Neues aus Bad Godesberg.

Da komme ich also frisch von der Wahl und mache mich auf den kurzen Heimweg, um mich der Mittagszeit wegen zu verköstigen, als mich dieses junge Mädel anspricht, dem der dumme, dumme Kioskverkäufer einfach nicht glauben wollte, dass es schon alt genug für Zigaretten sei und fragt mich, ob ich diesen, hm, Job wohl netterweise übernehmen würde. Zugegeben, ich hab ihr auch nicht geglaubt, aber ach, ich bin eben ein Gönner. Und überhaupt sollte die Jugend von heute viel mehr rauchen. Dann klappt’s auch wieder mit mit der Finanzierung des Gesundheitssystems. Und mit Frau Schmidts Urlaub. Zumindest bis heute Abend. Und ach, überhaupt eben.

So stehe ich also da und verlange eine handliche Packung Sargnägel, sorgsam arrangiert in formvollendeter, roter Pappummantelung, als mich der Verkäufer tatsächlich nach meinem Alter fragt! Lässig werfe ich ihm ein süffisantes Lächeln zu und zische durch den Mundwinkel, dass für mich die vierundzwanzig Lenze eine Tatsache sind, mit der ich leben muss. Okay, ich hab es anders formuliert, klar, aber viel wichtiger war doch seine Antwort: Er pfiff anerkennend und meinte doch tatsächlich, ich hätte mich ziemlich gut gehalten. Na, das hör ich in letzter Zeit so erstaunlich selten, dass es mir eine Freude sondergleichen war, auf dass ich jetzt noch zufrieden gurren möchte wie die elenden Tauben auf meiner Satellitenschüssel. Hach, das Leben ist manchmal doch schön.

Und weil ich mich jetzt gerade für ’ne ziemlich scharfe Nummer halte, gibt’s beim nächsten Mal tolle Dinge über mich, die ihr, äh, bestimmt schon immer wissen wolltet und so.

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