Root Beer – Teil III

So wie dem Ingenieur nichts zu schwör ist, so treibt es auch den Forschergeist stets tüchtig voran. Und deshalb habe ich soeben die zweite Sorte Root Beer ausprobiert. Laut Dosenaufdruck »made with aged vanilla«. Aha. Schlimmer kann's kaum werden, dachte ich jedenfalls, und öffnete todesmutig, nicht einmal einen Kotzkübel in Reichweite bereithaltend, die Dose, darauf gefasst, mir einen weiteren Schluck flüssiger Schuhsohle einzuverleiben.

Tja, und was soll ich sagen? Wenn man sich bereits vorher darüber im Klaren ist, dass man sogleich nicht etwa ein süßes Erfrischungsgetränk, sondern eben flüssige Schuhsohle trinken wird, dann schmeckt das Zeug gar nicht mehr so widerlich. Nur noch ein bisschen widerlich sozusagen und weder kräuseln sich, wie befürchtet, die Zehnägel, noch stellt sich das (natürlich nur metaphorische) Rückenhaar auf. Vielleicht liegt's an der Sorte, vielleicht auch nur an meinen seit gestern abgestorbenen Geschmacksknospen, ich weiß es nicht.

Muss ich aber trotzdem nicht mehr haben. In einer Welt, in der es Cola gibt, hat Root Beer irgendwie keine so richtige Daseinsberechtigung. Finde ich. Kuhpisse füllt man ja schließlich auch nicht in Dosen ab und fügt Vanillearoma hinzu.

Experiment beendet.

2 Gedanken zu “Root Beer – Teil III

  1. danke, ein weiterer beweis dafür, dass nicht alles lecker ist, was in büchern als ach-so-lecker beschrieben ist 😀

    btw das butterbier aus harry potter klingt zwar auch zum dahinschmelzen, aber wenn man näher darüber nachdenkt, dann doch auch wieder nicht. gibts das auch bei euch? wäre interessant hehe

    Antwort
    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Butterbier? Urgs! Da muss ich doch mal nachschlagen, ob's das auch gibt. Aber ja, wundern würde es mich nicht. Gibt ja alles hier.

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