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		<title>Root Beer – Teil III</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 14:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So wie dem Ingenieur nichts zu schwör ist, so treibt es auch den Forschergeist stets tüchtig voran. Und deshalb habe ich soeben die zweite Sorte Root Beer ausprobiert. Laut Dosenaufdruck »made with aged vanilla«. Aha. Schlimmer kann&#8217;s kaum werden, dachte ich jedenfalls, und öffnete todesmutig, nicht einmal einen Kotzkübel in Reichweite bereithaltend, die Dose, darauf gefasst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Root Beer? Bah!" src="http://img32.imageshack.us/img32/2076/rootbeer.jpg" alt="rootbeer Root Beer – Teil III" width="150" height="150" />So wie dem Ingenieur nichts zu schwör ist, so treibt es auch den Forschergeist stets tüchtig voran. Und deshalb habe ich soeben die zweite Sorte Root Beer ausprobiert. Laut Dosenaufdruck »made with aged vanilla«. Aha. Schlimmer kann&#8217;s kaum werden, dachte ich jedenfalls, und öffnete todesmutig, nicht einmal einen Kotzkübel in Reichweite bereithaltend, die Dose, darauf gefasst, mir einen weiteren Schluck flüssiger Schuhsohle einzuverleiben.</p>
<p>Tja, und was soll ich sagen? Wenn man sich bereits vorher darüber im Klaren ist, dass man sogleich nicht etwa ein süßes Erfrischungsgetränk, sondern eben flüssige Schuhsohle trinken wird, dann schmeckt das Zeug gar nicht mehr so widerlich. Nur noch ein bisschen widerlich sozusagen und weder kräuseln sich, wie befürchtet, die Zehnägel, noch stellt sich das (natürlich nur metaphorische) Rückenhaar auf. Vielleicht liegt&#8217;s an der Sorte, vielleicht auch nur an meinen seit gestern abgestorbenen Geschmacksknospen, ich weiß es nicht.</p>
<p>Muss ich aber trotzdem nicht mehr haben. In einer Welt, in der es Cola gibt, hat Root Beer irgendwie keine so richtige Daseinsberechtigung. Finde ich. Kuhpisse füllt man ja schließlich auch nicht in Dosen ab und fügt Vanillearoma hinzu.</p>
<p>Experiment beendet.</p>
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		<title>Root Beer – Teil II</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 19:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie gut, dass man in Berlin wirklich alles kaufen kann. Spätestens im KaDeWe findet man, was man sucht. Wenn auch zu horrenden Preisen. Aber ach, man lebt nur einmal. Zumindest so lange, bis man die erste Dose Root Beer geöffnet hat und tatsächlich von dem Drang befallen wird, eine Flasche Ajax in einem Zug ausleeren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Root Beer? Bah!" src="http://img32.imageshack.us/img32/2076/rootbeer.jpg" alt="rootbeer Root Beer – Teil II" width="150" height="150" />Wie gut, dass man in Berlin wirklich alles kaufen kann. Spätestens im KaDeWe findet man, was man sucht. Wenn auch zu horrenden Preisen. Aber ach, man lebt nur einmal. Zumindest so lange, bis man die erste Dose Root Beer geöffnet hat und tatsächlich von dem Drang befallen wird, eine Flasche Ajax in einem Zug ausleeren zu wollen. Wahlweise reichte es vermutlich auch, an einem toten Stinktier zu lutschen, um den Geschmack im Mund aufzubessern. Bah!</p>
<p>Ich habe zwei Sorten von dem Gesöff hier. Wie ich gelesen habe, tut der Amerikaner wohl gern noch eine Kugel Vanilleeis in sein Wurzellimonadengetränk. Gut, Eis habe ich zwar keines da, aber es gab neben normalem Root Beer auch welches mit Vanillearoma. Gerade eben probiere ich das vanillefreie. Bah! Bah, bah, baaah! Wie mag da nur das mit Vanille schmecken? Da kräuseln sich mir jetzt schon die Zehnägel.</p>
<p>Hat was von Schuhcreme, die mit Zucker versetzt und anschließend liebevoll mit Teer verfeinert wurde. Ich sehe meinen eigenen Gesichtsausdruck gerade nicht, aber ich spüre, wie er versucht, einen Weltuntergang in Mimik zu pressen. Wie kann man so was nur gern trinken? Mir wird ja jetzt schon ganz schummrig.</p>
<p>Den Vanlletest gibt es dann vermutlich morgen. Sollte ich die Nacht überlebt haben, denn es würde mich nicht wundern, sollten sich meine Innereien in Kürze zersetzen.</p>
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		<title>Root Beer &#8211; Teil I</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 20:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gebe es auf. Es ist einfach nicht herauszufinden, inwiefern eine UN-Resolution zum Frieden auf Erden, bzw. in Syrien beitragen könnte. Oder ich erwarte zu viel davon. Wie so oft quasi. Gut, beschäftige ich mich eben mit was anderem. Hat mal jemand Root Beer getrunken? Stephen King beschreibt das in seinem aktuellen Roman dermaßen schmackhaft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Root Beer?" src="http://img32.imageshack.us/img32/2076/rootbeer.jpg" alt="rootbeer Root Beer   Teil I" width="150" height="150" />Ich gebe es auf. Es ist einfach nicht herauszufinden, inwiefern eine UN-Resolution zum Frieden auf Erden, bzw. in Syrien beitragen könnte. Oder ich erwarte zu viel davon. Wie so oft quasi. Gut, beschäftige ich mich eben mit was anderem.</p>
<p>Hat mal jemand Root Beer getrunken? Stephen King beschreibt das in seinem aktuellen Roman dermaßen schmackhaft, dass ich fast die Seiten abgeleckt hätte. Der Amerikaner an sich tut wohl sogar noch eine Kugel Vanilleeis zur Geschmacks-äh-verbesserung hinein. Ein Kollege meinte vorhin, das Zeug schmecke ziemlich widerwärtig. Und anderswo war zu lesen, ein Deutscher würde sich nach dem ersten Schluck mit hoher Wahrscheinlichkeit den Mund mit Fußbodenreiniger ausspülen wollen.</p>
<p>Gut, das ist mir Herausforderung genug. Ich werde versuchen, irgendwo hier Root Beer zu bekommen &#8211; in Berlin kriegt man ja irgendwie alles &#8211; und anschließend davon berichten. Ob das hier nun wen interessiert oder nicht! Man soll ja alles mal probiert haben.</p>
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		<title>Die Syrienfrage</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 18:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ach so traurig]]></category>
		<category><![CDATA[Dummes Zeug von oben]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin dieser Tage ein wenig irritiert. Ein wenig sehr. Ich versuche nämlich, hinter den Sinn der UN-Resolution gegen Syrien zu kommen, die von Russland und China bekanntlich blockiert wird. Und weil ich offenbar so gar nicht gebildet genug bin, habe ich mich erst einmal schlau gemacht und meinen Freund Wikipedia gefragt, was denn eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin dieser Tage ein wenig irritiert. Ein wenig sehr. Ich versuche nämlich, hinter den Sinn der UN-Resolution gegen Syrien zu kommen, die von Russland und China bekanntlich blockiert wird. Und weil ich offenbar so gar nicht gebildet genug bin, habe ich mich erst einmal schlau gemacht und meinen Freund Wikipedia gefragt, was denn eine UN-Resolution überhaupt genau ist. In den Nachrichten erklärt einem das ja niemand. Da steht im Wortlaut:</p>
<blockquote><p>UN-Resolutionen sind Beschlüsse der Vereinten Nationen, die das Ergebnis einer Aussprache bestimmter Hauptorgane schriftlich festlegen. Sie enthalten Bewertungen und Forderungen, die sich auf Interpretationen beziehungsweise den Wortlaut der UN-Charta beziehen.</p></blockquote>
<p>Okay, klar soweit. Bashar al-Assad, Despot des Landes, lässt reihenweise rebellierende Landsleute meucheln &#8211; Männer, Frauen, Kinder, ganz egal, Hauptsache, der Aufstand wird niedergeschlagen. Dagegen sollte im Namen der Menschlichkeit was getan werden, so viel ist mal klar.</p>
<p>Nun wollen Russland und China das nicht. Teils aus Gründen der außenpolitischen Stabilität, teils aber eben auch auf rein wirtschaftlichen Interessen beruhend.</p>
<p>Mal angenommen, die Großmächte hätten einer Resolution zugestimmt. Was wäre das Ziel einer solchen? Hm, gute Frage. Sagen die Nachrichten ja auch nichts zu. Die SZ zitiert dazu jedenfalls:</p>
<blockquote><p>Hauptziel sei es, &#8220;der Gewalt und dem Morden ein Ende zu setzen und die Zivilisten zu schützen&#8221;.</p></blockquote>
<p>Aha. Und, ähm, wieee macht man das? Dem ein Ende bereiten? Zivilisten schützen? Indem man Herrn al-Assad verbietet, teuren Cognac ins Land zu importieren und ihm die Zigarren wegnimmt? Indem man ihm auf internationaler Bühne die Buhmannkappe aufsetzt? Ihm seine Augenarztlizenz aberkennt? Hm.</p>
<p>Oder doch ein Militärschlag, der das Land vermutlich direkt in einen Bürgerkrieg hineinkatapultiert? Davon ist bisher aber nie die Rede. Scheint so recht also eh nicht zur Diskussion zu stehen.</p>
<p>Na, die UN-Resolution wurde ja ohnehin abgelehnt, wozu also weiter in den leeren Raum hineinfragen? Ob man nun also Exporte nach Syrien stoppt oder, wie üblich, das Regime, uh, <em>scharf kritisiert</em> (ein herrlicher Ausdruck), den syrischen Machthaber mit dem fliehenden Kinn wird es kaum kümmern und es wird fleißig weitergemeuchelt, bis Ruhe im Karton oder einfach keiner mehr übrig ist. Solange auf Schweizer Bankkonten ein paar Milliärchen schlummern, kann der Rest der Welt ohnehin poltern, wie er will.</p>
<p>Tja, Außenpolitik ist schon irres Zeug. Ich komm da nicht so ganz hinter, wie das jetzt alles funktionieren soll. Ach.</p>
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		<title>Kein Kaffee? Kein Kaffee!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 21:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ach so traurig]]></category>
		<category><![CDATA[Am Lagerfeuer]]></category>
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		<description><![CDATA[Ach, kein Kaffee mehr da. Was in meinen schlimmsten Träumen nicht vorkommt, hat sich heute ereignet: Ein Blick in die Kaffeedose brachte nur gähnende Leere ans Tageslicht. Der Koffeinpegel ist inzwischen so weit runter, dass ich kurz davor bin, Tee zu trinken. Habe mich vorhin beim Bäcker sogar dabei erwischt, wie ich sehnsüchtig zum Kaffeeautomaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Kein Kaffee, verdammt!" src="http://img718.imageshack.us/img718/4460/nocoffee.jpg" alt="nocoffee Kein Kaffee? Kein Kaffee!" width="150" height="150" />Ach, kein Kaffee mehr da. Was in meinen schlimmsten Träumen nicht vorkommt, hat sich heute ereignet: Ein Blick in die Kaffeedose brachte nur gähnende Leere ans Tageslicht. Der Koffeinpegel ist inzwischen so weit runter, dass ich kurz davor bin, Tee zu trinken. Habe mich vorhin beim Bäcker sogar dabei erwischt, wie ich sehnsüchtig zum Kaffeeautomaten linste. Aber einen Becher Ekelkaffee in der Eiseskälte auf dem Weg nach Hause schlürfen? Nee, auch nicht das Wahre. Spätis? Haben nur Bier, keinen Kaffee. Bier ist kein Kaffee, eine furchtbare Wahrheit, wie sie nur das Leben schreibt. Und wo ich schon beim Schreiben bin: Während ich in seliger Kaffeenostalgie schwelge und den Notstand ertrage wie ein Mann, hier noch ein wenig Uralt-Content zum Thema Kaffee. Quasi eine Geschichte aus meinem Leben. Ungelogen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Evolution des Kaffeekonsums</strong><br />
Spätestens, seit sich die pseudo-coole Kaffeekette Starbucks wie die Pest auch in Deutschland ausgebreitet hat, ist das eigentlich doch recht biedere Getränk Kaffee eine Art Kult geworden &#8211; quasi der iPod unter den Getränken. <span id="more-5671"></span>Starbucks selbst verfolgt da eine ganz einfache Masche: Die verpassen nicht nur ihrem &#8220;schwarzen Gold&#8221;, sondern sogar den Bechergrößen ziemlich sexy klingende Namen, schütten zusätzlich zum eigentlichen Kaffee ordentlich Sirup dazu, um den im Grunde doch recht langweiligen Schweiß-Geschmack zu übertünchen und ihre Mischung so für viele Teuros an das zahlende Kundenvieh verkaufen zu können. Sollte das mal nicht klappen wie erhofft, so kann man bei denen ja auch lecker Kuchen und Kekse nachstopfen. Und für die Sparfüchse unter den Kaffeetrinkern haben die auch eine Geheimwaffe: Wenn man nämlich genau hinsieht, steht auf den Tassen ganz dezent &#8220;Klau mich&#8221; drauf. Doch ach, eigentlich möchte ich hier gar nicht über Starbucks, sondern über Kaffee schreiben.</p>
<p>Warum Kaffee? Manchmal hab ich einfach das Gefühl, der hält mein Herz in Bewegung. Bis es so weit kam, war&#8217;s allerdings ein weiter Weg. Als Kind gab&#8217;s für mich nur Kinderkaffee, aber das war ja eigentlich nichts anderes als getarnter Kakao &#8211; gemacht für kleine Leute, die sich mal so richtig erwachsen fühlen wollten. Dann saß man nachmittags eben ganz geschäftig tuend mit den Eltern am Tisch und schlürfte sein Gesöff wie die Großen. Und ganz ehrlich, ich fand das noch ein ganzes Stück cooler, als in lässiger Schräglage Malzbier aus der Flasche zu nuckeln. Bis ich allerdings richtigen Kaffee schätzen lernte, sollten noch einige Jahre ins Land ziehen &#8211; glücklicherweise, denn hätte ich selbigen in dem zarten Alter schon zu schätzen gewusst, wären bestimmt nicht mehr viele Jahre ins Land gezogen.</p>
<p>Die nächste Begegnung mit dem Kaffeezauber hatte ich etwa im Alter von 16 im Krankenhaus. Während man da so liegt und eigentlich nichts zu tun hat, lernt man doch recht schnell, kleine Dinge zu genießen. Man freut sich über ein Nickerchen, anschließend fiebert man schon wieder dem nächsten Essen entgegen, nur um sich gleich darauf wieder eine Mütze Schlaf zu gönnen. Fehlt eigentlich nur noch Sex, und alle menschlichen Grundbedürfnisse wären gedeckt. Allerdings war meine Freundin damals gerade im Urlaub, und außerdem wirkte ein blutiger Schlauch im Knie zu dem Zeitpunkt nur bedingt als Aphrodisiakum. Vielleicht auch, um das fehlende Bedürfnis auszugleichen, ließ ich mir dann regelmäßig statt Tee lieber Kaffee ans Bett reichen. Nachdem ich jegliches Aroma in der Tasse mit jeweils zwei Päckchen Milch und Zucker entschärft hatte, freute ich mich über den suuuuper tollen Geschmack und fand es in meiner Unwissenheit völlig unverständlich, weshalb ich das Zeug daheim immer wie der Teufel die Kirche gemieden hatte.</p>
<p>Nun muss man natürlich kein Hellseher sein, um zu ahnen, dass ich, kaum zurück zu Hause, beim ungepanschten Kaffee meiner Mutter wieder den Mund verzog, als hätte man mir eine Tarantel in die Unterhose gesteckt. Fortan mied ich das Zeug, bis ich einige Jährchen später während des Studiums unter hohem Leistungsdruck und damit schließlich vor der Wahl stand: Kiffen, rauchen, saufen oder Kaffee? Nach einigem Probieren entschied ich mich für die meiner damaligen Ansicht nach gesündeste Variante. Doch wie bei den Drogen begannen mein Mitbewohner und ich auch beim Kaffee mit der Einstiegsvariante: Nämlich Milka-Schoko-Cappuccino&#8230; Yummy! Während der abendlichen Philosophierunden in der Küche kamen da bestimmt fünf bis sechs Tassen pro Kopf zusammen. Drei Monate später offenbarte jedoch die Waage, was der Hosenbund eigentlich längst deutlich gemacht hatte: Acht Kilo (!) mehr auf den Hüften waren eindeutig ein Grund zum Umstieg auf das harte Gesöff.</p>
<p>Hart waren hier anfangs natürlich vor allem die Nebenwirkungen: zitternde und juckende Hände, Kopfschmerzen, Erschöpfung. Am Morgen danach meinte wiederum mein Mitbewohner gern: &#8220;Kaffee gibt dir heute die Energie von morgen.&#8221; Eine größere Wahrheit hat der nie vom Stapel gelassen. Na ja, durch&#8217;s Studium haben wir es trotz aller Koffeinschäden dann trotzdem irgendwie geschafft. Und spätestens, seit ich einen Bürostuhl warm halte, gehört der stündliche Kaffee sowieso zum guten Ton. Daheim sieht&#8217;s am Wochenende nicht anders aus: Das geliebte Suchtmittel muss immer greifbar sein. Waren es anfangs noch viel zu starke Filterkaffeebomben, die ich jedes Mal so herunterzuwürgen versuchte, dass sie die Geschmacksnerven auf der Zunge umschifften, wechselte ich dann doch kürzlich auf eine dieser sexy-kurvigen Senseomaschinen &#8211; quasi der iPod unter den Kaffeemaschinen. Deren Sorten klingen zwar nicht so sexy wie die bei Starbucks, dafür kommen sie aber aus diesen abgefahrenen Pads, tun ihre Wirkung UND SCHMECKEN, und ich kann sie aus meiner geklauten Starbucks-Tasse trinken.</p>
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		<title>Musikmottenkiste</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 13:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bisschen Kultur?]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Wochenausklang darf&#8217;s ein bisschen was Hörbares sein. Finde ich. Wer mich kennt, weiß, dass mein, öhm, Musikgeschmack der aktuellen Mode gern mal ein paar Jahr(zehnt)e  hinterherhinkt. (Dieses neumodische Gelumpe kann sich ja auch kein Mensch anhören, schimpft dann der Großvater in mir und droht mit dem Gehstock.)  Drum heute was von 1981, als meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Wochenausklang darf&#8217;s ein bisschen was Hörbares sein. Finde ich. Wer mich kennt, weiß, dass mein, öhm, Musikgeschmack der aktuellen Mode gern mal ein paar Jahr(zehnt)e  hinterherhinkt. (Dieses neumodische Gelumpe kann sich ja auch kein Mensch anhören, schimpft dann der Großvater in mir und droht mit dem Gehstock.)  Drum heute was von 1981, als meine Eltern mich quasi noch nicht mal erdacht, sich vermutlich auch noch gar nicht kennen gelernt hatten: »Dance With Me« von TSOL. Auch sehr hübsch das Musikvideo, das sicher nicht zum Song gehört, aber doch recht passend ist. Überhaupt, nichts gegen Skelette, wenn sie tanzen. So cool wie zeitlos.</p>
<p><a href="http://phan-thomas.de/2012/02/musikmottenkiste/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Ah, und gleich noch ein bisschen Musikunterricht.  Im Jahre 1989 brachten The Offspring ihr Debutalbum auf den Markt. Da war unter anderem das hier drauf:</p>
<p><a href="http://phan-thomas.de/2012/02/musikmottenkiste/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Kann man Inspiration nennen.</p>
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Gerade wieder auf YouTube gefunden: Ein super witziges Super ...</span></li></ul></div>]]></content:encoded>
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		<title>Joghurtgate</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 15:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Es ist ich]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen von den Alten]]></category>

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		<description><![CDATA[Genetisch bedingt müsste ich ein ziemlicher Raffzahn sein. Zwei erwachsene Personen, deren Genpool ich direkt entstamme, die hier allerdings ungenannt bleiben sollen, haben ein neues Hobby für sich entdeckt: Die Dame des Hauses isst für ihr Leben gern Joghurt. Eigentlich eine schiere Untertreibung. Könnte man das Zeug rauchen, sie würde es tun. Und wie es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Genetisch bedingt müsste ich ein ziemlicher Raffzahn sein. Zwei erwachsene Personen, deren Genpool ich direkt entstamme, die hier allerdings ungenannt bleiben sollen, haben ein neues Hobby für sich entdeckt: Die Dame des Hauses isst für ihr Leben gern Joghurt. Eigentlich eine schiere Untertreibung. Könnte man das Zeug rauchen, sie würde es tun.</p>
<p>Und wie es der Zufall will: In einem fußläufig erreichbaren Einkaufszentrum am Rande Berlins gibt es gerade Joghurt für lau. Zu Werbezwecken, versteht sich. Und pro Person nur ein Viererpack. Bisschen wie mit den Bananen in der DDR.</p>
<p>Was die Joghurwerbenden dabei vergeigt haben, ist die Datenerfassung: Name und Geburtsdatum, mehr wollen sie gar nicht haben.</p>
<p>Tja, nun rechne ich zwei Personen meiner näheren Verwandtschaft zu, die äußerst kreativ sind, wenn es um die Findung neuer Namen und glaubwürdiger Geburtsdaten geht, die sie möglichst immer einer anderen Person zur Erfassung überlassen. Ahem.</p>
<p>In der DDR hatte man das mit der Zuteilung wohl besser hinbekommen. Aber die waren in Sachen Datenerfassung generell auch weitaus geübter.</p>
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		<title>Steine der Weisen #3</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Steine der Weisen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das war eine der großen Wahrheiten des menschlichen Schicksals: Wenn man Papierwindeln brauchte, um das aufzusaugen, was der eigene Körper absonderte, saß man echt in der Scheiße.&#8221; -Stephen King, Der Anschlag Ähnliche Beiträge:Steine der Weisen #2 »Eine leere Garderobe hat etwas sehr Trauriges. In gewisser Weise ...Steine der Weisen #1 »Man kann nicht plemplem und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Das war eine der großen Wahrheiten des menschlichen Schicksals: Wenn man Papierwindeln brauchte, um das aufzusaugen, was der eigene Körper absonderte, saß man echt in der Scheiße.&#8221;</p></blockquote>
<p>-Stephen King, <em>Der Anschlag</em></p>
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		<title>Badass of science</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 18:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielkind]]></category>
		<category><![CDATA[Unglaublich online]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist nicht nur Namens- und Ideengeber der coolsten Waffe des guten alten Command &#38; Conquer &#8211; Alarmstufe Rot (siehe Foto), sondern, so man dem folgenden Link glauben mag, sozusagen der badass of science. Ein so aufschlussreicher wie amüsanter Artikel über den offenbar ziemlich durchgeknallten Wissenschaftler Nikolai Tesla, den ich hier schon lange mal teilen wollte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Teslaspule: Bzbzzbzzzzzzzzz!!!" src="http://img820.imageshack.us/img820/1948/teslacoil.jpg" alt="teslacoil Badass of science" width="150" height="150" />Er ist nicht nur Namens- und Ideengeber der coolsten Waffe des guten alten <em>Command &amp; Conquer &#8211; Alarmstufe Rot</em> (siehe Foto), sondern, so man dem folgenden Link glauben mag, sozusagen der <em>badass of science</em>. Ein so aufschlussreicher wie amüsanter Artikel über den offenbar ziemlich durchgeknallten Wissenschaftler Nikolai Tesla, den ich hier schon lange mal teilen wollte, wartet <a href="http://www.badassoftheweek.com/tesla.html">hinter dem Klick</a>.</p>
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		<title>Die Welt der geschäftlichen Mails</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 19:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PhanThomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Am Lagerfeuer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen von den Alten]]></category>

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		<description><![CDATA[Für geschäftliche E-Mails, die als ausgesprochen wild gelten, scheint sich über die Jahre ein reges Ökosystem herausgebildet zu haben, dessen sich der Berufskaffeetrinker von heute durchaus bewusst sein sollte. Es fällt auf, dass geschäftliche Mails immer im Rudel auftreten. Während ihre privaten Vettern ins Postfach plumpsen, wann immer sie Zeit und Muße haben, flankiert von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Wilde E-Mails" src="http://img20.imageshack.us/img20/3262/gnus.jpg" alt="gnus Die Welt der geschäftlichen Mails" width="150" height="150" />Für geschäftliche E-Mails, die als ausgesprochen wild gelten, scheint sich über die Jahre ein reges Ökosystem herausgebildet zu haben, dessen sich der Berufskaffeetrinker von heute durchaus bewusst sein sollte. Es fällt auf, dass geschäftliche Mails immer im Rudel auftreten. Während ihre privaten Vettern ins Postfach plumpsen, wann immer sie Zeit und Muße haben, flankiert von allerlei Spam rund ums männliche Geschlechtsorgan, fallen die geschäftlichen Exemplare entweder wie ein Bombenteppich ins Postfach oder gar nicht. Vorwiegend übrigens dann, wenn man gerade nicht am Platz sitzt, weil man mit dem Lieblingskollegen einen ausgedehnten Plausch in der Kaffeeküche hält und Milchschaum nuckelt oder aber wie ein gehetztes Reh von einem Meeting zum nächsten hastet. Und paradoxerweise tritt vermehrter E-Mail-Erguss vor allem vor Arbeitsbeginn und im Feierabend auf. Paradox ist das deswegen, weil die Absender gewohnheitsgemäß zu der Zeit auch nicht im Büro sind, auch wenn sie es auf die Nachfrage hin behaupten. Schon komisch, diese Sache mit dem Raum-Zeit-Gefüge.</p>
<p>Auch interessant der Aspekt der <em>nachträglichen Manifestation</em> von Mails im Postfach. Klingt ein bisschen abgehoben, ist aber keineswegs bloß Business Bullshit Bingo. Kollege A fragt etwa so was wie: &#8220;Hast du denn den HR-Newsletter gar nicht gelesen?&#8221; Kollege B fühlt sich keineswegs ertappt, rührt elegant in seiner Kaffeetasse herum, hebt dann die Augenbraue und antwortet natürlich wahrheitsgemäß: &#8220;Es gab einen Newsletter dazu?&#8221; Wahrheitsgemäß ist die Aussage, weil der Newsletter erst nach der Feststellung, dass man ihn nie erhalten hat, im Postfach auftaucht. Und zwar in der Vergangenheit und frecherweise auch noch als bereits gelesen markiert ist. Ein abstruses Phänomen, das jeder kennt, mit dem man aber stets allein im Büro ist. Verständnislose Blicke der anderen Kollegen, denen die nachträgliche Manifestation von Mails sehr wohl ein Begriff ist, die sich aber gerade auf der Sonnenseite wähnen und deswegen in falschem Mitleid die E-Mail vorsichtshalber noch mal an den betroffenen Kollegen weiterleiten, sind garantiert.</p>
<p>Eine Extremform der nachträglichen Manifestation tritt weniger häufig auf: die nachträgliche Manifestation einer Folgehandlung. Um das Beispiel des HR-Newsletters (Anm.: HR ist die gebräuchliche Abkürzung für Human Resources, einen Begriff, der jedem ambitionierten Betriebswirt feuchte Träume beschert und einen Menschen zum verfleischlichten Stück Kohle im Hochofen der Mikroökonomie degradiert.) noch mal herbeizuholen: Kollege B erahnt also, dass der Tatbestand der nachträglichen Manifestation einer geschäftlichen Mail vorliegen könnte. Kollege A leitet ihm, gelenkt von verborgenem Hohn, der unter dem Zuckerguss wohlwollender Kollegialität verborgen seine Sporen austreibt, die entsprechende Mail weiter und Kollege B merkt dazu an: &#8220;Aha, da steht ja tatsächlich was zur neuen Reisekostenabrechnung drin. Puh, das sieht wichtig aus. Werde ich gleich mal in den Ordner für wichtige interne Mails verschieben.&#8221; (Klingt so gesprochen natürlich äußerst bekloppt. Im wahren Leben klänge Kollege Bs Anmerkung eher so: &#8220;Grummel grummel nuschel, wichtig, grummel, Ordner, grummel, intern, nuschel.&#8221; Bürohengste kennen das.) Gesagt, getan und prompt stellt der gebeutelte Mitarbeiter fest, dass sich eine solche Mail bereits in seinem Ordner für wichtige interne Mails befindet. Er ist spontan Opfer der nachträglichen Manifestation einer Folgehandlung geworden. Ein Problem, das gemeinhin von den Betroffenen verschwiegen und daher nur selten thematisiert wird, das aber so nachhaltig auf Psyche und Körper wirkt, dass ein vorzeitiger Feierabend oft die direkte Folge ist.</p>
<p>Ein weiteres Kuriosum der geschäftlichen E-Mail-Welt ist das Verschwinden unabdingbar wichtiger Mails, sowohl in der Gattung erhaltener als auch der versendeten Mails immer wieder zu beobachten. Ein besonders tragisches Phänomen, wie jeder gewissenhafte Schreibtischknecht bestätigen kann, besteht doch das gesamte Fundament eines vermeintlich sicheren Arbeitsplatzes aus dem Archivieren von Mails, die zur richtigen Zeit an die richtigen Leute versandt wurden, um sie im Eskalationsfall wie Jokerkarten aus der Mailbox popeln und mit einem selbstgefälligen Lächeln vorweisen zu können. In Kürze: Cover your ass! Das zentrale Erfahrungselement eines jeden Berufslebens. Vielleicht auch ein Grund, weshalb alteingesessene Bürostuhlakrobaten dazu neigen, ihre E-Mails auszudrucken, um sie anschließend noch einmal zu lesen, zu bügeln und fein säuberlich im schwarzen Loch für Dokumente namens Leitz-Ordner abzuheften. Derart angekettete Mails wirken vermutlich beruhigend auf den Mailausdrucker, kann der sich doch einreden, im Kriegsfall alles schriftlich archiviert zu haben. Der Toner ist eben doch mächtiger als das Schwert und vor allem weniger unbeherrschbar als das Ökosystem der wilden geschäftlichen E-Mails.</p>
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