Reisetagebuch eines Dauernörglers. Teil 3.

Tag 3

+++ Wie zu erwarten war, spricht man zunehmend Englisch hier. Hm. Ich hege den Verdacht, dass die Jungs von der Insel was planen. Beim Tommy muss man ja auf alles gefasst sein. +++

+++ Haben uns überlegt, die Zahnbürsten im Safe einzuschließen. Denn ich als witzig aufgelegte Putzkraft würde damit heimlich das Klo schrubben. Uh! +++

+++ Waren soeben in Lindos, wo man tunlichst darauf geachtet zu haben scheint, auch wirklich jedes Detail weiß anzustreichen. Alpina muss hier grandiose Umsatzzahlen vorweisen können. Wären mir weiß angemalte Haustiere begegnet, ich hätte sie wenig verwundert zur Kenntnis genommen. +++

+++ Hm. Das Reiten auf Eseln ist eigentlich eine fiese Sache. Zum Einen, weil man sich dadurch so richtig eklig als Tourist outet, zum Anderen wegen der armen Esel. Die starren so unendlich traurig in die Gegend. Herzzerreißend! Lassen konnten wir es dennoch nicht. Immerhin habe ich meinem Esel postum einen Namen verpasst. Und im Prinzip hatte Bernd, also der Esel, auch Glück, nur mich Fliegengewicht tragen zu müssen, statt eine der Sonnenhut tragenden Touristenseekühe per Lastkran auf seinen schmächtigen Rücken gewuchtet bekommen zu haben (Welch schillernde Satzkonstruktion!). +++

+++ Abends: Wieder diese Tänze! Das ist hier nicht wie »High School Musical«, sondern wie im »Dorf der Verdammten«. Fühle mich angenehm gegruselt und vermute die Engländer hinter allem. +++

FAKTEN-ZAHLEN-TITTEN:

  1. Engländer pro Quadratmeter: 4,2 (Tja.)
  2. Internetsucht-Level: Irgendwo bei Wehmut angekommen. Die Zitteranfälle in den Fingerkuppen lassen nach.
  3. Urlaubsflirts: 0,0

6 Kommentare

  1. @Mary: Was hast du denn gegen Bernd? Wie hätte ich denn dann nennen sollen? Horst? Norman? Klaus? Hm. Es war einfach ein Bernd. Da ließ sich nichts drehen, Bauarbeiter hin oder her.

    Und was heißt dieser bayrische, ähm, Satz? Ich bin geängstigt und verwirrt.

    @Bernd: Mensch Bernd, alter Haudegen. Lass dir die Sonne nicht zu warm und die Touristen ebenso nicht zu schwer werden.

  2. Hmm ich glaube ich kann mich in "Bernd" ganz gut reinversetzen *zwinker*

    und ich denke er freut sich überhaupt beachtung von jemanden zu bekommen, weil für alle andren ist er eben nur "Esel 4b" und das er jetzt überhaupt nen eigenen namen bekommen hat, klasse, da machts ihm auch nichts aus die nächten 3 150kg engländer samt grill rumzuschleppen 😉

  3. Hey Ugla, wie geht das? Lässt du dir auch dicke Touristen auf den Buckel setzen oder wie? 😀 Esel 4b gefällt mir. Das ist mal ein toller Name. Harhar. Übrigens schleppen die Engländer keinen Grill, sondern wohl eher eine Fritteuse mit sich herum. 😉

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