Kurz zurückgeträumt.

Als ich vorhin in der Küche stand, darauf wartend, dass meine Kaffeemaschine die Tasse vollhustete, da dachte ich mir plötzlich, es wäre doch 'ne starke Sache, wenn ich meinen jetzigen Wissensstand in so mancherlei technischem Belang ein paar Jahre rückwärts durch die Zeit diffundieren und - An wen sonst? - an mich selbst übertragen könnte. Sozusagen ein Hirn-Update in der Vergangenheit. Am besten zu Beginn des Studiums oder so.

Hm, irgendwie sehe ich zwar erst mal keinen direkten persönlichen Vorteil darin, mich selbst sozusagen postum zu patchen, aber einen indirekten hätte es ja doch gehabt: Ich hätte mir eine ganze Menge Lernerei ersparen und dafür viel mehr Zeit am Computer verdaddeln können. Vielleicht hätte ich es dann seinerzeit geschafft, »Final Fantasy XII« durchzuspielen! Nun, vermutlich nicht. Aber gefallen hätte mir das gewiss.

Ah, weitere Bilder tun sich auf ... Ich hätte ganz wunderbar zünftig auf die Kacke hauen können, oh ja. Nicht, dass das irgendwen beeindruckt hätte, also abgesehen von mir selbst, aber so 'ne Selbstbeweihräucherungsorgie ob meines gigantischen Wissensfundus, nun ja, die hätte mich sicherlich ein gutes Stück selbstbewusster dastehen lassen. Smarter. Vielleicht wäre ich dank meiner fundierten Kenntnisse längst in irgendeiner Chefetage gelandet und würde jetzt an meinem Golf-Handycap arbeiten und meine Krawatte von schleimigen Untergebenen geraderücken lassen. Oder hätte wie wild Apple-Aktien gekauft und würde heute auf einem Bett aus iPhones schlafen. Bestimmt wäre ich unglaublich reich. Ja, bestimmt. Und Bücher ... ich würde Bücher schreiben, weil ich so gut schliefe auf meinen iPhones und mit so viel Kreativität in den neuen Tag starten würde. Außerdem hätte ich ja Zeit, reich wie ich nun mal wäre. Mit dem Reichtum kommt die Zeit, man kennt das.

Aber ach, kehren wir zurück ins Hier und Jetzt. Der Kaffee ist ja auch schon fast kalt.

11 Gedanken zu “Kurz zurückgeträumt.

  1. Moena

    So ein Bett aus iPhones ist aber vermutlich verdammt unbequem. Schließlich sind die Dinger ja nicht gerade aus Plüsch.
    Und wenn dann mal eins klingelt, ist es mit dem Schlaf auch vorbei.
    Nee, dann hab ich doch lieber dein quietschendes Monster. 😉

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  2. Thomas Meyer

    Ach, der immense Wert der Telefone würde den Grad an Unbequemheit schon derart wettmachen, dass ein Schläfchen auf den Dingern letztlich doch sehr bequem wäre. Obwohl das quietschende Monster ja bis dato auch nicht zu verachten ist.

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  3. Moena

    Aber nur, wenn du die Telefone auch in die Scheine umtauschst, die sie wert sind. Ansonsten sind die Dinger immer noch ziemlich unbequem und vermutlich auch bald nichts mehr wert, wenn du lange genug drauf gelegen hast. 😉

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