Harmoniegefühle beim Haarchirurgen

Gerade beim Friseur: Ein Typ lässt sich von einer jungen Frau asiatischer Abstammung mit wirklich nur dezenter Sprachbarriere die Haare schneiden.

Irgendwas passt wohl nicht, er beginnt zu mosern und zieht sein Handy hervor: »Sehen Sie, so wollte ich aussehen. Diese Frisur möchte ich haben. Das ist definitiv nicht diese Frisur. Ich habe einen sehr quadratischen Kopf. Da müssen Sie ein Gefühl für bekommen. Ich weiß, das ist nicht leicht.«

So so, ein Gefühl für seinen Bratschädel muss sie also bekommen. Das geht bestimmt ganz prima innerhalb von zehn bis zwanzig Minuten Abfertigungszeit, bis der nächste sich die Rübe beackern lassen will.

Sie schnippelt also weiter, er guckt skeptisch, kriecht mehrfach fast in den Spiegel hinein und meint: »Schauen Sie mal, hier links und rechts, da muss jetzt noch Volumen rein. Und die Harmonie stimmt auch noch nicht.«

Die Harmonie, ja. Mein lieber Herr Gesangsverein! So ging es noch eine Weile weiter, bis er dann am Ende endlich aussah wie Peter Klöppel, die Packung Pampers vom Nebenstuhl klaubte und sich Richtung Kasse aufmachte. Allein für solche Leute müsste man den Mindestlohn noch verdoppeln.

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