Rumfahren für umme

Meine Freundin absolviert demnächst in Berlin ein halbjähriges Praktikum. Sie ist allerdings nicht Studentin an einer Berliner Hochschule, sondern an der Hochschule der Medien in der Spätzlehochburg eingeschrieben. Drum darf sie, obwohl sie Studentin ist und nicht gerade fürstlich für ihr Praktikum entlohnt wird, offenbar kein Studententicket in Berlin bekommen. Nun ja, warum auch Nichtberlinern helfen? Wäre ja noch schöner, wo uns doch die Schwaben schon die Kieze klauen!

Interessant aber, welche Methode so manch zugezogener Student für sich entdeckt zu haben scheint:

1. Sich an der TU für einen x-beliebigen Studiengang immatrikulieren.
2. Semesterbeiträge (etwas über 200.-) bezahlen.
3. Semesterticket kassieren.
4. Den Verlust des Semestertickets melden.
5. Mit der Verlustmeldung wieder exmatrikulieren.
6. Semesterbeiträge vollständig zurück erhalten.
7. Ein halbes Jahr lang umsonst BVG fahren.

Ob das Vorgehen wohl auch der viel gepriesenen schwäbischen Sparsamkeit zugeschrieben werden kann? Die Leute schämen sich wirklich für nichts mehr.

8 Kommentare

  1. Die Schwaben machen es einem aber auch erheblich leichter, was Anmeldung und Semesterticket angeht. Da brauchte man auch keinen Termin fürs Bürgeramt und musste außer dem Personalausweis auch nichts weiter mitbringen …

    1. Bei der Geburtsurkunde steht auch „bei der Erstanmeldung ist es zweckdienlich …“ – das klingt wie „du kannst, musst aber nicht“. Na ja, aber da der Termin eh erst nächste Woche ist …

    2. Klar. So kompliziert wie hier war das bisher auch noch nie. Und ich hab mich ja schon diverse Male in irgendwelchen Städten anmelden müssen, ich dachte eigentlich, ich hätte inzwischen genug Übung … 😀

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