Uralt zwar, etwas unorthodox auch, ganz falsch ist es aber doch nicht. (Und lustig allemal.)
Mittwoch, 4. April 2012 § 4 Kommentare
Freitag, 29. Juli 2011 § 11 Kommentare
Schatz und ich schauen also »Spider-Man«. Der männliche Anspruch auf die Fernbedienung hat sich wie immer durchgesetzt. Gerade findet Peter Parker heraus, wie er Spinnseide in dicken Strängen aus seinen Armen sausen lassen kann. Spontan entbrennt natürlich ein kleiner Dialog – hier mal eben sinngemäß wiedergegeben.
Schatz: »Wo holt der die Spinnenfäden her?«
Ich: »Die schießen aus seinen Händen.«
Schatz: »Aber Spinnen machen das Netz mit dem Arsch.«
Ich: »Das sähe aber doof aus.«
Schatz: »Aber es wäre logisch.«
Ach, Banausen, weibliche!
Samstag, 16. Oktober 2010 § 12 Kommentare
Eben im Supermarkt: An der Kasse sitzt diese kokette brünett gelockte Schönheit, hübsches Gesicht, hübsches Haar, selbst der Kittel samt Konzernlogo wirkt an ihr irgendwie kleidsam. Und wie ich sie so – natürlich absolut unauffällig – ins Auge gefasst habe, wollen mir doch schon wieder fast die Lider zufallen, so lethargisch schiebt sie die Waren über den Scanner. Und während sie ihre Arbeit nur mit dem halben Hintern erledigt, sendet Prinzessin Valium mir noch ein gequältes Gähnen von ihrem drehbaren Thron aus entgegen, bevor sie mich anschließend mit einem müden Abschiedsgruß in den verregneten Oktober entlässt.
Mit den Vorräten daheim angekommen beschließe ich, Kaffee zu machen. Wasser, Kaffeepad, Tasse, schon kann’s losgehen, denke ich. Doch leider gibt’s für mich – wie so oft in letzter Zeit – nur eine halbe Tasse, da auch meine Kaffeemaschine ihrem Job inzwischen nur noch halb motiviert nachgeht. Es ist ja nicht so, als könnte sie keine ganzen Tassen fabrizieren, schließlich gibt’s auf meiner Maschine auch einen Männerknopf für echte Männertassen, doch schert der Fakt, dass ich eben diesen Knopf sogar gedrückt habe, das eigenwillige Maschinchen nicht die Bohne, ganz als wollte sie, dass eben genug Platz in der Tasse bleibt, damit noch zwei, drei Stücken Würfelzucker und ein halber Liter Kondensmilch hineinpassen. Schwachsinn, wollte ich doch einen verdammten Männerkaffee – schwarz wie altes Kettenfett! Und nun steh ich hier mit meiner halben Tasse, starre auf meine halbherzige, wenn auch formvollendet kurvige Kaffeemaschine und muss spontan wieder an die ebenso zu halben Sachen aufgelegte, wenn auch formvollendete Miss Lethargie von vorhin denken. Augenblicklich wird klar: Kaffeemaschinen müssen Frauen sein!
Denn dass die holde Weiblichkeit lediglich zu halben Sachen neigt, weiß ich nicht erst seit gestern, denke ich, während ich mir das halbe Verwöhnaroma gönne. Es fängt ja schon beim Alltäglichen an: Wenn Mann von Welt mit dem vermeintlich schöneren Geschlecht redet, bekommt er lediglich die halbe Aufmerksamkeit spendiert. Nicht dass er das merken würde, schließlich ist es niemals anders, arbeiten doch die Gehirnhälften der Frau unabhängig voneinander. Wozu auch hundert Prozent geben? Nicht anders läuft es beim täglich Brot: Das eingekaufte Futter darf nur die Hälfte an Fett haben, damit die FDH-Diät von Brigitte und Co. auch ja von Erfolg gekrönt ist. Da jedoch auch in Sachen Disziplin bei spätestens fünfzig Prozent Schluss ist, müssen zumindest Diätschokolade und andere kalorienhalbierte Süßigkeiten drin sein, was letztlich dann doch oft den gewichtstechnischen Dopplereffekt zur Folge hat. Werden immerhin hier die einhundert Prozent zumeist ungern überschritten, ziehen sich die halben Sachen ansonsten durch die Welt der Frau wie einst die Mauer durchs geteilte Berlin. Ja selbst Frauenautos, possierlich dreinblickende Blechgesellen aus Fernasien, klein und runder als eine Kugel, rollen nur mit halber Leistung über den städtischen Asphalt.
Lässt sich mit diesen Tatsachen noch ein recht ungestörtes männliches Ganz-oder-gar-nicht-Dasein führen, hört der Spaß spätestens dann auf, wenn unsereins glaubt, die bessere Hälfte gefunden zu haben. Verspricht der Begriff Zweisamkeit doch eigentlich mehr Spaß für alle, wird recht schnell klar, dass mindestens die Hälfte des bisherigen Ichs noch vor der gemeinsamen Haustür zur Verdammnis verurteilt ist. Der Mann, der in Sachen Beziehung noch das Wörtchen »Ich« in den Mund nimmt, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen – Reduktion zweier Individuen zu einem großen »Wir«, wobei immer ein wenig das Casinoprinzip gilt: Im Großen und Ganzen gewinnt das Haus, und das Haus ist die Frau.
Neigt sich das Martyrium Beziehung dem unerwarteten Ende zu, weil Madame der Meinung ist, auch andere Herren der Schöpfung um den männlicheren Teil ihrer Persönlichkeit kastrieren zu müssen, tut sie auch das für gewöhnlich nur mit dem halben Hintern – kein Wunder eigentlich, hockt doch die andere Gesäßhälfte bereits auf dem Schoß des nächsten Kerls, der glaubt, das große Los gezogen zu haben. Man selbst müsste für das arme Würstchen eigentlich zumindest ein halbes Lächeln übrig haben, doch gilt für den Mann wie erwähnt das Prinzip »Ganz oder gar nicht« – in diesem Fall läuft’s zumeist auf den Fall »gar nicht« hinaus, und am Ende kann man sich glücklich schätzen, wenn man zusammen mit der inzwischen Verflossenen nicht auch noch eine halbe Portion in die Welt gesetzt hat, weil sonst nicht nur die angeblich bessere Hälfte, sondern auch das halbe Einkommen futsch ist.
Den grausigen Gedanken abschüttelnd, stehe ich wieder in der Realität meiner Ikea-Küche, die inzwischen geleerte Tasse noch in der zitternden Hand haltend. Im Bewusstsein darüber, ein ganzer Kerl zu sein, der nunmal einen ganzen Kaffee braucht, beschließe ich, mir eine weitere halbe Tasse zu gönnen, zubereitet von der formvollendeten Lady in Weiß, die dennoch einen gewissen Ärger in mir auslöst, da doch von diesem Standpunkt aus selbst in meinem Ganz-oder-gar-nicht-Singlehaushalt die Weiblichkeit die Hosen anhat.
Samstag, 9. Oktober 2010 § 7 Kommentare
Was einem beim Essen so einfällt… Nun ja, jedenfalls seit langem mal wieder was Geschriebenes. Schmalzlyrik halt, wobei die so schmalzig gar nicht ist, möchte ich meinen. Nun denn, möge es Wortwerk für die Massen hageln.
Donnerstag, 27. Mai 2010 § 2 Kommentare
In Berlin ist so manches lustig. Manchmal läuft man nämlich einfach durch etwas hindurch, das stinkt. Man sieht es nicht, aber es ist da, denn es stinkt ja. Und wäre dort nichts, so würde es nicht stinken. Aber genug dazu.
Denn was außerdem stinkt, sind so manche Tage. Ich will mich gar nicht aufregen, schließlich geht’s mir ja blendend. Ich trage gut verarbeitete Hosen über dem wohlgeformten Hintern und futtere köstliche Käsestullen, während ich blogge, was mir so in den verqueren Sinn kommt. Aber trotzdem stinkt’s heute. Einfach, weil heute einer jener Tage ist, die man am besten schon mal im Voraus aus dem Kalender streicht.
Den ganzen Tag in einer Schulung zu hocken, bis die Birne dampft wie ein rostiger Kessel auf der Platte und die Augenlider hängen, als würden ein paar fette Gewichte an ihnen baumeln, ist eine Sache. Dabei auch noch ausgesprochen müde zu sein, eine andere. Und das war ich nach gigantischen fünf Stunden Schlaf. Hmpf! Und warum so wenig Nacht bei all der Dunkelheit? Weil man einmal die Zeit vergisst. Nun, und es soll noch mal einer meinen, Berlin schlafe nie. Um drei Minuten hab ich es gestern geschafft, den letzten blöden Bus zu verpassen und musste mir vom Zoo aus ‘nen Taxi nehmen. Halb so wild, ist ja nur ein Katzensprung bis in mein rötlich eingerichtetes Domizil. Dennoch blieb jedenfalls nicht viel Nacht übrig.
Weshalb diese Werktagsfolter? Nun, ich hatte gestern sowas wie’n Date. Mal wieder. Nein, eigentlich war es nicht nur sowas wie ein Date, es WAR eines. Und zwar eines, von denen man im Voraus weiß, dass es nur in die Hose gehen kann, von denen sich aber vermuten lässt, dass ein ziemlich amüsanter Abend daraus erwachsen könnte. Und so war es dann auch. Hab ich schon jemals viereinhalb Stunden so schnell ins Land ziehen sehen? Wahrscheinlich nicht, sonst wär ich nicht mit besagter und übrigens sehr ansprechender Dame bis halb eins in der netten Kneipe versackt. Ach ja, Ergebnis des ganzen? Keine Ahnung, aber immerhin hat sie es geschafft, sich auf Anhieb die Poleposition in der Rangliste meiner, hm, Spontanverabredungen zu sichern. Und das waren so einige, will also was heißen!
Lange Rede kurzer Sinn: Es ändert alles nichts, ich bin müde. Und gehe trotzdem gleich noch mal vor die Tür, weil ich, verdammt noch mal, zum Sport will. Ach ja, hab ich erwähnt, dass es im Fitnessstudio auch stinkt? Nun, irgendwie stinkt’s ja eh überall. Gerade heute.
PS:
Ach ja, das muss ich einfach noch bringen. Also das Zitat des Abends besagter Dame: »Auf ein Pferd gehört kein Sattel, sondern Kräuterbutter.« Na das will ich wohl meinen!
Donnerstag, 20. Mai 2010 § 5 Kommentare
Bevor ich doch tatsächlich eine ganze Woche ins Land ziehen lasse, ohne die digitale Welt mit meinem in Worte verpackten Stuss zu malträtieren, sende ich doch eben mal schnell ein Lebenszeichen hinaus. Zu berichten habe ich nicht viel, weder Amüsantes aus aller Welt noch Amüsantes aus meinem Alltag.
Aber das wird sich ändern. Mental führe ich derzeit einen ordentlichen Re-Boot durch, nachdem die Schaltkreise ein wenig überlastet, die CPU doch mächtig angekokelt und der Arbeitsspeicher mit defekten Speicherzellen nur so übersät war. Nun, und da ich ja nicht eben so’n blödes Netbook mit schneckiger Rechenleistung bin, sondern eher so etwas wie ein kantiger, unhandlicher und irgendwie nirgends wirklich reinpassender Großrechner, wird der Bootvorgang auch nicht innerhalb weniger Sekunden vonstatten gehen, sondern wohl etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Falls mir jemand helfen möchte, das verkorkste Betriebssystem neu aufzusetzen, darf er mir gern beiwohnen. Ich biete Kekse, Gin Tonic, Kaffee und gute Musik frei Haus.
Kurz: Es ist was durchgeknallt, im Kopfe PhanThomas, doch ich fürchte, ich werde es überleben.
Donnerstag, 6. Mai 2010 § 4 Kommentare
Zum Tage, weil’s so grau ist, weil’s immer mal regnet und weil wir eigentlich auch am liebsten gar nicht richtig wach werden möchten, streue ich einfach einige Reime ein. So ganz dezent. Wie Zucker, nur salzig schmeckend.
Heut’ Nacht sitzt du mir gegenüber,
Leere Augen, schmaler Mund.
Hab nette Worte für dich über,
Schick sie lächelnd dir hinüber,
Lass ein Freund mich sein, zur Stund’!
Bin Nacht um Nacht an dir zerronnen,
Deine Kälte trifft mich schwer.
Gar viel gegeben, nichts gewonnen,
Hoffend, darbend dich umsponnen.
Bald schon schaff’ ich’s nimmer mehr!
Und kann ich dich nicht mehr ertragen,
Schmerzlich ruf ich dann ade.
Zum Abschied möcht’ ich einzig sagen,
Sollt’ dein Herz einst nochmals schlagen,
Tu dir selbst nicht wieder weh.
Sonntag, 2. Mai 2010 § 6 Kommentare
So, eigentlich hab ich schon gar keine Lust mehr, die Aktionswoche »Schöner bloggen« abzuschließen. Ja, nach sieben Tagen spektakulärer Normalität gehe ich mental schon ein wenig auf dem Zahnfleisch. Macht aber nichts, ist selbiges doch noch sehr gesund für meine vorangeschrittenen fünfundzwanzig Lenze.
Kommen wir also zum Positiven und kehren das Negative galant unter den Teppich. Bin ich zwar nicht groß drin, lerne aber von den Besten und kopiere einfach mal ein wenig deren Attitüde. Ahem. Da wäre also die Tatsache, dass ich heute Morgen joggen war und wieder dieser lustige Wachmann auf dem Rasen vor dem Schloss Bellevue stand. Nicht, dass das an sich so unglaublich witzig wäre, aber es ist eben doch irgendwie amüsant, wie er da steht, so ganz allein und wahrscheinlich dem Gras beim Wachsen zuschaut. Tag für Tag. Kleine Erheiterung zu früher Morgenstund und damit ein Snack fürs Gemüt.
Tja, und dann war da ja gewissermaßen mein Sonntagsdate. Nicht dass ich so etwas jeden Sonntag tun würde, denn manchmal findet sowas ja auch freitags statt, aber heute ist nunmal Sonntag, also ist’s ein Sonntagsdate gewesen. Hm. Ob das jetzt allerdings das hoffnungsvoll erwartete Über-Erlebnis gewesen sein soll, weiß ich nicht. Vermutlich nicht. Und da ich mein Leben in der Öffentlichkeit ohnehin schon breiter trete, als man einen frischen und warmen Haufen Hundescheiße jemals treten könnte, will ich’s einfach dabei belassen, dass ich sage, es war nett. Also nett tatsächlich im Sinne von nett und nicht im Sinne von »Ich könnt kotzen«. Letztlich war’s aber wieder einmal so, als würde man versuchen, die Runde Form in die eckige Öffnung zu pressen. Das funktioniert bekanntermaßen ja nur beim Fußball, und beim Fußball waren wir dann ja doch nicht. Macht aber nichts, schließlich ist das hier immer noch meine Aktionswoche, und somit geht das ganz offiziell völlig in Ordnung. Inoffiziell ist das natürlich was ganz anderes. Im Zweifelsfall war’s jedenfalls eine nette Fingerübung.
Aber gut, damit schließe ich auch mal dieses fulminante Feuerwerk positiver Geistesergüsse meiner Wenigkeit ab und hoffe insgeheim, dass die nächste Aktionswoche, welcher Natur die auch sein mag, ein wenig ergiebiger dahergaloppiert kommt. Bis dahin.
Mittwoch, 10. Februar 2010 § 2 Kommentare
Da stehe ich also eben im Supermarkt. Aus den Kopfhörern donnern mir AC/DC entgegen – einfach, weil das derzeit nunmal so ist -, als mir doch eine Horde Männer mit Kinderwagen den Zugang zur Kasse verwehrt. Als würden sie sich auf ein Rennen vorbereiten, stehen sie da und warten höflich aufgereiht. Mit ihren kalorienarmen Einkäufen. Und ihren Kinderwagen! Wahrscheinlich bestückt mit Söhnen. Söhne, die zwar die Rolle des Vaters vorgelebt bekommen, jedoch mitnichten die des Mannes. Und die werte Frau Mama? Sitzt wahrscheinlich im kantig geschnittenen Businessdress und mit pseudomoderner Hornbrille im Büro und scheucht speichelleckende Lakaien durch die Gegend, auf dass sie ihr Kaffee darreichen mögen und Monatsberichte.
Habe ich erwähnt, dass Emanzipation seit jeher eine große Scheiße ist? Ich prophezeie, es kommt der Tag, da werden Männer wahlweise verzweifelt weinend zu Hause sitzen und ihren dramatischen Abgang planen oder aber mit dem Kinderwagen zum Einkauf marschieren. Nichts mehr sonst! Und Frauen werden sich Bärte wachsen lassen. Warum? Nun, einfach, weil sie’s auch können! Und spätestens dann wird die Menschheit wohl die unbequeme Wahrheit akzeptieren müssen, dass sie keineswegs ABC-Waffen braucht, um sich selbst in die Annalen der Erdgeschichte zu pusten. Jawoll, ja!
Donnerstag, 14. Januar 2010 § 8 Kommentare
Da ja noch so ziemlich Winter ist und mir die Worte, hm, nicht mehr wirklich viel bedeuten, werfe ich zum Tage einfach mal gereimte Tatsachen unters Volk. Kann man ja mal machen, sofern man’s nicht übertreibt. Finde ich.