Eine Welt voller Schönheit.

Wenn ich so am graugräulichen Samstag Morgen aus dem Fenster blicke und den eifrigen Kellnerinnen dabei zusehe, wie sie die draußen stehenden Tischlein und Stühlchen von allerlei Sicherungsdrahtgeflecht befreien, dann fällt mir irgendwie auf – schließlich ist man ja Mann – dass die alle durch die Bank weg sehr nett anzuschauen sind. Scheint in gewissen Branchen ja durchaus üblich zu sein, dass das rein Äußerliche ein Hauptkriterium für eine Jobzusage ist. Da frage ich mich doch eigentlich schon, ob das nicht irgendwie dem entgegenspricht, was allgemein so progagiert wird: Gleichbehandlung, Oberflächlichkeit nur für die Oberflächlichen, wahre Schönheit kommt von innen, bla bla bla.

Ist ja aber nun gar nicht so. Ich meine, jetzt mag vielleicht schon der erste über mich schimpfen und darüber wettern, dass ich das so doch gar nicht sagen könne, schließlich liege das doch im Auge des Betrachters und so weiter und so fort. Leider nein! Ist ganz klar definiert, was unser Auge als ansehnlich empfindet und was nicht. Und das bezieht sich auch auf unsere Mitmenschen. Ja, ich weiß, auf jeden Topf passt trotzdem ein Deckel [sieht man mal von den vom Leben gebeutelten Woks ab], aber da spielt ja dann auch die Biochemie mit rein. Das ist schon okay so, wegen der genetischen Vielfalt und dergleichen.

Dennoch finde ich das irgendwie gemein. Daraus lässt sich doch schließen, dass weniger gut aussehende Menschen vor allem auch beruflich einen schwereren Stand haben, weil die Jobauswahl automatisch zusammengestrichen wird. Mal ganz abgesehen davon, dass es schöne Menschen im Leben nachgewiesenermaßen ja sowieso schon leichter haben, kriegen die übrig gebliebenen dann noch mal eins auf den Deckel. Finde ich irgendwie nicht in Ordnung, das alles.

2 Kommentare

  1. Hm, och. Ich finde das tatsächlich auffällig. Fällt eben, wie ich finde, insbesondere dadurch auf, dass ich 'ne Bar im Hinterhof hab, wo ich draufgucken kann, während der Kaffee abkühlt. 😉

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