Reisetagebuch eines Dauernörglers 2013 – Teil 3

Tag 3

+++ Dank diesmal abgeschalteter Klimaanlage mussten diesmal weder wir noch die Mücken frieren. Fühle mich nach dem Aufstehen dafür, als hätte mich jemand mit einem Backstein aus Hitze massiert. +++

+++ Das Brot beim Frühstück vermehrt sich selbständig, sobald man es in den Mund schiebt. Womit backen die hier? Mit Zement? +++

+++ Wie lange muss man eigentlich hier sein, bis sich wahlweise Blumenhemd oder Strohhut am eigenen Körper bzw. der Zopf vom Typ Asipalme auf dem Kopf manifestieren? +++

+++ Merke: Wenn irgendwo »desinfiziert« draufsteht, ist dies der beste Grund, an der Reinlichkeit zu zweifeln. +++

+++ Schilder, auf denen so was wie »Bitte reservieren Sie keine Liegen mit Handtüchern!« und »Luftmatratzen im Pool verboten!« gehören selbst verboten. Bringen die Leute bloß auf dumme Ideen ... Ohnehin wundert mich, wie in den von handtuchverzierten Liegen umringten Pool von der Größe eines Fußbades so viele Luftmatratzen passen. +++

+++ Beim Mittagessen gilt heute für viele offenbar die Devise: Freiräume auf dem Teller lassen sich hervorragend mit frittierten Zwiebelringen auffüllen. Schön auch die Engländer vor mir, die empört feststellen, dass sie versehentlich für Salat angestanden haben, um direkt danach zu den Zwiebelringen zu eilen. +++

+++ Die Kultur hat man hier wie bekanntlich überall im Portmonee. Weil selbiges nicht allzu üppig gefüllt ist, verzichten wir heute auf sämtliche Touren Marke Krösus-Reisen und gehen schlicht wandern. Das funktioniert genau eine Stunde lang, dann stellen wir fest: Überall Zäune hier! Viele ausgegebene Teuros später sind Ausflüge per Bus und Boot organisiert. Verdammte Kultur! +++

LESEN SIE AUSSERDEM ...

Smartphone-Level: Versuchung - Mein Mobilfunkanbieter, die alte Schlange, will mit zehn Megabyte Gratisvolumen für Daten locken. Zehn Megabyte, das wären ja ... also puh ... bestimmt mindestens zehn Sekunden Katzenvideo auf YouTube!

Erholungsgrad: Innerlich entspannt, unterbrochen nur hin und wieder von einem der unzähligen plärrenden Kinder, die hier scheinbar in dunklen, feuchten Ecken wachsen.

Hautfarbe: Mittels Sunblocker konserviert, während all die puterroten Engländer vermutlich bald an Hautkrebs verwenden werden. Die spinnen, die Briten!

2 Gedanken zu “Reisetagebuch eines Dauernörglers 2013 – Teil 3

  1. googlemaps kann man übrigens super offline nutzen! muss man halt bei gelegenheit davor noch den ort einspeichern, den man benutzen will, sonst gehts halt nicht. ich als alte smartphone besitzerin ohne internetvertrag hab da immer ein paar spezialtipps auf lager 😉

    Antwort
    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Danke schön für den Tipp. Nächstes Mal bin ich dann auch schlauer. 😀 Das war wirklich ein Ärgernis, und 'ne wirklich praktikable Karte hatten wir auch nicht so richtig.

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