Einen von der Scheibe.

Ach, die akute Blogunlust mal wieder. Muss dieses ominöse Spätsommerloch sein, von dem man schon so viel gehört hat. Kann aber auch daran liegen, dass ich mich derzeit neben allerlei Zweisamkeit vorwiegend in eine gerade neu begonnene Sammel- und Leseleidenschaft verkrümelt habe. Kommt ja alle Jubeljahre mal vor. Nachdem mein Allzeitlieblingsautor Stephen King mit dem Schreiben nicht mehr so ganz hinterherkommt, habe ich mich kürzlich an einem Scheibenweltroman versucht.

Und nun habe ich Terry Pratchetts Bücher ja immer für stumpfsinnige Holzhammerparodien auf bekannte Fantasy-Schwarten wie »Der Herr der Ringe« gehalten, doch - Woah! - ich glaube, in der Hinsicht habe ich mich nie zuvor so geirrt. Denn vom genialen Wortwitz und dem schrulligen Humor der Bücher, von denen ich gerade erst ein drittes (»Mac Best«) hinter mich bringe, abgesehen, überzeugen sie doch vor allem durch ihre wunderbar gezeichneten Charaktere mit starkem Wiedererkennungswert, immer wieder auftauchende Satire auf unsere Gesellschaftswelt und durch wirklich durchdachte Handlungen.

Ich könnte mich vermutlich in Lobeshymnen ergehen, bis der Morgen graut, aber ach, die Zeit nutze ich lieber für Leserei, Schlaf und Zensurwürdiges. Warum hat mir bisher niemand gesagt, was ich verpasse? Oder hat es mir womöglich sogar jemand gesagt, und mein besonders stark ausgeprägtes Maß an Grundignoranz hat mich dazu verleitet, jegliche Empfehlung zu überhören? Man weiß es nicht.

Nun denn, wer jedenfalls ein bisschen was für wirklich gute Bücher übrig hat, wer so wie ich scheinbar jahrelang unter einem Stein gelebt hat und wer mein Maß an Grundignoranz nicht überschreitet, dem seien die Scheibenweltromane auf jeden Fall ans Herz gelegt. Und mögen alle anderen mit verkümmerten Lachmuskeln dahingehen.

PS: Nein, dies hier wird jetzt kein Bücherblog, versprochen. Demnächst gibt's wieder Nerd-Gedöns, Politik und Titten.

3 Gedanken zu “Einen von der Scheibe.

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