Nachruf: Einem guten Menschen gewidmet…

Ausnahmsweise soll es hier an dieser Stelle mal nicht um Gemeckere oder witzige Computerspiele gehen. Diesen Post möchte ich einem ganz besonderen Menschen widmen, der leider Gottes mit etwa 40 Jahren viel zu früh von dieser Welt gehen musste: Meinem ehemaligen Musiklehrer Herr Schmidt. Denn wie ich gerade erfahren hab, ist er nun endgültig seinem jahrelangen Krebsleiden erlegen.

Als ich noch unschuldige zwölf Jahre alt und gerade ein Frischling auf dem Gymnasium war, da kam Herr Schmidt in unserer ersten Musikstunde ohne viele Worte in den Raum, setzte sich ans Klavier und schmetterte lauthals „Let It Be“ von den Beatles. Dieser Auftritt blieb in mir hängen, und noch heute denke ich beim Gedanken an den Musikunterricht in der Schule in erster Linie an diese Showeinlage.

Später, so in der elften Klasse, wurde Herr Schmidt dann unser Geographielehrer. Und ich habe niemals zuvor und niemals danach je wieder erlebt, wie sich ein Mensch so für ein Themengebiet begeistern konnte. Wenn ich hier sage, dass überall im Obergeschoss des Gebäudes seine leidenschaftlich gesammelten und katalogisierten Steine lagen, dann kann man sich das Ausmaß vielleicht ein wenig vorstellen. Sogar auf diejenigen, die sich für Geographie sonst so gar nicht erwärmen konnten, hatte seine Art, Schüler zu motivieren, eine ganz besondere Wirkung. (Ich selbst war so jemand…)

Was ich ganz besonders niemals vergessen werde, ist die einzigartige Radtour durch’s wunderschöne Havelland, die Herr Schmidt als dreitägiges Projekt organisiert und durchgeführt hatte. 160 Kilometer haben wir zurückgelegt, viele atemberaubend schöne Landschaften gesehen, Schlösser und Kirchen besucht, und dabei haben wir alle wahrscheinlich nicht ein Gramm abgenommen. Denn die Abende endeten in Ess- und Trinkgelagen, bei denen Herr Schmidt auch immer festemang dabei war.

Ich möchte Dank sagen, Dank an einen Menschen, der sich für seine Schüler eingesetzt hat, wie kein anderer; der uns für Dinge begeistert hat, die andere staubtrocken erklären würden und der immer einen witzigen oder aufbauenden Spruch auf den Lippen hatte. Danke Herr Schmidt!

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