»It’s a long way to the promised land.«

Ist es eine Identitätskrise? Eine erste Midlife-Crisis? Schließlich marschiere ich stramm wie ein Infanterist zu Stalins Zeiten auf die fünfundzwanzig zu. Ein Vierteljahrhundert. Uh. [Verdreht ruhig die Augen, älteres Volk! Ihr wart auch mal an diesem Punkt.] Jedenfalls wird es mal Zeit, ein wenig Frühjahrsputz im Kopfe PhanThomas zu betreiben. Ich verspüre, keine Ahnung weshalb, einfach dieses Gefühl, dass es mal sein muss.

Weniger Kaffee: Hab ich mir vorgenommen, dafür, hm, vielleicht mehr Tee. Oder anderes Zeug, das nicht auf die Hüften geht. Ja, hab ich tatsächlich schon mal versucht, aber hey, das war nach ’nem großen Trinkgelage. Da hätte jeder Kaffee eine weitere ausgiebige Ratssitzung vor dem hochgeklappten Klodeckel bedeutet.

Hach, wie schön: Eine Idee mehr Weltoffenheit hab ich mir vorgenommen. Auch mal was gut finden. Was mögen, was gern haben, ja, vielleicht sogar etwas, uh, »lieb haben«. [Grmpf!] So richtig eben, statt nur so zu tun. Aber nicht zu sehr, schließlich will man im hauseigenen Spiegel noch sein eigenes Gesicht ausmachen können, ohne es sich am liebsten mit einer Scherbe herunter zu schälen. Und bei Filmen und Musik tut sich schon mal gar nichts. Da bleib ich unerbittlich. Bei Frauen sowieso. Und überhaupt. Ach.

Weg von der Decke: Bisschen früher aufstehen wär auch schön. Das allerdings ist für »The Ultimate Night Owl« echt kein Zuckerschlecken. Wie der Junkie, der von der Nadel loskommen möchte, kämpfe ich um jede Minute, wenn es darum geht, die Füße etwas eher auf den Boden der morgendlich unangenehm kalten Tatsachen zu bekommen. Aber Aufgabe ist was für Warmduscher.

Ballast über Bord: Es gibt Dinge, zuweilen auch Menschen, die braucht man nicht. Sie tun dem, hm, Gemüt nicht gut. Das beginnt gefühlsmäßig beim Magengrummeln mit Darmproblemen und endet beim rostigen Draht unter den Fingernägeln. Manchmal kommt man vor lauter Packeis nicht so recht voran, also setze ich getrost den Brecher an. Dann ist endlich Platz für das Schiff namens Leben. Schiff ahoi, dem Paradies entgegen. Oder so. Wie dem auch sei, ich glaube einmal mehr zu wissen, wo es hingehen muss. Hach, immerhin.

6 Kommentare

  1. Klingt gut, was du dir da vornimmst. Ich hätte dich auch für älter gehalten, aber ich weiß ja, wie alt du bist. Deine Worte lesen sich eben einfach älter. Es gibt schlimmere "Komplimente"! 😉
    btw: Beim dritten Satz musste ich laut lachen. Die Leute im Innenhof hat's gefreut!

  2. Wegen Stalins Zinnsoldaten? *g* Na, hoffe, du hast niemanden geweckt. 😉 Das könnte fatal sein.
    Nun ja, dann nehme ich die älteren Worte dankend zur Kenntnis. Die wiegen mein gefühlt hohes Alter in Gold auf. 🙂

  3. Yeah, klingt richtig gut, Dein Programm! Jetzt ist auch die beste Zeit um sich das Frühaufstehen anzugewöhnen, weil`s schon so früh hell wird. Ich hab mir das auch mal angewöhnt, mein eigenes kleines frühaufsteher-bootcamp gemacht, und dann hat es keine zwei Wochen gedauert bis ich es mir angewohnt hatte.

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