Reisetagebuch eines Dauernörglers 2013 – Teil 5

Tag 5

+++ Lernen von den Alten: Hat man erst alle Sorten auf der Käseplatte durchprobiert, gibt es sonst nicht mehr viel zu erwarten. +++

+++ Überhaupt mal wieder das Essen betreffend: Eine Woche lang mag es ja schön sein, die Uhr in Form eines Büffets ticken zu hören, aber wie mag das bei Leuten in Seniorenheimen und dergleichen sein, wo der verbliebene Rest an Lebensfreude sich an der Liane des Alltags lediglich von Mahlzeit zu Mahlzeit schwingt, bis die eigenen Teller endgültig abgeräumt werden? Brrr! +++

+++ Aber weg davon und hin zu den wichtigen Dingen meines jungen Lebens: Ich verbringe diesen Gammeltag endlich mal mit was Nützlichem, und so ist mein Pokémon »Machollo« inzwischen auf Level 21 angelangt. Juhu! +++

+++ Fröhlich locken die Verbotsschilder: Mit Kleidung in den Hotelpool, akrobatische Absprünge vom Beckenrand ... Gottseidank steht nirgends »Nicht vom Rand ins Becken pinkeln!« (Was das Pinkeln im Becken angeht ... Nicht drüber nachdenken.) +++

+++ Fühle mich inzwischen wie ein Vampir. Im Gegensatz zu all den Urlaubern, für die man wohl einen Pfannenwender benötigen würde, wollte man ihre aufgeheizten Körper von den Liegen lösen, huschen wir von kläglichem Schatten zu kläglichem Schatten, als wollten wir nicht zu Staub zerfallen - oder für die jüngeren unter uns: als wollten wir vermeiden, in der Sonne zu glitzern wie Einhornpipi). +++

+++ Ich bin sicher, irgendwo auf der Welt gibt es eine Fabrik, in der Leuchttürme, Fotorahmen und Schneekugeln für alle Inseln dieser Erde hergestellt werden. +++

LESEN SIE AUSSERDEM ...

Smartphone-Level: Die Versuchung, Dinge zu googeln, ist groß. Spüre bereits, wie mein Klugscheißerstatus bröckelt.

Erholungsgrad: Alles prima, lediglich die Kinder mal wieder, die es neuerdings auch mit Windpocken gibt, und die roten Pusteln nerven wie gehabt. In genau dieser Reihenfolge übrigens.

Hautfarbe: Im Ernst? Ich überlege, diesen Punkt einfach zu streichen.

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