Und so weiter.

Puh, eine Runde mehr geschafft. Die 25 ist zu Grabe getragen, und ich würde ja das vergangene Jahr gern Revue passieren lassen, die wichtigsten Punkte noch mal rekapitulieren, Erwähnenswertes erwähnen und Unspektakuläres künstlich aufblasen, aber dann fiele mir für Silvester nichts Bloggenswertes mehr ein. Daher seien an dieser Stelle einfach einige mehr oder weniger ungeordnete Gedanken in den Raum gestreut.

Ich stelle fest, dass sich mit 26 Glückwünsche und Beileidsbekundungen in etwa die Waage halten. Hier und da wird man immer wieder - als wäre das der Witz des Jahrhunderts schlechthin - als »alter Sack« tituliert, garniert mit einem zwinkernden Smiley natürlich, um zu verdeutlichen, dass man es auch jaaa nicht ernst meint. Hmm, ist ja auch nicht schlimm, denk ich. Erst wenn aus den Beileidsbekundungen wieder Glückwünsche werden, die dann ihrerseits auch nicht mehr ernst gemeint sind, ist es wohl Zeit, über testamentarische Angelegenheiten zu sinnieren.

Mit 26, so scheinen meine Eltern gedacht haben, ja, da sollte man schon etwas Verantwortung übernehmen, da sollte man sich um was kümmern müssen. Und wenn das denn schon nicht Frau und Kinder sind, weil der eigene Nachwuchs unfähig ist, was das angeht, dann sollte er zumindest eine Pflanze im Haus haben. Und so lebe ich nun eben seit heute mit einer Pflanze zusammen. Sie ist klein, nimmt wenig Platz weg, frisst kein Brot, und doch fühle ich mich durch sie eingeengt, weil sie ja gegossen werden will. Da möchte mich leichte Panik befallen, Schweißperlen wollen sich auf meiner Stirn sammeln, und ich frage mich, was das erst werden soll, wenn ich bei aller Bindungsunfähigkeit doch mal einen versehentlichen Zufallstreffer landen sollte. Scheiße!

Tja, und was macht man jetzt so, mit 26? Vermutlich - in meinem Fall wenigstens - erst mal einen Kaffee trinken, dabei über eine Brille nachdenken, weil die Augen auch nicht mehr die besten sind, über den Sinn des Lebens nachgrübeln und dabei mehr politische Aktivität in Erwägung ziehen, weil man inzwischen ja in einem Alter ist, in dem man's besser weiß als die anderen, sportlich bleiben, weil man sonst ja nicht viel vorzuweisen hat und eben all sowas. Tja, und falls sich das jetzt alles arg missmutig lesen sollte, so, äh, liegt das vermutlich daran, dass heute keine Sonne scheint und überdies auch noch Wind und Regen den Tag ungemütlich machen. Ob man das wohl als schlechtes Omen sehen könnte? Nun, man kann.

7 Gedanken zu “Und so weiter.

  1. Mary Malloy

    Wir wollen ein Bild deiner neuen Partnerin! Es ist doch eine SIE, oder? Und ich schick dir mal ein paar Sonnenstrahlen rüber. Hier sind zwar auch keine, aber ich kann dir ja welche malen! 🙂

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  2. pferdigkuchenhon

    Hahaha wie göttlich!
    Erinnert mich ein wenig an meinen Geburtstag:
    Ich bekam von ner Freundin eine Sms mit: Du bist kein Teen mehr. Puh, schon ziemlich alt eigentlich.

    Und ein guter Freund hat mir Urzeitkrebse geschenkt. Das ist viel schwieriger als eine Pflanze, wie unfair!!

    Na dann lass den Tag mal schön ausklingen, die Sonne wird schon mal wieder vorbeischaun.
    Liebe Grüße

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  3. PhanThomas

    @Luise: An dem Namen grüble ich noch. Derzeit tendiere ich zu »Ivy«. 🙂

    @Mary: Ein Bild? Ach, ich bin doch nicht in Fotos und so. Öhm, sie ist klein, bescheiden, unauffällig. Wie ich halt. Und danke für die Sonne. Kam wenig an, aber hey, kein Regen mehr.

    @PropheT: Nächstes Jahr zähl ich die Dinger alle zusammen.

    @Honigkuchenpferd: Jetzt bist du ein Twentner. Hihihi, und viel Spaß mit den Urzeitkrebsen. Ich hatte welche, als ich 10 war. Lange haben die's bei mir nicht ausgehalten. Sind quasi in den Hungerstreik getreten. Und wegen Sonne... gucken wir mal. 😉

    Antwort

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