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Seit einiger Zeit hadere ich mit mir. Dinge, an denen ich früher viel Freude hatte, machen mir heute weniger bis keinen Spaß. Seit Monaten hinterfrage ich für mich die Sinnhaftigkeit dieser Seite hier beispielsweise, ich habe keine wirkliche Lust mehr, mir Gedanken über Texte zu machen, über deren Aufbau, darüber, ob sie lustig sind oder nicht. Vielleicht ist es eine (längere) Phase, vielleicht ist das Ding auch einfach durch.

Was mir dafür seit einiger Zeit Spaß macht, wozu ich allerdings viel zu selten komme (und woran ich selbst schuld bin), ist das Fotografieren. Vor etwas über einem Jahr habe ich mir eine Kamera gekauft, mich ein wenig in die Materie eingelesen, weil ich der Meinung bin, dass es immer gut ist, die Regeln zu kennen, wenn man sie brechen möchte, und weil es eben doch sehr gut zu wissen ist, weshalb ein Foto schlecht geworden ist, obwohl das Motiv doch so viel hergab und die Kamera so billig gar nicht war.

Ich bin nie über den Anfängerstatus hinausgekommen, mir fehlt auch das Talent, gute Motive ganz natürlich zu erkennen. Ich weiß, es gibt Menschen, die haben dafür ein gewisses Gefühl, die können das, ohne sich dieses geschulte Auge erst aneignen zu müssen. Mir geht das nicht so. Ich muss mir jedes Bild, jeden kleinen Fortschritt erarbeiten.

Aber genau daraus ziehe ich merkwürdigerweise meine Freude. Vor langer Zeit habe ich mir das Gitarrespielen beigebracht, und auch hier bin ich nie über den Anfängerstatus hinausgekommen. Allerdings macht's mir auch keinen wirklichen Spaß zu üben, meine Finger zu trainieren, weil ich einfach weiß, dass mir das Talent fehlt, dass das, was ich spiele, immer mittelmäßig klingen wird, weil meine Wurstfinger gerne danebengreifen. Mit den Bildern mag es auch so sein: Vielleicht werden die niemals besser, wahrscheinlich werden meine Fotos immer schlechter sein als die derjenigen, die einfach ein Auge fürs Motiv haben, aber trotzdem macht mir die Sache viel Spaß.

Ich glaube, das liegt in erster Linie an der Entschleunigung. Ich packe die Kamera in den Rucksack, dann geht's ab in die Natur und auf Motivsuche. Allein diese Suche ist so wahnsinnig beruhigend, und es ist wirklich unendlich befriedigend, etwas Schönes zu entdecken, die Kamera draufzuhalten und bei der Nachkontrolle festzustellen, dass man das, was man fotografieren wollte, wenigstens einigermaßen gut abgelichtet hat. Ich kann während des Fotografierens den Alltag vergessen, die permanente Lautstärke der Großstadt, den Erwartungsdruck des Berufslebens. Allein diese Pirsch macht mir wahnsinnig viel Spaß. Seien es Vögel, Insekten, irgendwelche Pflanzen, Bäume, irgendwas Spannendes gibt es immer zu entdecken. Vermutlich irgendein Kindheitserinnerungsdingsbums. Kleinigkeiten, auf die man im normalen Alltag nie achten würde, werden besonders, und genau das macht die Faszination aus. Und klar, nach einer Weile gehen auch dem blutigsten Anfänger die Fotos etwas leichter von der Hand, was auch ganz schön.

Ich mag auch die Natürlichkeit der Motive. Nie käme ich auf die Idee, Menschen zu fotografieren (abgesehen von meiner Freundin). Ich mag es, dass die Natur tut, was sie mag. Wenn sie geduldig ist, kann ich ein Foto machen, wenn nicht, habe ich eben Pech und warte in Ruhe auf die nächste Gelegenheit. Im Endeffekt bekommt man immer eine Situation, einen Moment, festgehalten in einem Bild. Bei Menschen sieht das anders aus: Sie halten still, begeben sich in Pose, sind daher immer ein Stück weit künstlich. Und ehrlich gesagt, ist gerade das Fotografieren für mich auch eine Art Flucht vor dem Alltag und damit auch vor den Menschen. Deswegen allein reizt mich persönlich Portraitfotografie auch überhaupt nicht. Aber das muss jeder für sich herausfinden.

Was jedenfalls das Fotografieren angeht, habe ich über die Zeit einige einfache Erkenntnisse gesammelt, die ich gerne weitergeben möchte (falls sich auch wer dafür interessiert):

  1. Kauft euch eine gute Kamera. Nicht die beste, um Gottes Willen, aber durchaus eine gute. Die gibt es schon für ca. 300 bis 400 Euro mit brauchbarem Einsteigerobjektiv. Damit kann man schon viel anfangen, die Ergebnisse sind um Lichtjahre besser als jede hochgelobte Smartphone-Kamera, und ihr werdet auf jeden Fall mehr Spaß haben als mit einer 60-Euro-Billigknipse aus dem Elektronikmarkt. Ich habe beispielsweise eine Nikon 3200 und bin damit größtenteils zufrieden. Inzwischen hätte ich gern ein paar zusätzliche Funktionen, die meine Kamera nicht hat, aber auch das gehört zum Lernprozess.
  2. Kauft nicht jeden Quatsch dazu, nur weil's euch jemand empfiehlt. Wer mit einer Kamera und einem guten Allround-Objektiv anfängt, kann damit alles tun, seine Grenzen austesten und, sind diese erreicht, immer noch entscheiden, ob es denn ein weiteres Objektiv sein soll, ein Stativ, diverse Filter, etc.
  3. Lest ein Buch! Echt, es hilft zu wissen, was Blende, Verschlusszeiten und ISO-Werte sind, wie die drei zusammenhängen und wie man damit seine Bilder beeinflussen kann, was bspw. Schärfebereiche, korrekte Belichtung und Bildrauschen angeht.
  4. Nutzt ruhig die automatischen Modi der Kamera. Am Anfang wollte ich alles manuell machen und einstellen, weil ich dachte, das gehört zum richtigen Fotografieren dazu. Aber nach einer Weile merkte ich doch, dass die Kamera es oft besser weiß und dass eben ein Autofokus verdammt viel schneller und genauer ist, als wenn ich manuell am Fokusring des Objektivs drehe.
  5. Macht euch bloß keinen Stress. Ich dachte anfangs, ich muss sofort wahnsinnig tolle Bilder von großartigen Motiven machen. Das ist aber Blödsinn. Im Zweifel halte ich die Kamera einfach drauf und schaue hinterher am Computer, ob sich das Bild verwerten lässt. Lieber ein Bild zu viel als eins zu wenig machen, lautet die Devise. Ein Reiz des Fotografierens besteht für mich auch darin, hinterher kleine Details in Bildern zu entdecken, die man während der Aufnahme gar nicht gesehen hat und die ein ansonsten langweiliges Foto vielleicht doch interessant machen.
  6. Nachbearbeitung! Auch so ein Ding, von dem ich anfangs dachte, ich dürfte es nicht brauchen, weil es eine Art Schummelei sei. Bilder aus der Kamera sind im Rohdatenformat oft etwas blass, manchmal auch zu dunkel, etc. Mindestens Tonwertkorrekturen (Buch lesen!) sollte man ruhig vornehmen und auch an den Farbreglern spielen kann ein erhabenes Erlebnis sein, wenn man damit erst mal ein blasses Bild in ein farbenfrohes verwandelt hat.
  7. Geht raus in die Natur! Wie gesagt, ich müsste es selbst öfter tun, aber ach ... Man muss nicht unbedingt große Reisen unternehmen. Auch (oder gerade) in Berlin bspw. gibt es viele schöne Ecken, wo man ganz in Ruhe fotografieren kann. Alte Friedhöfe sind immer dankbare Motivsammelsurien, aber auch die vielen Parks, die es hier gibt. Wer mal ein hüpfendes Eichhörnchen scharf abgelichtet hat, weiß, wie toll sich das anfühlt.
  8. Last but not least: Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Der große Nachteil einer Spiegelreflex ist ihre Größe und damit ihr Gewicht. Meine Freundin hat eine Sony RX100, die sehr kompakt und leicht ist, die aber meist mindestens genauso gute Bilder macht wie meine große Nikon, im Makrobereich (Buch lesen!) sogar deutlich bessere (da ich kein Makroobjektiv besitze – siehe zweitens). Zum Üben im Alltag tut's sicher auch mal eine gute Smartphone-Kamera. Ein Punkt jedenfalls, den ich mir auch mal zu Herzen nehmen müsste (aber siehe hierzu halt auch fünftens).

Vielleicht werfe ich demnächst mal ein paar mehr Ergebnisse hier auf die Seite. Ich hatte ursprünglich überlegt, ein Fotoblog zu starten, hab dann aber erst mal wieder davon abgelassen (noch mal: siehe fünftens). Bis dahin hier ein paar Bildchen, an denen ich wirklich Spaß hatte und noch immer habe:

Eichhörnchen in #Berlin #photography #nikon #d3200 #dslr #nature

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#Berlin #Tiergarten #Nikon #DSLR

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... und seine Beute? 😉 #berlin #kleistpark #schöneberg #fotografie #photography #natur #nature #nikon #d3200 #tamron

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Trolle im Grunewald #Nikon #D3200 #DSLR #Berlin

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Sommerzeit, Eiszeit. Früher war das etwas anders, da war für mich prinzipiell immer Eiszeit. Mochten draußen auch Minusgrade herrschen, ein paar Kugeln Eis passten immer zwischen Schnitzel zum Mittag und Vollkornbrot zum Abend. Inzwischen sehe ich das etwas anders. Liegt erstens daran, dass meine Freundin es ziemlich absurd findet, Eis zu essen, wenn man eh schon friert – was ich ja nun so gar nicht nachvollziehen kann, aber alleine Eis essen ist eben auch blöd. Zweitens liegt es aber vor allem an den Preisen.

Und hier sind wir an dem Punkt, an dem ich mich so richtig herrlich aufregen kann. Wer sommers durch die Fußgängerzonen der Republik flaniert, kommt nicht umher, festzustellen, dass eine Kugel Eis nirgends mehr für unter einen Euro zu haben ist. 1,20 Euro sind zumindest hier in Berlin schon eher normal. Wenn man sich in Touristen-Nap-Ecken über den Tisch ziehen lässt, ist man für eine Kugel Eis auch schnell mal 1,60 Euro los.

Das sind – Achtung, jetzt verwandle ich mich in einen provinziellen Hinterwäldler mit Zahnlücke und speckigem Feinrippunterhemd – ungefähr 3,20 DM. Zugegeben, die Rückrechnerei ist üblicherweise reichlich bescheuert und zeugt nicht nur von Verbohrtheit sondern auch davon, dass man die Wirtschaftvorlesungen geschwänzt hat. Aber hier beim Eis lässt sich so ganz gut der Vergleich ziehen. Im Jahr der D-Mark-Ablösung hielt ich eine Mark für eine Kugel Eis schon für eine ziemliche Frechheit. Das wären in Europreisen ja ungefähr 50 Cent gewesen. Nehmen wir jetzt eine jährliche Inflation von 2 Prozent an (seit ein paar Jahren ist sie deutlich niedriger, was aber wohl eher an Kraftstoffpreisen liegen dürfte), dann müsste die Kugel Eis 14 Jahre nach der Euro-Einführung ungefähr 65 Cent kosten. Tatsächlich ist sie aber doppelt so teuer. DOPPELT! Man stelle sich vor, 2002 hätte eine Kugel Eis zwischen 2,40 und 3,20 DM gekostet. Die Eisverkäufer hätte man doch mit Fackeln und Forken aus der Stadt gejagt.

Wie, zum Henker, kommt diese Teuerung zustande? Am Milchpreis kann es ja wohl kaum liegen, oder kommt Speiseeismilch ausschließlich von königlichen Kühen? Sind die Kugeln mundgeblasen? Ist Blattgold als Zutat enthalten? Zumindest gefühlt hat sich in den letzten Jahren kein Lebensmittel derart verteuert wie Speiseeis in der Eisdiele. Und was machen die Leute? Kaufen's trotzdem, wo wir wieder bei der Marktwirtschaft wären: Ein Gut wird immer so viel kosten, wie die Konsumenten bereit zu zahlen sind.

Und hin und wieder, das gebe ich zu, in schwachen Momenten, da erwischt es mich auch, und dann gebe ich eben doch über drei Euro (!!!) für drei popelige Kugeln Eis aus. Trotzdem: Dieser Zustand regt mich auf! Sehr sogar. Statt gegen Islamisierung auf die Straße zu gehen, sollte es einen großangelegten Protest gegen überteuertes Speiseeis geben. Mir ist der Spaß an dem Zeug nämlich leider gehörig vergangen.

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Im Februar dieses Jahres ist meine Großmutter gestorben. Die Beisetzung der Urne fand Ende desselben Monats statt – das erste Mal, dass ich auf einer Beerdigung bzw. Beisetzung rr. Ich hatte meine Großeltern immer als eine Einheit empfunden. Man sagt, Menschen gleichen sich an, je länger sie zusammen sind. Die beiden waren das beste Beispiel dafür. So ein richtig enges Verhältnis hatte ich zu ihnen nie, aber wenn meine Familie sie besuchte, als ich noch kleiner war, oder wenn sie zu Weihnachten oder Ostern zu uns kamen, dann nahm ich sie immer als untrennbares Ganzes wahr. Einzeln gab es sie gar nicht – zumindest für mich nicht. Wenn sie sich unterhielten, fielen sie sich gegenseitig in die Sätze – einer wusste es immer besser als der andere. Für Außenstehende hätte das manchmal wie ein Streit klingen können, aber so waren sie halt.

Vor allem machten beide auf mich immer den Eindruck großer Zufriedenheit. Meine Großeltern waren Kriegsflüchtlinge – gebeutelte Schicksale des Zweiten Weltkriegs. Von der Sandkastenfreundschaft schafften sie es bis zur Eisernen Hochzeit. Sieben Kinder gingen aus dieser Partnerschaft hervor, großgezogen in Jahren voller Entbehrungen. Vielleicht waren es all diese Entbehrungen aus Zeiten, die wir heute so zum Glück nicht mehr kennen, die meine Großeltern im Alter so zufrieden machten. Sie mussten keine großen Reisen unternehmen, um Erfüllung zu finden, fuhren stattdessen mit dem Auto in die nächste Stadt, aßen Kuchen, tranken Kaffee, waren stolz auf ihre Enkelkinder.

Als ich meinen Großvater Ende Februar wiedersah, war von der Zufriedenheit nichts mehr übrig. Von dem gut genährten Opa, der in meiner Erinnerung meistens eine Schiebermütze trug und immer lächelte, war ein ausgemergelter Mann übrig geblieben, dem der Anzug und sogar die eigene Haut zu groß zu sein schien. Da war nichts in seinen Augen als Trauer und Verzweiflung, als er mich ansah. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Eigentlich wusste ich nicht einmal, ob er mich überhaupt erkannte.

Die wichtigste Person in seinem Leben war gestorben und mit ihr für ihn die ganze Welt. Nach der Beisetzung stand er vor dem Grabstein, strich sanft mit der Hand drüber und sagte: »Mach's gut, mein Schnuckiputz.« So hatte er sie immer genannt.

Meine alltäglichen Ärgernisse und Problemchen, dieser Wunsch, das Leben noch ein Stückchen weiter zu optimieren, das Warten aufs nächste große Ereignis – all das schrumpfte zusammen. Was ist das schon wert, wenn der Mensch fort ist, der am wichtigsten ist?

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Jedes Mal, wenn ich einen meiner ohnehin inzwischen sehr seltenen Texte hier thematisch dem Älterwerden widme, rolle ich selbst mit den Augen und denke: Ja gut, der eine hier geht noch, nun ist aber Schluss mit der Heulerei!

Doch dann ...

Meine Freundin und ich waren am Wochenende in einem größeren Elektronikmarkt Nähe Ku'damm. Traditionell wandern wir hier die Games-Abteilung in einem der oberen Stockwerke auf und ab, nur um uns hinterher darüber zu ärgern, dass es einfach keine anständigen Spiele mehr gibt. Also gibt es schon, aber entweder besitzen wir die schon, oder sie passen einfach nicht zum eigenen Geschmack. Dennoch: Ich fühle mich immer ausgesprochen jung und aufgeschlossen, wenn ich nach Spielen schaue. Computer- und Videospiele sind eines meiner Hobbys seit dem siebten Lebensjahr, würde ich jetzt mal behaupten. Und wenn mich etwas zeitgemäßer macht als meine Eltern, als sie in meinem Alter waren (woran ich mich tatsächlich noch erinnere), dann ist das mein Interesse für Spiele. Ha!

Nachdem wir abermals nichts Spielbares fanden, gingen wir noch ins Erdgeschoss, um uns die Fitness-Tracker anzuschauen, die es derzeit so gibt. Den Unkenrufen zu diesen Teilen kann ich mich irgendwie nicht anschließen. Wenn ich eine Uhr trage, die mir zeigt, wie wenig ich mich eigentlich mal wieder den Tag über bewegt habe, dann ist das, finde ich, erst mal eine gute Sache. Zudem treibe ich recht viel Sport, vor allem laufe ich gern, und kann mittels GPS-Uhr meine Strecke planen, tracken, Intervalltrainings besser koordinieren, etc. Außerdem haben Fitness-Tracker zumindest für mich einen nicht zu unterschätzenden Motivationsfaktor: Die paar Schritte, um mein tägliches Bewegungspensum zu schaffen, gehe ich dann eben doch noch schnell zu Fuß. Man kann diese Art der Selbstoptimierung verteufeln, man kann das Thema aber auch einfach ignorieren, wenn man keinen Bock drauf hat, und was anderes tun.

Wie dem auch sei: Ein bisschen erinnert mich die Fülle an angebotenen Fitnessbegleitern an die Prä-Smartphone-Ära, als man in Elektronikmärkten noch hunderte unterschiedlicher MP3-Player kaufen konnte – von den Geräten einer gewissen Apfelfirma abgesehen eines hässlicher und unintuitiver zu bedienen als das andere. So auch bei den Trackern: Einigermaßen hübsch fand ich, von einigen Smart Watches abgesehen, einzig die Geräte von Fitbit, die eben mal nicht aussahen, als basiere ihre Gestaltung auf Designvorlagen, die Casio in den 80er-Jahren für seine Uhren als zu klobig ansah und in die Tonne warf.

Und wie das so ist in solchen Märkten, steht man keine zehn Sekunden an einem Regal, schon materialisiert ein »Berater« aus dem Nichts in den Raum hinein wie ein Bühnenmagier:

PUFF! (Knall und Rauch ...) »Sie interessieren also für Gerät XY.«

»Also ... äh ... eigentlich wollten wir nur mal gucken«, sagte ich so in etwa, aber das war dem jungen Mann natürlich egal, der augenblicklich anfing, die technischen Spezifikationen und Vorteile der Fitbit-Geräte, die er mal in irgendeiner Schulung eingeimpft bekommen hatte, herunterzubeten. Hat er auch ganz gut gemacht, ich konnte ein paar Rückfragen stellen und so tun, als wäre ich Sachen verbaler Kommunikation kein absoluter Vollidiot. Natürlich hätte ich nicht einfach was gekauft, ohne mich selbst noch mal unabhängig schlau zu machen, schließlich bin ich in Sachen Gadgets quasi Mann vom Fach: Wäre ich nicht in die DDR hineingeboren worden, wo ein klobiger drei Tonnen schwerer Fernseher mit Wackelkontakt das technisch Geilste unter der sozialistischen Sonne war, dann wäre ich anno 1984 vermutlich direkt mit einem Walkman in der Hand zur Welt gekommen.

Trotzdem fand ich das ganz interessant, was der Herr so erzählte, bis er dann – um auf die Einleitung zurückzukommen – diesen einen Satz sagte: »Also den XYZ feiere ich ja selbst am meisten.«

Ich muss selbst jetzt tief Luft holen ...

Keine Ahnung, vielleicht habe ich ja tatsächlich meine Kindheit und Jugend unter einem Stein verbracht, ohne es gemerkt zu haben, aber als ich jünger war, hat man so nicht geredet. Man konnte seinen Geburtstag feiern, Weihnachten, von mir aus auch Ostern (was ich nie verstand), aber wie kann man denn ETWAS feiern? Was für ein ekliger Slang ist denn das? Wo spricht man so? Wer hat sich das ausgedacht? Hat man das irgendwo tatsächlich immer schon so gesagt? Hab ich natürlich selbst nicht ganz zum ersten Mal gehört, aber jedes Mal, wenn jemand diese pseudocoole Formulierung hervorhustet, klappen sich mir vor Abscheu die Fußnägel hoch.

Hier war ich dann auch raus. Wer so was sagt, dem kaufe ich nichts ab, tut mir leid. Vielleicht gehöre ich, was sprachliche Trends angeht, echt schon zum alten Eisen, keine Ahnung, doch wenn man seinen Sympathielevel bei mir auf einen Negativrekord herunterfahren möchte, dann erzählt man mir, dass man etwas feiert, das kein Feiertag ist.

So, genug aufgeregt. Jetzt braucht der alte Mann erst mal seinen Mittagschlaf.

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Manchmal stehe ich morgens vor dem Spiegel und schaue diesen schönen Mann an. Ich drehe die Shampooflasche* dann um, weil meine Haarpracht sowieso nie den Level des Kerls auf dem Etikett erreichen wird. Etikettenschwindel ist das, suggeriert doch der werbende Aufdruck, man könne sich nach reichlich Gebrauch genüsslich mit den Händen durch die wallende Mähne fahren. Wallende Mähne ... die wüchse mir vielleicht am Kinn, würde ich nicht ab und an mit dem Gesichtsrasenmäher drüberfahren.

Und apropos Bart: In selbigem wachsen seit einiger Zeit zwei weiße Haare frech und fröhlich vor sich hin. Nicht eines, nein, es sind zwei – weil doppelt besser hält? Und nicht grau sind sie, sondern weiß. WEISS! An manchen Tagen fühle ich mich wahnsinnig jung und energiegeladen. An diesen Tagen sprechen die beiden weißen Haare zu mir und sagen: »Nope, du bist alt, Kollege. Nicht wahnsinnig alt, aber das kriegen wir auch noch hin. Und bis dahin sind wir zwei ein kleiner Vorgeschmack.« An anderen Tagen dagegen fühle ich mich schon von Haus aus alt. Ich stehe auf, strecke den Rücken durch und die Geräusche meiner Wirbelsäule ergeben eine saubere c-Moll-Tonleiter, gespielt auf einem hölzernen und morschen Xylophon. An diesen Tagen hätten die Ringe unter meinen Augen Anrecht auf eine eigene Postleitzahl. Stehe ich dann im Bad vor dem Spiegel, denke ich nicht mehr allzu vieles, nur noch: Puuuh!

Mein Hirn hat die manchmal blöde Eigenart, Erinnerungen nicht verblassen zu lassen. Verblassen tut regelmäßig nur, was ich morgen unbedingt erledigen wollte. Ich sehe das meiste von dem, was einmal war, noch ganz deutlich vor mir, fast als wären all diese Erinnerungen Miniaturausgaben dessen, was vergangen ist. Dioramen, in die ich hineingreifen kann, wenn ich möchte, fühlen, wie es damals war, ohne jedoch jemals wieder Teil dessen sein zu können. Das kann sehr zermürbend sein. Es ist grundsätzlich ja schön, wenn man sich erinnern kann, das weiß ich sehr wohl, aber manchmal ist es eben auch ein Fluch. Denn irgendwo in mir schlummert noch das Kind von damals, fragt sich morgens vor diesem blöden Spiegel, was plötzlich passiert ist, wer dieser Mann da ist, und meint damit nicht den üppig behaarten Typ auf dem Etikett der Shampooflasche.

Dieses Kind, hatte morgens regelmäßig den Haarwirbel am Hinterkopf niederzuringen. Ein Ärgernis, das heute nicht mehr existiert und somit direkt in ein anderes Ärgernis übergegangen ist: Sonnenbrände am Hinterkopf ... Dieses Kind stellte sich, während es sich kämmte, gern vor, dass sich hinter dem Spiegelschrank eine Geheimtür in irgendein gemütliches Fantasiereich verbarg. Na ja, im Wesentlichen ging es dabei darum, gedanklich der Schule zu entfliehen. Der Mann, der heute vor dem Spiegel steht, vermutet im Schrank allerhöchstens noch eine angefangene Packung Kopfschmerztabletten, sicher aber keine geheimen Türen.

Mit Anfang 30 steckt man in einer seltsamen Situation: zu alt um sich noch dauerhaft jugendlich zu fühlen und zu jung um sich weise fühlen zu dürfen. Dafür funktioniert der Verstand noch ausgezeichnet genug, um sich darüber Gedanken und Sorgen gleichermaßen zu machen. Mit Anfang 30 ist man quasi eine Ente: Kann nicht richtig gut fliegen, kann nicht wirklich gut schwimmen, schmeckt aber gut. Na immerhin!

Aber okay, genug der Altersärgernisse einstweilen, genug der Lethargie der vergangenen Wochen, auch wenn es hin und wieder mal sehr angenehm ist, nach Feierabend wenig produktives zu tun, tonnenweise Netflix-Serien wegzuatmen und ansonsten fünfe gerade sein zu lassen.

* Das mit dem Shampoo ist frei erfunden. Auf dem Zeug, das ist benutze, ist nichts aufgedruckt, abgesehen vom Markennamen und dem Hinweis, dass es sich um Shampoo handelt (und nicht etwa um Barbecuesauce).

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Als Kind schaute ich gern »Star Trek – The Next Generation«. Für diejenigen, die's nicht kennen, das ist die Serie, in der Patrick Stewart den Captain Jean-Luc Picard mimt. Ich musste gerade nachschauen, wie man den Namen schreibt, ein riesiger Fan war ich also nie. Aber in Ermangelung eines besseren Programms und weil die Titelmelodie so unfassbar gut war, schaute ich mir die Serie eben gern an. Ich konnte mit dem dort gezeigten Weltall nicht viel anfangen, konnte mir nicht vorstellen, wie das denn funktionieren sollte, das mit der Unendlichkeit, mit der Leere, der Weite. Für mich war der Weltraum tatsächlich ein Raum. Ein Raum mit Wänden, die man nur nicht sehen konnte, ein Raum, in dem Sterne funkelten, von denen ich nicht wusste, was sie eigentlich waren, außer funkelnde Dinger im Hintergrund. Ein Raum mit Boden, den ich mir immer als eine Art galaktischen Vogelsand vorstellte, weil ein Raum eben einen Boden haben musste, weil es ein Unten und ein Oben geben musste, weil mein kindlicher Verstand nichts anderes zuließ. Aber mich faszinierte die Vorstellung vom freien Reisen in einem Raumschiff. Wir hatten ja gerade erst die deutsche Teilung überwunden, da wurde Freiheit noch in viel kleineren Dimensionen gedacht, und nicht mal damit konnte ich wirklich was anfangen.

Später dann, ich war so um die zwölf, spielte ich mit Freunden oft Fußball auf dem Bolzplatz um die Ecke. Wenn wir besonders lange spielten und es schon dunkel wurde, kletterte ich gern am Tor hinauf und ließ mich ins Netz sinken. Dort lag ich dann und schaute in die Sterne. Immer wenn ich das tat, dudelte durch meinen Kopf die Titelmelodie aus »Star Trek – The Next Generation«. Ich stellte mir vor, wie dort oben jetzt irgendwo Raumschiffe fremde Galaxien erkundeten und Welten entdeckten, die sich hier unten niemand vorstellen konnte. Irgendwann in der Zukunft, so wusste ich, würden wir Menschen auch in der echten Welt das All bereisen. Irgendwann, das stand außer Frage.

Inzwischen habe ich die 30 überschritten. Die letzten Begegnungen mit der Zukunft, an die ich mich erinnere, waren die Vorstellung des ersten iPhone – ein Gerät, das ganz offensichtlich aus der Zukunft zu uns gekommen war und all die mittelalterlichen Murkstelefone wegfegte, mit denen wir uns bis dahin begnügen mussten – und zuletzt die Landung der Forschungssonde »Philae« auf dem Kometen »Tschuri«.

Und das war's dann leider auch schon. Gut, Wissenschafter haben zwischenzeitlich das Higgs-Boson gefunden, und bei der Kernfusion sind wir auch immerhin schon einen kleinen Schritt weiter, aber sonst so? Wo sind denn die Raumschiffe? Wo sind die fernen bewohnbaren Planeten, zu denen wir aufbrechen? Wo denn wenigstens die realistische Marsbesiedelung, die nicht ein Himmelfahrtskommando für alle Beteiligten darstellen würde?

Ich bin ernüchtert, so viele Dinge betreffend. Es geht mir gar nicht um die Kolonialisierung des Weltalls, die ich in meiner viel zu langen Einleitung ausgebreitet habe, es geht mir um die Menschheit, die so dumm ist, so unsäglich, unfassbar dumm, dass ich sie kaum mehr ertragen kann. Auch in meiner Sturm-und-Drangzeit habe ich zwar nie versucht, die Welt zu verbessern, aber ich hing doch einer Art unerschütterlichem Glauben an, es könnte alles mal besser werden. Wir würden unsere Konflikte bald gelöst haben. Wenn schon nicht durch die Beseitigung unserer Energieprobleme, dann doch zumindest durch das Internet. Wissen, Information und Kommunikation waren der Schlüssel. Wenn ich mit einem ganz gewöhnlichen Menschen in einem anderen Kulturkreis via Internet innerhalb von Sekundenbruchteilen Nachrichten austauschen konnte, dazu auch noch in der gemeinsamen Sprache Englisch, die so viele von uns zumindest einigermaßen beherrschen, dann musste es doch funktionieren, dass man einander versteht, sich akzeptiert und gemeinsam an Dingen arbeitet, statt sich über den Haufen zu schießen.

So dumm war ich damals. Echt jetzt.

2016 – gefühlt schießen wir uns mehr denn je über den Haufen. Vermeintlich intelligente Leute ziehen in Religionskriege, stützen sich auf angebliche Lehren aus uralten Büchern mit so hanebüchenen Geschichten, dass ich eher noch die Märchen der Gebrüder Grimm glauben würde. Menschen, die eigentlich aufgeklärt sein müssten, sprengen sich in die Luft, der angeblich fortschrittliche Westen schmeißt dem primitiven Osten unter dem Banner der Menschenrechte Bomben auf den Kopf, und unser ach so fortschrittlicher Wohlstand basiert auf der Ausbeutung des Planeten und der Ärmsten, die auf ihm leben. In Deutschland zünden derweil Volldeppen Unterkünfte für Zugereiste an wie zuletzt Anfang der 90er Jahre, und mittendrin in all dem Chaos stehen Menschen wie ich.

Menschen wie ich, die mal an das Gute glaubten, daran, dass nichts unmöglich sein würde, wenn man nur weiter daran arbeitete. Menschen wie ich, die keine Lust mehr auf andere Menschen mit ihrer unfassbaren Blödheit haben. Menschen wie ich, die sich lieber in Eskapismus üben, bevor sie vor lauter Schockstarre gänzlich in Handlungsunfähigkeit verfallen, und dabei auch noch Schuldgefühle wegen ihres Nichteingreifens bekommen. Ich hätte nie gedacht, dass es mal so weit kommen würde, aber ich fühle mich nicht mehr wohl. Nicht in dieser Stadt, nicht auf diesem Planeten. Ich habe Angst. Angst vor dem, was kommt, vor der Zukunft, die ich mal als so verheißungsvoll empfand. Ich möchte hier in Frieden leben, aber es scheint mir nicht mehr möglich.

Unter der Annahme, dass das Universum unendlich groß oder wenigstens unvorstellbar groß ist, müsste es doch wahrscheinlich sein, dass wir Menschen nicht die einzig intelligente Lebensform sind, die nach den Sternen greift. Warum sind wir dann anderen Zivilisationen noch nicht begegnet? Das sogenannte »Fermi-Paradoxon« befasst sich mit diesem Widerspruch. Eine von vielen Begründungen dafür ist, dass wir einander verpassen. Die Zeitspanne, über die eine Lebensform sich entwickelt und schließlich doch ausstirbt, bevor sie auf eine andere intelligente Spezies treffen kann, ist demzufolge schlicht zu kurz, gemessen am Alter des Universums. Das scheint logisch: Wenn man sich in diesem Sinne nach den Gründen für das Aussterben der Menschheit fragt, fiele mir in Anbetracht unserer aller Blödheit genug ein.

Vielleicht sind wir Menschen schon zu klug geworden, um nicht bescheuert zu sein, vielleicht sind auch einfach die meisten Menschen zu bescheuert, als dass die Klugheit obsiegen könnte, ich weiß es nicht. Schaue ich in den Sternenhimmel, sehe ich dort keine Menschen mehr, die mal fremde Galaxien erkunden werden. Wir werden vorher bereits ausgestorben sein, und die einzigen, die sich fragen werden, wie das jetzt passieren konnte, werden die Katzen sein, die auf ihr Mutterschiff zurückgekehrt sein werden, um sich eine andere dämliche Rasse zu suchen, die ihnen die Futterdosen öffnet.

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Ich habe mir mal vorgenommen, mich weniger aufzuregen. Wenn man darüber nachdenkt, wie gut es einem eigentlich im Gegensatz zu so vielen anderen Menschen auf der Welt geht, dann geht es doch ganz schön gegen das eigene Gewissen, sich ständig an Kleinigkeiten hochzuziehen. So viel zur Theorie. Praktisch ist es leider so, dass ich mich ganz hervorragend aufregen kann. Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass ich der perfekte Oppositionspolitiker wäre: Kritik kann ich – blumig gesprochen – einigermaßen schmissig formulieren, mit konstruktiven Verbesserungsvorschlägen dagegen sieht's mau aus. Ist mir aber wurscht. Da ich aber erstens kein Politiker bin, dies hier zweitens mein eigenes Blog ist und sich drittens gerade mein E-Reader nicht einschalten lassen möchte, rege ich mich jetzt nämlich über selbigen auf – in der Hoffnung, dass einer der Macher hier zufällig mal drüber liest. Und falls nicht: Mir doch egal!

Einen wohlmeinenden Test zum »tolino shine« habe ich bereits geschrieben. Wer nicht weiß, was das ist und meinen hervorragenden Test nicht lesen möchte: »Tolino« nennt sich die in Deutschland so ziemlich einzig relevante Konkurrenzgerätefamilie zum Amazon Kindle. Das Modell »shine« war bzw. ist das erste dieser Familie  und wird auch immer noch als Einsteigergerät verkauft. Grundsätzlich gilt auch alles noch, was ich dazu mal fabuliert habe: Robustes Gerät, über das auch mal ein Panzer rollen kann, ohne dass es Schaden nimmt, angenehm knackiges Schriftbild (wenn auch etwas blass), prima augenfreundliche Bildschirmbeleuchtung, falls man mal im Dunkeln unter der Bettdecke lesen möchte, bzw. der DB-Fernzug gerade mal wieder etwas länger – sänk ju for träwelling ... – im Tunnel feststeckt.

So, jetzt aber! AAABER! Diese Software! Software ist – wenn man in der Branche arbeitet, weiß man das – nicht gerade des Deutschen bestes Pferd im Stall. Eher ein lahmer Brauereigaul, der aus dem letzten Loch pfeift. Als ich den »tolino shine« damals gekauft habe, war er einigermaßen flott. Die Software konnte nicht viel, aber mir war das egal. Ich wollte Bücher drauf laden und sie lesen, Punkt! Hat sich bis heute nicht geändert. Das ging prima, doch inzwischen wurden einige »Features« nachgeliefert, die keine Sau braucht. Grundsätzlich sind Softwareupdates ja was Schönes: Dem Hersteller liegt was am Gerät und am Kunden, sehr löblich also. Wenn aber diese Software wie beim »tolino shine« dafür sorgt, dass das Gerät so träge wird wie ich am Sonntagmorgen vorm ersten Kaffee, dann ist das schon ein bisschen frech. Es kommt nicht selten vor, dass sich der Reader nicht mal mehr einschalten lässt. Da hilft nur, einen Zahnstocher im Haus zu haben. Den braucht man nämlich, um an den kleinen Resetknopf neben dem USB-Anschluss zu kommen. Sehr schön sind auch plötzliche Neustarts während ich das Gerät verwende, die dann gerne mal fünf Minuten lang dauern. Was macht das Ding in der Zeit? Primzahlen berechnen? Sehr angenehm, wenn man morgens im Bus zehn Minuten Zeit zu Lesen hat. Als würde ich nicht schon oft genug auf Ladebildschirme schauen, muss ich das nun auch noch während des Lesens? Bah!

Dann diese elende Anmelderei! Ey Leute! Es gibt Menschen, die sind weniger technikaffin als ich. Ältere Menschen beispielsweise, die damit aufgewachsen sind, dass ein Farbfernsehgerät mit vier Sendern mal der neuste Schrei der Technik war. Die sitzen jetzt vor dem »tolino« und wollen die digitale Variante irgendeines staubigen Reklam-Heftes lesen, müssen sich aber alle Nase lang mit ihrem Account anmelden. Du möchtest ein Buch kaufen? Meld dich an! Du hast ein Buch am PC gekauft und möchtest es per Synchronisation auf den Reader laden? Meld dich endlich an! Du möchtest auf dem Reader im Shop stöbern? Meld dich an, verdammt noch mal! Alter! Wenn ich das einmal machen muss, ist es ja okay, aber beim »tolino« muss ich das dauernd tun. Für Leute, deren Passwort 123456 lautet, mag das in Ordnung sein, wer aber so paranoid ist wie ich und seine eigenen Passwörter gar nicht kennen möchte, sondern sie in einer cleveren Passwortverwaltung hält, der guckt abends im Bett in die Röhre, wenn er zum E-Reader greift.

Besonders schön ist auch, wenn das Anmelden auf dem Gerät nicht funktioniert (wie gerade jetzt nach dem Reset!!!11!), weil die Seite nach dem erfolgreichen Login nicht angezeigt werden kann. Die Seite nach dem Login? Genau, wenn man es sich nämlich leicht machen möchte – wie im Fall des »tolino« –, dann benutzt man einfach die eh schon vorhandene Internetseite, um die Anmeldung auf dem Gerät umzusetzen. Tolle Wurst! Nun will ich ein Buch draufladen, das ich gerade gekauft habe und kann es nicht tun. Und das 2016! Da könnte ich strahlkotzen! Immerhin: Klappt's dann mit dem Anmelden doch, dann funktioniert die Synchronisation problemlos. Neu erworbene Bücher sind ratzfatz auf dem Gerät.

Aber dann, und hier muss ich ausholen: So wie Mose, wenn man an derlei Kram glaubt, irgendwann von seinem Berg heruntergekraxelt kam, um den Menschen die zehn Gebote zu bringen, muss auch Satan zwischenzeitlich mal aus seiner kuschligen Hölle gekommen sein, um dem Menschen Adobe DRM zu bringen. Adobe DRM ist der mistige Kopierschutz, mit dem E-Books ganz gern mal versehen werden. Eine Gängelung sondergleichen! Möchte gerne mal Mäuschen spielen, wenn ein/eine BuchhändlerIn dem Altersrente beziehenden Kunden erklärt, wofür er jetzt zum Lesen eine Adobe-ID benötigt. Ohne die kann man kopiergeschützte Bücher nämlich nicht lesen. Und es kommt teilweise noch schlimmer: Eine von mir gekaufte Ausgabe des Buches »Sternenkrieger« von Robert Heinlein war derart DRM-verseucht, dass ich alle paar Male, wenn ich weiterlesen wollte, vorher meine Adobe-ID eingeben musste – inklusive Passwort. Dass meine Passwörter nicht 123456 lauten, habe ich bereits erwähnt, nech? Vielleicht können die Macher der tolino-Software auch gar nicht so viel dafür, keine Ahnung, aber trotzdem: Wenn ich ein Buch kaufe, möchte ich dafür nicht bestraft werden, indem mir Adobe mit seiner bescheuerten ID auf den Sack geht. DAS! GEHT! GAR NICHT! Mit schwarzkopierten Büchern hätte ich dieses Problem nämlich nicht. Und außerdem: Amazon, der unsympathische Internetriese aus Übersee kriegt's doch auch hin.

Also bitte bitte, liebe tolino-Hersteller: Kriegt mal die Performance eurer Software in den Griff und macht, dass ich nicht mehr 'nen Zettel mit Passwörtern neben dem Bett liegen haben muss, wenn ich abends vorm Schlafen noch mal lesen möchte. Zwohundert Puls wegen eines Login-Bildschirms tragen nämlich nicht gerade zu meiner Nachtruhe bei. Ansonsten hab ich nichts zu beanstanden, danke!

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... hab mich nur versteckt.« Ich hasse übrigens Westernhagen. Trotzdem hätte ich dem zitierten Lied auch gern das »Ich bin wieder hier – in meinem Revier« vorangestellt, aber das wäre wohl nicht so ganz wahr. Ich habe mal wirklich gern geschrieben. Mal Sinnloses, mal (hoffentlich) Lustiges, hin und wieder habe ich mir auch wirklich Mühe gegeben, mir Geschichten auszudenken. Das alles war mal mein digitales Zuhause, ein Ventil, meine Art von gesundem Eskapismus.

Mit noch nicht Mitte 20, als das Leben relativ scheiße war, saß ich vor meinem röhrenden PC und dachte: Ja, und nu? Das war's jetzt? Ich fing dann (wieder) mit dem Schreiben an, was ich schon mal versucht hatte, es dann aber aus Gründen wieder sein lassen hatte. Diesmal war's mir doch ernst. Von meinem Textverständnis her war ich auch gar nicht mal so schlecht, obwohl ich wahrscheinlich nicht gerade mal eben einen konsistenten Roman aus dem Ärmel hätte schütteln können. Kurzgeschichten und lustige Textchen aus dem Leben waren ja auch was. Das half mir, ein bisschen zu entfliehen, wenn mir das Leben zu sehr in Richtung dessen ging, wie ich es nie führen wollte. Ich hatte nie vor, ewig in der IT zu arbeiten, mit der ich nie warm wurde, und so war das Schreiben für mich auch immer eine Option, in weiter Ferne mal was draus zu machen. Ein Plan B quasi, sogar ein Masterplan vielleicht, irgendwas, um dem zu entfliehen, was ich nicht ewig machen wollte.

Und um nicht einfach nur dazu sein. Dass das Leben gefühlt an einem vorbeizieht, ist unvermeidlich, wenn nicht gerade jeder Tag anders ist als der davor. Aber wenn es das schon tut, kann man ja wenigstens versuchen, das bisschen Zeit zu nutzen, um etwas Bleibendes zu schaffen. Nicht, dass ich je geglaubt hätte, irgendwas von meinem bisherigen Geschreibsel könnte überdauern, aber was wusste ich denn, was noch kommen würde? Denn hey, mit Anfang 20 war so was von noch alles drin!

Tja, und jetzt? Mit Anfang 30? Alles irgendwie kaputt. Es fühlt sich nicht mehr gut an, das Notebook aufzuklappen, den Cursor über die Seite des Textverarbeitungsprogramms wandern zu lassen. Es fühlt sich sinnlos an, unbrauchbar. Ich bin nie über den Punkt hinausgekommen, dass ich eigentlich nur selbst mein einziger Leser war. Woran's lag? Darüber habe ich oft nachgedacht, und sicher in erster Linie an mir. An meinem Unvermögen, Interesse zu wecken, oder zumindest überhaupt halbwegs interessante Texte zu fabrizieren. Das klingt alles sehr selbstmitleidig, aber so fühlt sich's an.

Schuld ist auch das Internet, das sich in den letzten Jahren so verändert hat, und das mir den Spiegel vorhält wie früher nie. Aus der kleinen gemütlichen Filterblase, in der ich mich bewegte, ist eine ziemlich große solche geworden. Twitter, Instagram, vor allem großartige Blogs (Facebook lasse ich mal weg) – alles Plattformen, die ich beobachte. Ich habe meine »Favoriten«, ich sehe, was die Leute aus ihrer Basis machen, was sie fabrizieren. Da fotografiert einer irgendwas halbwegs Lustiges, das Bild hat keinen künstlerischen Mehrwert, nichts Ansprechendes, und dennoch: Allein die Reichweite ist so viel höher als die, die ich je hatte. Von tollen Artikeln, die ich nie schreiben könnte, ganz abgesehen.

Kurz: Ich krieg's einfach nicht gebacken. Das Internet zeigt mir das heute in einem Maße, dass ich's unerträglich finde. Das, nun ja, ist der Status quo. Ich sitze in einem Loch und komme nicht raus. Meine Unzufriedenheit mit der beruflichen Situation tut da vermutlich ihr Übriges. Und dieses Gefühls wegen würde ich jetzt gern sagen, dass das hier mein letztes Posting war und es auch wirklich gern so meinen und erleichtert das Notebook zuklappen. Dann würde mir aber was fehlen, und bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. Wer weiß, was noch wird? Vielleicht findet mich die Lust am Schreiben ja wieder, wenn ich sie schon nicht finden kann.

Manchmal reicht es ja schon, sich einmal ausgekotzt zu haben, auch wenn's fast keiner liest, außer man selbst. Das jedenfalls ist der Grund, weshalb ich in den letzten Monaten eigentlich kaum mehr was zustande bringe.

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Secret of Mana
»Secret of Mana«

In grauer Vorzeit, also irgendwann Mitte der 90er Jahre, fuhr ich gern mit meinen Eltern in große Einkaufszentren. Lust auf Klamottenläden hatte ich natürlich keine, viel mehr spurtete ich sofort in den nächsten Elektronikmarkt, um dort den Tag an den Spielekonsolen zu verbringen, die sie dort hatten und die ich armer Tropf eben nicht besaß. Es war die Zeit des Super Nintendo. »Donkey Kong«, »Mario Kart«, »Super Mario World«, das waren die Spiele, die dort meist liefen. Ich war ein Sega-Kind, besaß selbst drum keine Nintendo-Konsole, und spielte daher alles ganz gern mal. Besonders faszinierte mich aber, wenn auf einer der Konsolen »Secret of Mana« lief. Das war ein Action-Rollenspiel, dessen Mechanik ich nicht ganz verstand, weshalb ich auch nie besonders weit kam, das sich aber in einer Hinsicht von den anderen genannten Spielen unterschied: Man konnte nicht nur nach links und rechts laufen, sondern sich frei in einer isometrisch dargestellten Welt bewegen, Häuser betreten, Bewohner treffen.

Das war neu für mich. Eine ganze Welt stand mir da offen! In meiner kindlichen Unwissenheit konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass die Entwickler die Welt irgendwie begrenzt haben könnten. Bei allen anderen Spielen, die ich kannte, war das einfach: Scrollte der Bildschirm nicht weiter, ging es eben auch nicht weiter. Aber bei »Secret of Mana« schien mir das anders zu sein. Ich konnte ja gehen, wohin ich wollte. Wie sollte es da also Grenzen geben? Gern hätte ich die Welt vollständig erkundet, entdeckt, was hinter dem Offensichtlichen auf mich wartete, aber meist waren meine Eltern dann eben doch schneller mit dem Shopping fertig, und so musste ich eben wieder mit zurück.

Der nächste Wow-Moment kam, als ich zum ersten Mal den Werbespot zu »Super Mario 64« im Fernsehen zu sehen bekam. Hier konnte man sich als Mario nicht nur frei durch die Welt bewegen, nein, plötzlich war auch noch alles dreidimensional. Die räumliche Tiefe faszinierte mich. In diesem Spiel konnte es doch erst recht keine Grenzen geben. Wie sollte man in einem solchen Spiel an den Rand einer Welt kommen, wenn der Bildschirm doch gar nicht mitscrollte, sondern wie eine Kamera hinter der Spielfigur blieb? Leider kauften mir meine Eltern kein Nintendo 64, sodass ich diese Frage für mich nicht klären konnte.

Witzigerweise war es auch gar nicht die bonbonbunte Mariowelt, die mich gedanklich so faszinierte, sondern die Vorstellung davon, wie wohl die Welt hinter dieser Welt aussehen würde. Wenn es keine Grenzen mehr gab, konnte man doch überallhin gehen, oder? War es, wenn ich nur weit genug lief, vielleicht möglich, die Welt zu erkunden, in der ich lebte? Eine Eins-zu-eins-Entsprechung der realen Welt quasi? Wo würde ich hingehen? Würde ich unser Haus suchen? Bei den Freunden vorbeischauen? Mit Mario durch meine Schule rennen und Lehrern auf den Kopf hüpfen?

Dass die Entwickler nur so viel von der Welt erstellt hatten, wie für das Spiel nötig war, konnte ich mir nicht vorstellen, bzw. kam ich einfach nicht auf die simple Lösung: Wenn ein Leveldesigner nicht möchte, dass ich unendliche Weiten vor mir habe, dann setzt er mir eben einen Abgrund vor die Nase. Oder eine Wand. It's that simple! Vielleicht wollte ich mich aber auch einfach nur in ein Spiel hineinträumen, das grenzenlos war.

Heute sind wir der Sache schon ein gutes Stück näher gekommen. Wenn ich »Fallout 4«, »GTA 5« oder aktuell »The Witcher 3« spiele, dann kann ich stundenlang durch die offenen Welten der Spiele streifen, ohne an irgendwelche Ränder zu gelangen. Ich kann auf Entdeckungsreise gehen, finde Schätze und kleine liebevolle Details, die von den Entwicklern für mich in den hintersten Winkeln der Welt versteckt wurden. Ich rede mit den Bewohnern, mische mich in ihr Leben ein, kann nahezu jedes Gebäude betreten und mit allem interagieren, was mir vor die Nase kommt.

Doch dann, wenn mich gerade die Begeisterung gepackt hat und ich immer weiter und weiter gehe, wird die Welt plötzlich ungemütlich. Scharfe Winde zwingen mich in »Dragon Age: Inquisition« zum Umkehren, reite ich mit dem Hexer Geralt in »The Witcher 3« zu weit hinaus, warnt mich das Spiel: »Hier sind Drachen, kehr um!« Dann möchte ich seufzen und denke wieder zurück an meine Kindheit, daran, wie ich in »Super Mario 64« auf die Suche nach unserem Haus gehen würde. Wie sie wohl sein würde, die Welt hinter der Welt?

Im AffenhausAuf der Suche nach einer Kerze (immer diese kreativen Weihnachtsgeschenke) waren meine Freundin und ich neulich – da muss ich tief durchatmen – im »Bikini Berlin«. Nicht, dass nebenan nicht auch ein Weihnachtsmarkt gewesen wäre, auf dem fünf fantastilliarden Sorten an Kerzen verkauft wurden, aber nee, irgendwie sagte uns das alles nicht zu. Wenn man schon Kerzen schenkt, dann richtig. Aber gut, zurück zum »Bikini«: Dabei handelt es sich nicht etwa um extragroße Damenbademode, die man betreten kann (obwohl man solche extravaganten Konstruktionen den Berliner Stadtplanern mit ihrem Stahlbetonfetisch ja durchaus zutraut), sondern um ein Einkaufszentrum. Na ja, oder um so etwas Ähnliches.

Genau genommen habe ich noch nicht verstanden, was das »Bikini« eigentlich genau sein möchte. Laut Webseite eine »Concept Mall«. Und damit fängt der Irrsinn auch schon an. Optisch schaut das Ding von innen aus wie das »Alexa« am Alexanderplatz von außen: grausig! Alles hat diese Warenlageratmosphäre: Die Decke voller Rohre und wirr verlaufender Kabelkonstruktionen, die Wände nicht verkleidet, also ziemlich genau so, wie der BER anno 2015. Überall stehen Kisten im Weg, von denen man eigentlich meinen möchte, jemand hätte sie beim Einräumen vergessen, aber dann sitzt eben doch schon wieder ein komisch anmutender Berliner drauf und schlürft sein Tässchen Was-auch-immer-mit-Biosojamilch. Geschäfte gibt es dort natürlich auch. Alles wirkt ein bisschen wie in »Mad Max«, nachdem da einmal feucht durchgewischt wurde: Zusammenimprovisierte Miniboutiquen aus Bretterzäunen, Baupaletten und Maschendraht zusammengefriemelt, und drinnen oder daneben steht eine gelangweilte Verkaufskraft, die sich aufgrund des mageren Warenangebots so wenig bewegen muss, dass man sie auch für eine Schaufensterpuppe halten könnte. Aber ich weiß schon, das muss so, das gehört zum Konzept.

Apropos Konzept: Das erschließt sich mir nämlich nicht wirklich. In den größeren Geschäften mit dekadent üppiger Verkaufsfläche stehen lediglich zwei, drei Tischlein, auf denen ... Dinge platziert wurden, die entweder Verkaufsartikel oder Deko sind oder beides. Meist sieht das, was da an potenzielle Kundschaft mit ausgeleiertem Geldbeutel vertickt werden soll, so aus, als hätte man zwei willkürliche Gegenstände in einen Teilchenbeschleuniger geschmissen, um sie kollidieren zu lassen und das verknäulte Ergebnis dann als Kunst auszugeben. Zumeist haben wir das nur vom Schaufenster aus festgestellt, weil wir uns nicht wirklich trauten, die Läden zu betreten, denn merke: Ein leeres Geschäft und ein gelangweilter Verkäufer bergen immer die Gefahr, dass man mit Beratungsgesprächen vollgeballert wird, sobald man auch nur einen Viertelfuß in den Laden setzt. Der Traum eines jeden, der lieber online bestellt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Geschäfte ihr ach so individuelles Konzept schon am Namen herausstellen wollen, der dann auch so gar nichts darüber aussagt, was einem drinnen eigentlich angedreht wird. Das alles geht so weit, dass ich mich fast nicht traute, aufs Klo zu gehen, weil ich nicht sicher war, ob sich hinter der Tür mit den goldenen Lettern »WC« tatsächlich ein Lokus oder doch wieder nur ein Klamottenladen verbarg.

Aber wie gesagt, gehört eben alles zum Konzept. Man kann sich schließlich schlecht »Concept Mall« nennen, wenn dann hinter der Tür doch nur Kik und Lidl warten. Ich will das »Bikini« auch gar nicht zerreden, auch wenn das hier eventuell, also nur vielleicht, ein kleines bisschen so wirken könnte. Das Ding war brechend voll, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass da irgendwer tatsächlich mal eine Lampe aus rostigem Stacheldraht und ein paar Glasscherben für tausend Euro kauft. Das Ding ist quasi der Gegenentwurf zu den Ikeas und H&Ms dieser Welt: Hier ist alles und jeder so fürchterlich individuell, dass man eigentlich nur dann auffällt, wenn man bei Ikea und H&M einkaufen geht. Alles ist so hip, hipster wird's definitiv nicht. Anders ausgedrückt: Wir sind einfach die falsche Klientel. Zu einfach, zu provinziell, zu Kassengestell. Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem Salz und Pfeffer im Essen das höchste aller kulinarischen Gefühle waren. In einem solchen Shoppingtempel fühle ich mich wie Charlton Heston auf dem Planeten der Affen (die übrigens ihr Gehege – kein Witz – direkt nebenan haben), und das fasst für mich auch alles zusammen, was man darüber sagen kann.

Ach ja, Kerzen gab's dort übrigens keine.