Dünn gelogen

Dass in der Werbung gelogen wird, gehört zum Geschäft, ganz klar. Anders würde es nicht funktionieren. Man kann schließlich nicht sagen: „Ja, liebe Zuschauer, unser Waschmittel wäscht nicht besser als das günstige ohne Markennamen, ist aber dreimal so teuer. Bitte kauft es trotzdem.“
Wenn aber auf die Naivität offensichtlich äußerst ungebildeter Leute gesetzt wird, geht das meiner Meinung nach zu weit. Die Firma Ferrero ist mir ja schon ein Dorn im Auge, seit sie den hässlichen, dämlich dreinschauenden Kevin auf die Kinderschokolade geflanscht haben. Aber mit der Milch-Schnitte geht’s mir dann doch etwas zu weit. Da werden junge Sportskanonen vor die Kamera gestellt, die ihr ganzes Leben nichts anderes tun, als für ihren Körper zu schwitzen, und müssen dann doof grinsend erzählen, dass die Milch-Schnitte doch genau die richtige leichte Mahlzeit für zwischendurch sei. Na, ob jede Menge Zucker, Emulgatoren und die so genannten „natürlichen Aromen“ zu einer Sportlerfigur beitragen, wage ich zu bezweifeln. Ich kann nur hoffen, dass dieser Bullshit nicht von einer armen Seele geglaubt wird, die das Zeug dann zentnerweise in sich reinstopft und sich dann wundert, weshalb sie nicht aussieht wie die sportliche Dame aus der Werbung, sondern eher wie ein zweiter Erdtrabant. Sollte man verbieten, sowas!

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