Segel setzen. Mal wieder.

Einmal im Kreis: Was schreibt man am besten, wenn man gerade das Gefühl hat, der eigene Kopf wäre ein frisch geleerter Mülleimer, der irgendwie noch muffig riecht, ansonsten aber nichts als gähnende Leere vorzuweisen hat und allenfalls dazu taugt, ihn umzudrehen und als improvisierte Bongo zu missbrauchen? Man könnte ja schnell mal hergehen und jene Dinge rekapitulieren, mit denen man allzu euphorisch ins Jahr gestartet ist. Wobei, wenn ich mich recht entsinne, war der Start ziemlich beschissen und damit alles andere als euphorisch. Außerdem eignen sich derlei Rückblicke eher für das Jahresendposting, nicht wahr?

Einmal zurück: Vielleicht reicht’s ja auch, die [letzten Quartalsvorsätze] ganz kurz zu prüfen: Befreiungsschlag bezüglich Personen, die einem nicht gut tun? Ist, hm, wohl mehr als gelungen. Früher aufstehen, selbst an Wochenenden, war noch angesagt. Auch das funktioniert ganz gut, wenngleich wohl Optimierungspotenzial bleibt. Ach ja, und weniger Kaffee war irgendwie auch mal angedacht, wenn ich mich recht entsinne. Nun ja, hier muss ich wohl passen. Schon seltsam, wie der Mensch sich an so banale Süchte zu klammern scheint. Scheint? Na ja, er tut’s eben einfach. Und war da nicht noch was? Ach ja, ich wollte mich einen Tick weltoffener zeigen, weniger schimpfen und so. Hm. Wer mich kennt wird sagen, dat war wohl nüscht. Wer mich wirklich kennt, falls es denn überhaupt jemanden gibt, der wird sagen, ich bin auf ’nem guten Weg.

Einmal nach vorn: Und wo ich schon dabei bin, so unverschämt über meine Wenigkeit zu schreiben, kann ich auch gleich einmal mehr die Segel setzen, die Nase in den Wind halten, der das Schiffchen namens Leben vorantreibt und eine Brise dessen schnuppern, was da so kommen mag. Die Devise, weniger Kaffee zu schlürfen, kippe ich bis auf weiteres über die Reling – bis ich eine Ersatzsucht gefunden habe. Also hoch die Tassen. Und wo ich gerade dabei bin: Alkoholisches ist und bleibt auf ein Minimum reduziert. Meine, aufgrund emotionalen Wellenganges, viel zu lange schmerzende Hand wird’s mir danken. Das reduzierte Gewicht übrigens auch. Und wo ich schon den Bogen zum Emotionalen geschlagen hab, auch dazu noch zwei, drei Worte: Es wird Zeit! Wofür? Für ein Ende, für einen finalen Kampf, egal, ob er denn nun gut oder schmerzlich enden mag. Nun, und wer jetzt kein Wort versteht, dem sei gesagt: ich auch nicht wirklich. Ich auch nicht…

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