Auf den Bus gekommen.

Als Erwachsener muss man sich immerzu ausruhen. Ist man ein Kind, dann sieht das ganz anders aus: Auf einen Tag voller Anstrengung kann ruhig ein weiterer Tag voller Anstrengung folgen, kann ruhig ein weiterer Tag voller Anstrengung folgen, kann ruhig ... und immer so weiter. Voller Energie, ein wandelndes Atomkraftwerk in bunten Shirts und mit Cappy auf dem Kopf. Aber als Erwachsener, da muss man sich dauernd ausruhen. Von all den ... hmm, ja, wovon überhaupt genau?

Vielleicht weil man sich als Erwachsener dauernd den Kopf zerbricht. Schließlich muss ein fachgerechter Erwachsener ja wissen, wo er bleibt und vor allem, wie er am schnellsten unglaublich reich werden kann.

Nun bin ich ja kein Kind mehr, trage selten Shirts und niemals Cappys, drum zerbreche ich mir eben den Kopf über Dinge und so kam ich heute im Bus darauf, dass ich doch eigentlich Dienstleister für die Korrektur von Lichtschranken an Mittel- und Hintertüren von Bussen werden könnte. Wer in Berlin lebt, der kennt den Spruch: »Bitte mal aus der Tür gehen, sonst können wir nicht weiterfahren!« Das »Bitte« entfällt übrigens auch gern mal. Problem ist, dass die Türen in den Bussen nicht schließen, wenn jemand zu nahe an ihnen herumsteht. Der übliche Tourist weiß nicht, dass »zu nahe« auch schon mal ein Abstand von einem Meter sein kann. Bei überfüllten Bussen wird's sogar fast zur Unmöglichkeit, die Tür zum Schließen zu bewegen, weil eben immer jemand irgendwie in der Lichtschranke steht.

Der Busfahrer versteht das nicht und schimpft. Er ärgert sich, weil er immer wieder seinen Satz sagen muss, weil er eine Heidenverspätung einfährt, weil er vermutlich erst viel später als vereinbart Feierabend machen kann, währenddessen seine Lieblingsserie verpasst und von seiner Frau betrogen wird. Und dann der wirtschaftliche Schaden all der Zuspätkommer!

Kumuliert dürfte das ein ordentliches Sümmchen ergeben. Ich als Dienstleister für die Korrektur der Lichtschranken in Bussen bräuchte nur einen Bruchteil dieser Summe als Honorar verdienen und wäre wohl auf einen Schlag stinkreich. Die Leute kämen plötzlich pünktlich, Berlins Wirtschaft sollte endlich brummen, der Busfahrer könnte seine Lieblingsserie schauen und seine Frau würde ihn nicht betrügen.

Wow! Warum nur wird mein Geistesblitz wieder mal niemanden interessieren? Und sollte es doch bald von glücklichen Busfahrern nur so wimmeln, dann weiß ich, dass hier ein verdammt reicher Arsch herumläuft, der meine Idee geklaut hat.

2 Gedanken zu “Auf den Bus gekommen.

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