Rote Welle

Feucht das Tal und stramm die Rute,
Kleidung flugs vom Fell gerissen.
Lüstern lechzt des Mannes Schnute,
Gräbt mit raschem Zungenstoß
Sich schmatzend tief in ihren Schoß,
Und geht zu Werke pflichtbeflissen.

Kaum gerät sie in Ekstase,
Will er sich erst recht beweisen,
Drückt hinein die ganze Nase,
Wo die Luft könnt' frischer sein,
Und schürft, als sucht' er Edelstein,
Doch schmeckt sie heut' nach altem Eisen!

Raus, nur raus aus dem Verstecke,
Mund und Nase jedoch klemmen
Fest in ihrer Schenkelecke!
Und die rote Welle treibt
Voran, bis einzig ihm verbleibt:
Die Augen zu und weiterschlemmen!

Panta rhei - wer könnt's ertragen?
Tod durch Zyklus literweise!
Was wird die Familie sagen?
Panik gärt in seinem Bauch,
Die Welt zerbricht in Schall und Rauch,
Ein Schrei! Und alles ruht ganz leise.

Schweißgebadet reißt im Stillen,
Auf er die verklebten Lider.
Sucht im Bad Beruhigungspillen,
Gott sei dank! Geträumter Schaum!
Doch Spieglein sagt: Von wegen Traum,
So rot der Mund! Nun schreit er wieder.

2 Gedanken zu “Rote Welle

    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Ach nee. Über Kommunismus schreib ich doch nicht. Aber nicht, dass es nicht Absicht gewesen wäre. 😉

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