Vom Glauben und Sehen. <- Die Zweite!

Nachdem ich zum Thema »Glauben und Sehen« bereits die Zitatkarte gezückt hatte, vielleicht noch was Handfestes. Aus dem Leben gegriffen quasi. Komme ja gerade vom Friseur (Urgs!). Und als ich da so saß, kam eine etwas dümmlich anmutende Dame zur Tür herein, um sich, man staune, die Augenbrauen zupfen zu lassen. Sowas machen die also auch. Schön, schön. Jedenfalls saß sie so da und wusste genau, wie sie ihre Augenbrauchen, uh, äh, gezupft sehen wollte. Sie hätte gern eine Form drin, meinte sie. Im Befehlston und so. Nach einigem Herumdrucksen der Friseurin wurde die Gans Dame schon grantig: »Wissen Sie nicht, was eine Form ist?« Die Frage an sich ist schon dreist dumm, zumal das erwähnte Herumdrucksen gerechtfertigt war. Die Dame war nämlich bereits eifrig selbst tätig geworden und hatte es geschafft, an gewissen Stellen jeweils zwei Haare stehen zu lassen. Hat sie auch ganz stolz verkündet, dass sie das dieses Mal selbst gemacht habe. Uh! Was soll man wegzupfen? Konnte man gut sehen, dass da auch so schon nichts mehr übrig war. Nun, die Frau wollte es nicht glauben und ging dann sehr genervt mit leicht militärischem Schritt Richtung Tür. Woah! Wie sich das Buchzitat doch da bewahrheitet: »Die Definition eines Arschlochs ist ein Mensch, der nicht glaubt, was er sieht.«

Anmerkung vielleicht noch zum Friseur an sich: Es ist eines der bisher ungelüfteten Geheimnisse in meinem Leben, dass, egal, was ich dem Friseur auch sage, ich letztlich immer gleich aussehe. Soll heißen, irgendwie unfertig. Ach, Welt…

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