Reisetagebuch eines Dauernörglers 2013 – Teil 1

Tag 1

+++ Der Urlaub fängt prima an. In aller Herrgottsfrühe haben wir die laut klagende Katze in die Tierpension gebracht. Ihre erste Amtshandlung: Die Katze im Nachbargehege anfauchen. Verspricht, eine tolle Woche zu werden. Zumindest für die Katze. +++

+++ Wird noch besser: Auf dem Rückweg von der Tierpension bekomme ich einen ... äh ... ast(h)reinen Asthmaanfall (Hust!). Die vielen Tiere und all das Heu in der Pension waren wohl zu viel für einen Tierhaarallergiker mit Heuschnupfen. Wer hätte DAS gedacht? +++

+++ Später am Tage - ich habe mich gerade wieder akklimatisiert - beginnt der Flug ohne größere Zwischenfälle. Da ich inzwischen häufiger über den Wolken unterwegs bin, höre ich sofort: Das Flugzeug klingt beim Start irgendwie komisch. +++

+++ Herrliche Aussicht hier oben. Als würde man in ein Glas Milch schauen, oder - was wohl eine philosophische Angelegenheit sein dürfte - aus einem solchen heraus. Smog und Wolken sei dank. +++

+++ Der opulente Herr schräg vor uns, der nicht in den rechten Sitz passen wollte und sich nun doch irgendwie in den linken hineingepresst hat, gönnt sich auf sein Bier einen Johnny Walker. Die anschließende Currywurst spült er mit, nun, Bier und einem Johnny Walker herunter. Erwähnte ich die Sache mit dem Sitz? +++

+++ Mallorca sieht direkt vor der Landung von hier oben so anders als Deutschland gar nicht aus. Gut, die Felder sind alle braun statt grün und sämtliche Sträucher und Bäume so winzig wie die Wirtschaftsleistung hier, aber sonst? +++

+++ Angekommen! Das Hotel in Alcúdia ist ... puh! Wir bekommen, weil es fürs Abendessen leider schon zu spät ist, zwei alte Scheiben Toast, dazu alten Käse, alte Wurst und alte Nudeln. Immerhin: Die Zapfanlage bietet neben Weiß- und Rotwein auch Sangria. Wie war das mit den Mallorca-Klischees? +++

LESEN SIE AUSSERDEM ...

Smartphone-Level: Ernüchterung - Das Ding taugt hier ohne Internet gerade noch, um kleine (vermutlich alte) Brote darauf zu schmieren.

Erholungsgrad: Kurz vor atomarem Erstschlag.

Hautfarbe: So blass, dass jede Kreide vor Neid ergrünt.

2 Gedanken zu “Reisetagebuch eines Dauernörglers 2013 – Teil 1

    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Ja, genau da waren wir. 🙂 Also WAREN, das ganze Ding hier ist quasi sowieso nachgelagert, weil ich ja kein Internet hatte, wie den Textfetzen zu entnehmen ist. Aber fand ich auch wirklich schön. Genau wie du sagst. Bisschen viele Engländer vielleicht, aber das merkt man allenfalls beim Essen und an den vielen Pubs. 😉

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