Aus zwei mach eins. Oder?

Ach, was lässt mich diese Mauerfall- und Wiedervereinigungssentimentalität heute doch mitfühlen, so dass mein Kopf eigentlich in gar keine andere Richtung hinfortdriften mag. Also lass ich ihn treiben wie eine Luftmatratze auf dem stillen See. Die Feierlichkeiten in Berlin sind große Klasse, wenn man dem Fernsehen glauben schenken mag. Die Tatsache, dass das Volk selbst diesen Wandel selbst erreicht hat, ist sowieso fabelhaft, und irgendwie lässt die Thematik für einen Augenblick all die Probleme vergessen, die unser Land derzeit eigentlich so plagen. Seltsam finde ich jedoch, dass immer noch überall von Ost und West gesprochen wird, wo doch das Mauerfallereignis nun geschlagene zwanzig Jahre zurückliegt. Nächstes Jahr wird dann die zwanzigjährige Wiedervereinigung gefeiert, und man wird immer noch Unterschiede herbeireden. Dabei ist dann tatsächlich schon die Hälfte der Zeit vergangen, die das Zweistaaten-Deutschland überhaupt gedauert hat. Und da soll noch einer sagen, Elefanten würden nichts vergessen. Hm.

4 Kommentare

  1. Ich finde die Nord-Süd Differenzen eh viel wesentlicher als die West-Ost Differenzen. So'n Sachse oder Thüringer ist für mich ein vollwertiger Deutscher, auch wenn er Teile seines Lebens in der DDR verbracht hat, ein Bayer hingegen…

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