Reisetagebuch eines Dauernörglers 2013 – Teil 6

Tag 6

+++ Heute ist mal wieder Ausflugtag, und weil es heißt, diese Drachenhöhle hier müsse man unbedingt mal gesehen haben, gucken wir uns das Ding also an. Hinterher stelle ich fest: Jede Menge Stalagdingsbums an den Decken, aber keine Drachen weit und breit. Blöd. +++

+++ Beeindruckend, was die Natur neben Tropfsteinen in diesen unberührten Höhlen alles hervorbringt: stilvoll ausgeleuchtete Decken und Seen, rechtwinklige Steinstufen samt Geländer und naturbelassene Mülleimer überall dort, wo man sie brauchen könnte. Faszinierend! +++

+++ Toll: Ein Olivenholzverkauf wirbt mit großen Dinosauriern auf dem Parkplatz. Warum das? Die Frage muss eher lauten: Warum nicht? +++

+++ Ist ja wie ‘ne Kaffeefahrt: Waren in einer Perlenfabrik samt Werkverkauf von, nun ja, ziemlich teuren Perlen. Zum Glück steht Frau Freundin nicht auf Perlenschmuck - im Gegensatz zu manch anderer Dame hier: Habe einige wirklich unglücklich dreinschauende Männer erspäht. +++

+++ Obwohl wir noch kein Wort gesprochen haben, werden wir im Lokal in Porto Christo sofort als Deutsche entlarvt. Fast schon beängstigend! Oder hätte ich etwa die weißen Socken doch nicht anziehen sollen? +++

+++ Die Engländer haben auf ihrer Insel offenbar nur Gefängnisfriseure und keine Zahnärzte. Oder das sind alles Hooligans hier, was die Frisuren und die vielen Zahnlücken auch erklären würde. +++

+++ Was die juckenden Pusteln angeht, vermute ich inzwischen eher die Algen und weniger die Sonne als Schuldigen. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, meinen Hintern in die Sonne gehalten zu haben. +++

+++ Schauen zu, wie das Meerwasser die Felsen unterspült. »Und deswegen sind Wasser-Pokémon gut gegen Stein-Pokémon«, sagt meine Freundin. Aha. +++

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Smartphone-Level: Man fragt sich unwillkürlich, was so smart an einem Haufen Elektronik ist, den man den ganzen Tag in der Hosentasche herumschleppt, immer mit der Befürchtung, das Dinge könnte runterfallen. Hmm ...

Erholungsgrad: Wie der Kaffee hier - morgens hervorragend, abends irgendwie eher wie altes Spülwasser.

Hautfarbe: Ach!

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