Noch mal in Köln.

Nun bin ich ja nicht wirklich dazu geneigt, zwei Tage hintereinander über mein Tagesgeschehen zu berichten. Doch ach, da der vorhergehende Text ja fein säuberlich ausgearbeitet war, lasse ich dieses Mal einfach die Worte das sein, was sie sind und tue sogleich meine Begeisterung über das gestrige Green Day-Konzert kund. Abermals in Köln übrigens. Dieses Mal jedoch nicht auf der Straße, sondern in der Lanxess Arena, vormals Kölnarena.

Freilich bin ich nicht der Konzertgänger schlechthin, schon allein deshalb, weil ich etwas zu kurz geraten bin und deswegen für gewöhnlich wenig bis gar nichts von dem sehe, was auf der Bühne vor sich geht und stattdessen eher damit zu tun habe, Ellbogenattacken auszuweichen und mein Gemüt dazu zu bringen, nicht zu explodieren wie einst der Krakatau. Doch gestern war dann alles ganz anders.

Nicht zu früh und nicht zu spät an Ort und Stelle, erwischten wir einen ziemlich genialen Platz direkt vor der Bühne. Nicht ganz mittig aber eben doch genau so, dass man eigentlich die ganze Zeit mitten im Geschehen war, ohne dass einem von hinten der Rücken brüchig geprügelt wurde. Alles in allem also sehr gemütlich und zugleich doch actionreich und damit eben exakt so, wie ich’s am liebsten hab.

Tja, und die ganze Vorstellung an sich war dann wirklich über jeden Zweifel erhaben! Ich habe ja nun schon vergleichbare Bands gesehen, muss aber sagen, der Green Day-Tross spielt definitiv einige Ligen oberhalb. Das hätte ich echt nicht erwartet. Die Auswahl der Lieder war soweit perfekt. Genug neues Gedöns, aber auch die alten Klassiker waren so ziemlich alle vertreten. Und jaaa, ich konnte alle mitsingen. Sehr erstaunt war ich zudem, wie sehr die da oben das Publikum mit einbezogen haben: Als ein übermäßig begeisterter Fan mit dem Mikrofon über die Bühne gerannt ist und dabei das selige »Longview« gegrölt hat, als hätte er sein ganzes Leben nichts anderes getan, hab ich echt Tränen gelacht. Und dann gab’s da noch dieses kleine Mädel, dass tatsächlich das komplette »Jesus Of Suburbia« auf der Gitarre spielen konnte. War doch recht beeindruckend, fand ich. Ach ja, und wo kann man bitte die Klopapierkanone kaufen, mit der Billie Joe Armstrong die umstehenden Massen befeuert hat? Die T-Shirt-Kanone würde ich dann übrigens gleich auch noch nehmen.

Nach zweieinhalb Stunden war die ganze Geschichte dann auch schon vorbei. Auf dem Weg nach draußen hab ich die überteuerten Merchandisingstände und deren gefälschte Ableger außerhalb natürlich konsequent übergangen. Als kleines Andenken hab ich, da ich ja in der ersten Reihe stand, aber immerhin ein Plektrum von Bassist Mike Dirnt bekommen.

Tja, und das war’s dann also. Abgesehen vom Muskelkater des Vortages, tat mir überhaupt nichts weh. Ja, ich hab mich vorzüglich amüsiert und kann das erste Mal behaupten, mich absolut so gar nicht nachträglich darüber zu ärgern, mir ’ne Karte gekauft zu haben. Im Gegenteil! Würde ich jederzeit wieder tun und kann ich allen, die Green Day gern hören, nur ans Herz legen.

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