Marketing from hell.

Grmpf! Die Verantwortlichen der Marketingabteilungen deutscher Buchverlage sollte man kielholen. Schleifen. Rädern. Zur Münchener Freiheit auf’s Konzert schicken. Egal, ob Heyne, Ullstein oder wie sie auch heißen mögen. Sie ärgern mich. Immer wenn ich in freudiger Erwartung ein neues Buch aus dem Regal klaube, kann ich mir sicher sein, dass mir besagte Leute entweder die lange Nase oder gleich den Stinkefinger zeigen.

Habe brandaktuell mit Herrn Kings [Ja, ich lese immer nur King, King, King. Ich weiß. Ja. Ist gut, ja.] Geschichtenband »Different Seasons« begonnen. Erster Fauxpas ist die Übersetzung des Titels: »Frühling, Sommer, Herbst und Tod«. Argh! Da möchte ich ein Stück aus dem Buch herausbeißen und energisch kauen, kauen, kauen. Aber ach, ich will es ja noch lesen und übe mich in Betragen.

Und dann die Rückseite des Buchdeckels:

»Stephen King kultiviert den Schrecken … ein pures, blankes, ein atemloses Entsetzen.«

In diesem Buch gibt es keine einzige Gruselgeschichte. Kostprobe gefällig? Zwei der Geschichten sind die Vorlagen zu den recht bekannten Filmen »Die Verurteilten« und »Stand By Me«. Wo sind da jetzt bitte die dreiköpfigen Hunde? Wo die bösen Clowns? Horrorhäuser? Pustekuchen. Auch in den anderen beiden Geschichten nichts dergleichen.

Meine Güte, muss man dem Mann denn immer diesen Stempel aufdrücken? Das ist doch Verarsche am Leser. Wenn ich nach ’nem gruseligen Buch suche und faulerweise wenig recherchiert habe, greif ich bspw. das genannte, lese diese Rückseite, freue mich, kaufe es, lese es und ärgere mich postum über Dramenschmalz und vertane Zeit. Ich sollte das selbst in die Hand nehmen. Kann das sicher besser.

Übrigens: Tolles Buch. Lesen! Los! Egal in welcher Sprache letztlich.

2 Kommentare

  1. Was auf dem Einband steht ist mir relativ wurscht, solange die Übersetzung des Buches selber in Ordnung ist. Gibt da so wunderbare gigantische Tabellen, was für Fehler und Änderungen es in Scheibenwelt-Übersetzungen gibt.

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