Lebenszeichen aus dem Sommerloch

Hu, ha, Blog! Das Sommerloch ist schuld, ganz ehrlich. Oder ... oder dieses komische Antiallergikum, das ich jetzt futtere wie Bonbons mit Mangokiwikirschkäsemakkaronigeschmack, das angeblich nicht müde macht und mich insgeheim wahrscheinlich doch durchhängen lässt. Irgendwas. Macht. Mich. Lethargisch. Egal.

Manchmal glaube ich, in jenen Momenten eben, in denen mein Blick sich in sanft über den Himmel gleitenden Cumuluswolken verliert - so wie jetzt - die aussehen wie mit Bullenhormonen gefütterte Schafe, ja, da glaube ich, es ist diese seltsame Grundzufriedenheit, die sich in mein Leben geschlichen hat und die dafür sorgt, dass ich mal gar nichts zu sagen habe. Nee, da fehlt kein »un« im Wort. Das wäre früher mal der Fall gewesen, und dann hätte ich wieder mit dicken Kopfhörern auf den Ohren Wutmusik gehört und dazu milchlasterweise Wutkaffee mit der Konsistenz von abgelaufener Zahnpasta getrunken, mich hineingeputscht in einen Zustand kurz vor der atomaren Detonation meines eigenen Hirns, in dem der Energiestau dann irgendwann über die Finger abgeflossen wäre und ich reihenweise Texte aufs digitale Papier gerotzt hätte ... Luft holen ... bis ich mich für einen Moment erleichtert gefühlt hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Das, was ist, das zählt. Hätte, wäre, könnte - all das ist für den Hintern, unbrauchbar wie einlagiges Klopapier, das vom Halter gefallen und in einer Pfütze aus Flüssigkeit gelandet ist, die nur deswegen auf dem Fußboden steht (Können Pfützen stehen?), weil irgendwer, der nicht zielen kann, sich einfach nicht hinsetzen wollte. Hat eine Weile gedauert, das zu begreifen, das geb ich zu, aber inzwischen ist es durch meinen Dickschädel hindurchdiffundiert. Gut so.

Und der Grund für all das weilt seit nunmehr 24 Jahren auf diesem Planeten (Gott, das musste ich gerade nachrechnen!), klöppelt augenblicklich hoffentlich tonnenweise Text in ein Dokument, aus dem mal eine Abschlussarbeit werden soll, betreibt ein Bücherblog, auf das ich neidisch bin wie Sau und ärgert sich vermutlich gerade immer wieder mal über eine gewisse Katze, die ihre Krallen einfach nicht von Hugo der Pflanze lassen kann. Schatz, ich liebe dich!

2 Gedanken zu “Lebenszeichen aus dem Sommerloch

  1. Woah, in deinem Antiallergikum müssen komische Sachen drin sein. So was von dir, so öffentlich und für jeden zum Mitlesen und so? Hach, du machst mich ganz sprachlos. Komm mir nach Hause, du! :-*

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du möchtest einen Kommentar hinterlassen, weißt aber nicht, was du schreiben sollst? Dann nutze doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein. Du musst nur noch die Pflichtfelder ausfüllen und den Kommentar abschicken. :)