Aktionswoche Hotelleben – Teil I.

Wer suchet, der findet. Und ich habe ihn tatsächlich gefunden, den Arsch der Welt. Er nennt sich Düsseldorf-Unterrath, und ich stecke nun bis zum Freitag in selbigem fest – mit dem Kopf voran, wohlgemerkt. Heute Morgen an den entsprechenden Flughäfen lief alles noch ganz geschmeidig, und auch am hiesigen Arbeitsplatz angekommen, stellte sich eine bisher angenehme Atmosphäre ein, die in den nächsten Tagen jedoch zum kalten Krieg mutieren dürfte. Hervorzuheben wäre das äußerst hübsche Mädchen an der Rezeption, und ja, für einen Augenblick überlegte ich, ausgesprochen charmant zu sein. Aber ach, es ist nicht das Jahr des PhanThomas, und bei meinem Glück fange ich mir am Ende noch ’ne Klage wegen sexueller Belästigung ein. Nee, das lassen wir mal.

Nun, aber jetzt kommt die Breitseite. Ich hocke also in diesem, hmm, nennen wir es Zimmer, des nicht genannten Hotels, das idyllisch inmitten einer Stadtbahnwendeschleife gelegen ist. Großstadtatmosphäre auf dem Dorf ist so auch bei Nacht garantiert. Hellbraunes Mobiliar sorgt für Wohlfühlklima ganz nach Siebzigerjahreart. Die herbeigesehnte Badewanne gibt es nicht, stattdessen lädt eine gemütliche Stehdusche zum Verweilen ein. Aber die Krönung ist der Schaukelstuhl, der als Schreibtischsitzgelegenheit herhalten muss und – Achtung, jetzt kommt’s – aus Aluminium ist! Für welche Zielgruppe baut man solche Stühle? Für Großväter mit Knochen und Eiern aus Stahl? Hmpf! Und warum muss ich jetzt auf so ’nem Ding sitzen? Immerhin habe ich Radio- und Fernsehempfang. Nicht, dass ich beides gleichzeitig betreiben könnte, denn dann weicht das Fernsehbild einem angenehmen Flimmern. Wenn es je ein Alcatraz auf deutschem Boden gegeben haben sollte, so habe ich heute in selbigem eingecheckt. Nun ja, gelungener Auftakt für die neue Aktionswoche, würde ich sagen. ARGH!

8 Kommentare

  1. Jeder bekommt was er verdient …
    Und du "wohnst" gerade in diesem Hotelzimmer in dem immer die 70´er Jahre Pornos gedreht werden.

    Damit wäre die Frage nach dem Alu-Schaukelstuhl auch geklärt.

    Also dann, frohes schaffen.

    PS.: Aber über mein Hotel in "keine Ahnung wie das Kaff hieß" lachen ….

  2. @Butterbemme: Der Mob tobt ganz sicher bald. Der Tag ging schon mal gut los. Aber mehr dazu heute Abend…

    @Ac… ähh, Mr. X: Das mit den Pornos kann gut sein. Oh man, da muss ich jetzt drüber lachen. Igitt! Und ich sitz da auch noch drauf. Den Namen deines Kaffs hab ich übrigens schon wieder vergessen. 😀 Ach nee! Brackenheim, oder?

  3. @Pferdchen: Du hast meinen Fetisch entdeckt, würde ich mal sagen. 😉 Herzlichen Glückwunsch! Ahem… 😛

    @PropheT: Der Vergleich macht den Stuhl, hmm, eigentlich ja fast schon wieder attraktiv. Oder doch nicht?

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