Das Spiel mit der Angst

Dieser Tage ist ein gewisses Video anti-islamischer Natur bekanntermaßen in aller Munde. Was soll man von solch einer Geschmacklosigkeit halten? Nun, ich selbst bin ja nicht unbedingt pro-religiös eingestellt, empfinde es allerdings als ausgekochte Sauerei, aus der Angst der Leute vor dem Terror der Taliban und Co. Publicity ziehen zu wollen. Das hat nichts damit zu tun, sein Land und dessen Einwohner warnen zu wollen, es ist einfach nur Populismus. Und das schlimmste: Er funktioniert! Denn jetzt wird vor allem der radikale Teil der Muslime reagieren und Drohungen ausspeien. So kann der Herr Geert Wilders (so heißt der Macher dieses „Werks“) sich anschließend nur bestätigt fühlen. Der überwiegende Teil jedoch, der mit Gewalt nichts am Hut haben möchte, fühlt sich natürlich peinlich berührt und verständlicherweise gekränkt.

Ich selbst empfinde es schließlich auch jedes Mal als unangenehm, wenn alle Welt uns Computerspieler als potenzielle Amokläufer darstellen will. Mir ist es sogar peinlich (!), in der U-Bahn eine GameStar zu lesen, weil ich das Gefühl habe, von intoleranten Menschen ohne Ahnung beobachtet zu werden.

Was passiert nun also, wenn man’s zusammenfassen möchte? Beeinflussbare Menschen ohne Kenntnisse des Islam werden noch mehr Angst und Hass verspüren, radikale Moslems sehen einen Grund für weitere Gewalt und alle anderen Moslems werden aufs Schlimmste beleidigt. Das ist auch zugleich das wirkliche Ärgernis dieser Misere: Größtenteils wahrscheinlich freundliche und zuvorkommende Menschen werden als Gefahr für Leib und Leben angeprangert. Was ist das nur für eine Welt geworden?

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