Von Kulturschocks und verpassten Chancen.

Der sperrige Titel deutet es bereits an: PhanThomas möchte einmal mehr wenig interessante Details aus seinem Leben mit der werten Leserschaft teilen. Ein weiterer Beitrag unter dem Motto »PhanThomas – Ich verlege Rohre in Berlin und Umgebung«, wie ein hier nicht genannter Einwohner meines Exdomizils Bonn zu behaupten weiß.

… Kulturschocks …
Nicht, dass ich gänzlich von gestern wäre, oh nein. Ich weiß schon, wie es in diversen Lokalitäten so zugeht und meide sie demzufolge ganz gern. Aber mit der Erinnerung ist es ja doch immer so, dass sich ein bescheidener Goldschleier über sie legt und, nun ja, das schimmert halt so schön. Resultat: Ich endete Freitag Abend in so ’nem ekligen Schuppen am Hackeschen Markt, dessen Name hier mal unerwähnt bleiben soll. Dass Musik und Begleitung, hm, scheiße waren, gegessen… Dass es mir nicht gelang, auch nur ein gescheites Wort mit irgendwem zu wechseln, gegessen. Aber ach, ein ganzer Laden voller Schickimicki-Mokka-Blondinen aus der Retorte und Kerlen, deren Frisuren aussehen, als hätten sie ihren Kopf gerade aus dem Anus eines Maultiers gezogen? Nein, das ist wahrlich nichts für meinen künstlich herbeifabulierten Pseudointellekt. Ganz, ganz falsch und demzufolge zurecht ein Kulturschock. Wenn ich so darüber nachdenke, dass ich mich in solchen Läden unendlich falsch am Platz fühle, während andere mir bekannte Personen solchen Rotz tatsächlich mögen, wird mir auch klar, weshalb sich so manche Reiberei nicht vermeiden lässt. Aber lassen wir das. Künftig wird man mich wohl nur noch in den verranzten Ekellokaliäten vorfinden, in denen die Wände grundsätzlich besprüht und in den Klos ebenso grundsätzlich ein messbarer Pissepegel am Fußboden vorzufinden ist. Soweit also das.

… Verpasste Chancen …
Ach, und schon wieder ist mir eine Gelegenheit durch die Lappen gegangen, die voraussichtlich nicht wiederkommen wird. Oben an der Ecke, direkt neben dem Billigbäcker, der mit den Brötchen Marke Wüstensand, gibt es einen sonnig gelegenen Starbucks. Halt, ich muss korrigieren: Es GAB ihn! Da dreht man sich kurz weg, und schon ist das Ding geschlossen. Und so zerplatzt er, mein Traum von mir, meinem Mac und teurem Kaffee in hübschen Tassen, inmitten von gut geföhnten Leuten, während mir die Sonne gleichermaßen aufs Dach und aus dem Arsch scheint. Ach. Glücklicherweise ist es mit dieser Kaffeekette wie mit der Roten Armee anno ’45: Für jede gefallene Filiale kommen zehn neue nach. Nun ja, abwarten also.

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