deutschen zu beschneiden, indem noch mehr Daten erfasst und geradezu krankhaft gehortet werden und dies natürlich lediglich zu unserem Besten sein würde, heiligt der Zweck noch lange nicht die Mittel. »Die Daten sind sicher!«, hätte Norbert Blüm vielleicht geflüstert, wenn er noch im Amt und Innenminister wäre.
Samstag, 20. November 2010 § 15 Kommentare
Berlin, Berlin! Gestern beim Joggen komm ich im Bezirk Tiergarten also an diesem Kerl vorbei, der in seinem Auto pennt. Nicht gerade die anrüchigste Gegend, aber find ich ja doch schon irgendwie heikel, hier im Auto zu schlafen, denk ich, gerade wo er nicht mal unter einer gut ausleuchtenden Laterne geparkt hat. Schließlich ist der Terror ja nicht mehr weit, und da weiß man ja nie. Doch als ich vorbeilaufe, sehe ich, hey, der schläft gar nicht, der lässt sich einen blasen. Na gut, das ist natürlich was anderes. Das nickt man als Mann ja gern ab, da versteht man sich, wo ist man schließlich sonst heutzutage noch so ganz Kerl, seit die Emanzenfraktion mit dem Eierschneider unterwegs ist? Jedenfalls kann man dafür schon mal in einer dunklen Ecke parken, denk ich. Und der Terror, also der ist ja ohnehin erst für Montag angekündigt.
Freitag, 19. November 2010 § 11 Kommentare
Dies ist der tatsächlich ernst gemeinte Versuch, einen neuen Besucherrekord zu verzeichnen. Da PhanThomas grundsätzlich Mann und niemals Frau ist und schon allein deswegen niemals notgeile Böcke jenseits der fünfzig anzieht, die meinen, in den Weiten des Webs eine fesche Bloggerin aufreißen zu können, wird er hier lediglich von einer kleinen aber feinen treuen Schar mehr oder minder interessierter Leser und Textüberflieger heimgesucht. Der bisherige Tagesrekord von [www.phan-thomas.de] liegt, soweit man den Statistiken trauen kann, bei 48. Oder waren’s 46? Bei solch astronomischen Größen fällt es schwer, die genauen Zahlen im Blick zu behalten. Jedenfalls wird PhanThomas heute ausschließlich aktuelle Themen ansprechen.
+++ »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes« läuft im Kino. Interessiert mich nicht die Bohne, weil ich nach Teil 2 das Interesse verloren habe. Ärgerlich daran ist nur die Aufsplittung in zwei Filme. Sollte das Prozedere maximalen Gewinn bringen, wird es vermutlich bald keine Filme mit Überlänge mehr geben, sondern nur noch auf Zweiteiler hingezüchtete Episodenfilmchen. Sehr dumm übrigens auch der Titel. Und da soll noch mal jemand über »Indinana Jones 4« schimpfen! +++
+++ Prinz William, der weniger missratene Spross des auf ewig zum Prinz verdammten Charles heiratet also Kate Middleton. So so, dachte ich mir, waren die nicht schon mal getrennt? Kann man ja von halten, was man mag, aber aufgewärmtes Essen bleibt aufgewärmtes Essen und schmeckt eben nicht wie frisch gekocht. Immerhin hat der Insulanerpöbel jenseits der Nordsee nun endlich mal wieder was Erfreuliches im blaublütigen Zoo zu begaffen. +++
+++ Drüben im Verteidigungsministerium stehen gerade acht rote Busse. Vermutlich beladen mit Kanonenfutter für den Kampf gegen den Terror. Mich ärgert ja schon, dass um die vermeintliche Gefahr, die unsichtbare, ein solcher Wirbel gemacht wird. Das Schüren von Panik in der Bevölkerung kann eigentlich nur einen Grund haben: In Bälde werden die unfähigen Sesselfurzer von Schwarz-Geld ein neues dickes Datenschutzgesetz oder Schlimmeres durchdrücken wollen. Man denke an meine Worte! Bis dahin fürchten wir uns eben alle ein wenig vor dem bösen Taliban und seiner Bombe, pfeifen uns auf dem Weihnachtsmarkt aber trotzdem vier, fünf Becher Glühwein zu Mondpreisen rein. Wohl bekomm’s! +++
Montag, 15. November 2010 § 8 Kommentare

Freitag, 12. November 2010 § 2 Kommentare
[Grooveshark] ist schuld daran, dass ich die ganze Woche über schon dieselbe Musik höre. Und weil sich’s ein Schmachtfetzen ganz besonders gemütlich in meinem Gehörgang gemacht hat und man in Zeiten von Facebook and friends ja alles teilt, was auch nur annähernd teilbar ist, teile ich heute meinen Ohrwurm. Wächst ja eh am geteilten Ende nach, so ein Wurm. Sagt man. Nun, darf jedenfalls gern gelikt werden. Oder wie man da heutzutage so sagt.
Hm, okay, hier noch was Kernigeres für die Männerfraktion…
Donnerstag, 11. November 2010 § 8 Kommentare
Tz, diese Österreicher! Da sagen sie »das« Cola, als hätte es nie anders geheißen. Als wäre Cola nie weiblichen Geschlechts gewesen. Manchmal muss ich mich doch sehr wundern. »Das« Cola! Beim Aussprechen meine ich tatsächlich spüren zu können, wie meine Zehennägel sich kräuseln und sich sämtliche Nackenhaare aufstellen. Sachen gibt’s…

Überhaupt ist aber auch die Aufmachung der Werbung recht interessant, zumal ich mir einbilde, dass eine solche Reklame hierzulande nicht wirklich funktionieren würde. Verfehlt den gewünschten Effekt und wirkt irgendwie für eine ach so hippe Getränkemarke ziemlich bieder.