Kampf der Steuerverschwendung

So so, jetzt sperren sie also diesen Terror-Ali Christian Ganczarski für 18 Jahre weg. Das heißt zumindest schon mal, dass von dem für die nächsten 18 Jahre keine Bomben zu erwarten sind. Hinterlässt aber irgendwie doch den bitteren Beigeschmack eines Gedanken, als würde man eine Ameisenplage in der eigenen Wohnung dadurch beseitigen wollen, dass man sich die nächstbeste Ameise herausgreift und sie vor die Tür setzt, oder um dem Vergleich gerechter zu werden, in ein Glas sperrt – für, sagen wir, 18 Jahre. Woah, was für ein langer Satz. Aber egal, lassen wir das.

Was mir dabei eigentlich im Kopf herumfleucht, ist die Tatsache, dass dieser Mann im Knast ja auch Essen bekommt, oder? Und frische Bettwäsche, und Klopapier und und und… 18 Jahre lang! Ich meine, das reproduziert sich ja nicht von selbst. Soll heißen, dass ich vor Kummer feuchte Augen bekomme, wenn ich auf meiner monatlichen Gehaltsabrechnung Brutto und Netto vergleiche, nur damit ein Teil meiner Steuern für den sauberen Hinern eines Bombenlegers verwendet wird. Hm, irgendwie sehe ich da ja eine Diskrepanz. Muss das sein? Meiner Ansicht nach hat so jemand doch sein Anrecht auf Menschenrechte verspielt.

Ich hätte da eine viel bessere Idee, eine humane sogar (weil das Wort human ja so trendy ist). Irgendwo im Pazifik lässt sich doch bestimmt eine kleine Insel freiräumen, oder? Da kann man das ganze Gesindel doch hinschaffen. Der Transport kostet zwar auch Geld, aber dafür können die Herrschaften sich dort 18 Jahre oder gern auch länger von Kokosnüssen, Riesenspinnen und SalzWasser ernähren. Aber ach, bevor die Unkenrufer wieder über meine zunehmende Radikalität klagen, hülle ich mich doch besser in Schweigen und übe mich zumindest in den kommenden Blogs in Mäßigung.

4 Kommentare

  1. Die Idee mit der Insel, um genauer zu sein Madagaskar, hatte schon ein gewisser Herr aus Österreich…

    Zu den Sachen mit der Unterbringung, wenn man die Sachen wie Essen, Klopapier etc unterlassen würde, hätten wir ähnliche Zustände wie in Amiland (Guantanamo) und da ich mich damit nicht zwangsläufig vergleichen lassen will, würde ich sagen ne gewisse Grundversorgung und Respekt sollten schon dazugehören.

  2. Mir fiel das mit Madagaskar auch ein, aber ich hielt es für, nun, etwas zu heikel, das zu erwähnen. 😉 Eigentlich ist der Ausdruck „Terror-Ali“ ja schon nicht ganz sauber. Aber geschrieben ist geschrieben, daher bleibt er stehen.

    Guantanamo ist was anderes. Da legt man den Leuten ja gern mal die Hundeleine an. Sowas verlange ich ja nicht. Denn Personal kostet schließlich auch Geld, sogar wenn es nur zum Foltern da ist. Solche Leute verdienen kein Gefängnis (Respekt schon gar nicht), die verdienen es, auf dem Mond geschossen zu werden. 😛

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du möchtest einen Kommentar hinterlassen, weißt aber nicht, was du schreiben sollst? Dann nutze doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein. Du musst nur noch die Pflichtfelder ausfüllen und den Kommentar abschicken. :)

%d Bloggern gefällt das: