Archive für den Monat: Februar 2015

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Manchmal hasse ich Menschen. Wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen Bleibe, möglichst in Berlin, gern auch eher am Rand und nicht mehr mitten im Trubel, aber woah, das auf Immo-Scout und Konsorten Dargebotene als Angebot zu bezeichnen, grenzt ja schon an Frechheit. Es sind tatsächlich Menschen, die für horrende Mieten im Innenstadtbereich sorgen, Menschen, die versuchen, grässlichste Bruchbuden an die Frau oder den Mann oder auch die Familie zu bringen. Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die die Angebote erstellen und auf den einschlägigen Webseiten einstellen, Menschen, die ich momentan wirklich aus tiefstem Herzen hasse. Wer eine umfunktionierte Tropfsteinhöhle als Prachtbau verkaufen will, hält seine Mitmenschen entweder für minderbemittelt oder für schlicht verzweifelt genug, für die Ranzbude trotzdem monatlich das Bruttoinlandsprodukt eines asiatischen Kleinstaats auf den Tisch zu legen. Das ist frech, dreist, unverschämt.

Meine Freundin und ich liegen regelmäßig abends auf der Couch, wischen auf dem iPad herum und lachen uns über die Beschreibungstexte der angebotenen Wohnimmobilien kaputt. Wir reißen Witze über das stilechte Pjöngjang-Feeling, das viele der Wohnungen von den Bildern her ausstrahlen, dass der Fotograf der eingestellten Bilder keine Ahnung von irgendwas hatte, wenn er ausgerechnet den Gammelfleck vorm Klo festhalten musste, dass man in der offenbar kaputten Küche wenigstens die Türen wieder in die Schränke hätte hängen können und und und. In manche Wohnungen möchte ich keinen Fuß hineinzusetzen, aus Angst, ich könnte mir was wegholen von dem aggressiven Dreck, der vermutlich durch die Sohlen der Schuhe diffundiert. Und während wir lachen, ist uns eigentlich gar nicht zum Lachen zumute, weil das sehr, sehr traurig ist. Traurig, dass es solche Bleiben überhaupt gibt und dass man Menschen im eigentlich reichen Deutschland zumutet, in diesen Wohnungen hausen zu müssen. Einige sehen so schlimm aus, dass die dranhängenden Balkone nur dafür geeignet sein scheinen, sich direkt nach dem Einzug von ihnen auf den Asphalt zu stürzen. Kein Wunder, dass so viele Berliner ständig eine Fresse ziehen, wenn sie so wohnen müssen.

Da kriegt man dann ziemlich schnell zu viel. Ich wünsche mir manchmal ein Kommentarfeld zu den Inseraten, ähnlich wie bei Facebook. Einfach nur, um die dreisten Makler und Immobilienverwalter anzupöbeln, die es wagen, solchen Dreck an Wohnraum überhaupt anzupreisen und dafür auch noch Geld zu verlangen.

Vielleicht sind wir auch einfach zu anspruchsvoll, vielleicht muss man in der Großstadt ja diese Extraportion Wurschtigkeit mitbringen, um glücklich darüber zu sein, überhaupt ein dichtes Dach über dem Kopf zu haben, wenn man nicht gerade in der übervollen U2 durch die Gegend gondelt und den Berufsschweiß seiner Nebensteher einatmet. So schön es hier im Frühling und Sommer auch sein kann, in all den Parks, auf den Straßenfesten, in den Einkaufsstraßen, manchmal macht's einen fertig, Teil dieser Stadt zu sein, in der man eigentlich gar nicht mehr wohnen möchte, weil man in ihr ja nicht zu vertretbaren Konditionen wohnen kann.

Wenn das so weitergeht, sehe ich uns schon in ein paar Jahren irgendwo im tiefsten Brandenburg hausen, wo ich mit 'nem Strohhut auf dem Kopf auf meinem Hof hocken und hin und wieder nach hinten gehen werde, um die Hühner zu füttern. Und wenn dann nie wieder jemand online was von mir hören sollte, dann kein Wunder, weil es im nicht urbanen Deutschland ja auch anno 2015 noch immer kein richtiges Internet gibt. Und auch sonst nichts, abgesehen von bellenden Hunden, Nazis und Kiefernwäldern. Und ich muss es wissen, ich komme schließlich von dort. Geht also auch nicht, verdammt!

Die haben einen hier echt bei den Eiern. Sagt, was ihr wollt, aber der Teufel existiert definitiv, und er ist in der Immobilienbranche tätig.

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Komische Gewohnheiten gibt es auf der Welt. Dinge, über die man nie spricht, die man aber einfach so tut. Nicht, dass sie uns anerzogen worden wären, also wenigstens mir nicht, aber sie sind eben so drin. Beispielsweise an der Kasse im Supermarkt: Stehe ich da an, schmeiße das bunte Warengedöns aufs Band und lege dann hinter meine Ware dieses, öhm, Warentrenndingens (Wie heißt das eigentlich offiziell?), dann sagt der- oder diejenige hinter mir meist: »Danke.« Warum eigentlich? Danke, dass Sie meine Ware nicht mit bezahlen wollen etwa?

Anderes Ding: Gehen und herumstehen auf der Rolltreppe. Da wir in einer Hektikgesellschaft leben, gibt's immer auch Leute, denen die Rolltreppen zu langsam rollen. Also stampfen sie die steilen Dinger hinauf, um am Ende sagenhafte zwei, drei Sekunden Zeit zu sparen. Ja gut, kann man machen, ich bin ja auch ein Hektiker und mache das hin und wieder so. Aber warum bedeuten Rolltreppen immer: links gehen, rechts stehen? Hat das mal irgendwer so festgelegt? Steht das irgendwo? Warum hinterfragt das niemand? Liegt es daran, dass rechts Autos parken und links daneben gefahren wird? Und verhält es sich dann in England auf Rolltreppen umgekehrt?

Oder Smalltalk im Fahrstuhl. Ich steige morgens in den Lift, wenn ich ins Büro muss. Solange ich nicht den ersten Kaffee intus habe, bin ich schlechter gelaunt als ein Eisbär in der Sauna. Da will nicht reden, schon gar nicht so was hier:

»Wieder kalt draußen, was?«

»Joa, aber soll ja bald besser werden.«

»Na hoffen wir mal.«

BING!

»So, schönen Tag noch.«

»Danke. Ebenfalls.«

Woah, nee! Warum ist das so? Was ist so schlimm daran, für die paar Sekunden, während der man auf einem Quadratmeter zusammengepfercht steht, Löcher in die Luft zu starren und den Sabbel zu halten?

Gesellschaftliche Normen sind was Seltsames. Ich finde es immer ulkig, dass Tiere gewisse Dinge einfach wissen, ohne sie je bewusst gelernt zu haben. Unsere Katze zum Beispiel: Die tut Dinge, die alle Katzen tun, scharren etwa (auch wenn sie das auf dem Laminat macht, statt im Katzenklo), sich an Vögel anschleichen, etc. Hat sie aber nie von einer anderen Katze gelernt (daher vermutlich die Laminatsache). Wissen tut sie es trotzdem. Beim Menschen scheint es sich mit den genannten Dingen ähnlich zu verhalten. Wir tun sie einfach, hinterfragen sie kaum oder nicht so, als dass wir wirklich Antworten suchen oder uns bewusst anders verhalten. Und wenn doch, sind wir komisch, solange wir nicht reich und damit automatisch exzentrisch sind.

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Internet früher ...Die Frühzeit des massentauglichen Internet ist eine Geschichte der Entbehrungen. Mir ist, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich so um 2000 herum vor meinem nikotinfarbenen PC vom Ausmaß eines Hochofens saß, der keuchte und stöhnte wie Darth Vader mit Schnappatmung und mit dem ich mich über ein schnarchlahmes Modem ins Netz einwählte, das ich nach hoffentlich erfolgreicher Verbindung wie einen Götzen anbeten musste, selbige bitte nicht ungefragt wieder zu trennen.

War dem Modem eh egal. Das Modem war ein Arschloch. Diese plötzlichen Verbindungstrennungen, untermalt von einem schadenfrohen »Klack« waren ein Ärgernis, weil damals jede scheiß Einwahl sagenhafte vier Pfennig kostete. Das klingt nicht teuer, aber weil ich das pro Tag vier, fünf Mal machte, so ziemlich jeden Tag im Monat natürlich, ganz davon abgesehen, dass die stehende Verbindung seinerzeit ja auch noch minütlich knapp zwei Pfennig kostete (was schon wahnsinnig günstig war) und es für angefangene Minuten hinterher nichts zurückgab, bedeutete das am Monatsende vor allem eines: »Kannst du mir mal bitte erklären, warum wir wegen dir schon wieder so eine hohe Telefonrechnung haben?« Das Für-die-Schule-Argument zog dabei in meinem Fall irgendwann auch nur noch begrenzt, weil mir bald keiner mehr abnahm, dass man für akkurate Schulnoten jeden Monat Unsummen im Internet versurfen musste. Vorher ging's schließlich auch ohne. Ja gut, vorher ging's auch ohne das Rad, und trotzdem stünde der Autofahrer von Welt heute ohne Rad irgendwie ziemlich blöd vor seiner Karre rum.

Aber ganz im Ernst: Was machten wir eigentlich im Internet? Liebe Eltern der letzten Generation, natürlich haben eure Sprösslinge dieses komische Internet nicht für die Schule benötigt. Nicht nur, jedenfalls. Solange sich die Texte für die nächste Wandzeitung eins zu eins auch vom Bertelsmanns CD-ROM-Lexikon klauen ließen, reichte uns das. War deutlich bequemer, als sich extra ins Internet einzuwählen und dabei zuzuschauen, wie die langsamsten Ladebalken der Welt sich gemütlich wie ein Hundertjähriger mit Rollator von null auf hundert Prozent hochkrebsten, während die Seite sich aufbaute, als würde sie jemand mit Papier und Prittstift von Hand zusammensetzen. Die Lehrer damals kamen außerdem nicht mal mit einem Videorekorder klar, drum war keine Hausaufgabe der Welt darauf ausgelegt, dass man irgendwas aus diesem komischen Internet heraussuchte. Nein, also wenn wir schon ins Netz gingen, dann für die wichtigen Dinge des Lebens.

Um über Napster illegal Musik zu laden beispielsweise. Das mit der gestohlenen Musik war freilich nicht neu, schließlich hatten wir CDs vorher auch schon im Laden geklaut, aber mit dem Internet hatte sich dieser Prozess digitalisiert. Künstler, Plattenfirmen und der nun nicht mehr benötigte Hausdetektiv fanden das vermutlich blöd, dafür freuten sich die Telefongesellschaft und die Verteiler von AOL-CDs. Und natürlich sämtliche Hersteller von CD-Brennern. CDs waren überhaupt prima: Im Gegensatz zu Kassetten gab's nie Bandsalat, und grundsätzlich gingen die Dinger eigentlich nur dann kaputt, wenn man sie an seine Freunde verlieh.

An und für sich war das »Saugen« von Musik in der Anfangszeit allerdings eine ziemlich zähe Angelegenheit. In einer Welt, in der eine simple Webseite ohne Bewegtbildgedöns – denn das gab es damals fast gar nicht – drei Minuten zum Laden benötigte, schaffte es auch die neuste Metallica-Single nicht schneller auf die Festplatte. Und wenn dann die Gegenseite, also der Blödmann, von dem man das Lied gerade kopierte, kurz vor Ende die Verbindung kappte, bekam man glatt Mordgelüste, denn nun musste man von vorn beginnen. Selbst machte ich mir daraus natürlich auch gerne mal einen Spaß. Hahaha, du willst dieses Lied haben, ja? Haha, nur noch vier Prozent? Drei? Zwei? Eins? Nope, Freundchen! Ein Klick, und alles war umsonst. Die Arbeit einer ganzen Stunde – verbrannte Erde aus unbrauchbaren Dateihappen.

Abgesehen von den hohen Telefonrechnungen fanden zumindest die meisten Eltern das aber ganz toll, was wir so machten. Sie kapierten nicht, was unsereiner da tat, wenn wir wie der Angestellte des Monats im professionellen Presswerk eine Silberscheibe nach der anderen im Brenner verschwinden ließen, um sie hinterher fein säuberlich mit Edding oder sogar bedruckten Labels zu verzieren und auf einen großen Stapel zu legen, der hinterher an Freunde oder andere Interessenten verteilt wurde – gegen Bares natürlich. Am Computer zu hocken war aus Elternsicht besser, als draußen heimlich eine Schachtel Kippen nach der anderen wegzuziehen. Nicht, dass dafür keine Zeit mehr gewesen wäre, aber ... Elternlogik halt.

Am Computer sitzen hieß für Eltern, wenn man nicht gerade zockte, dass man was lernte. Was für die eigene Zukunft tat. Für meine Mutter galt die für sie logische Devise: Beschäftigt der Junge sich mit dem Computer, macht er später mal was Anständiges und muss nicht am Fließband Plastikpflanzen zusammenkleben. Zwar klebe ich heute beruflich tatsächlich keine Plastikpflanzen zusammen, hätte ich mich damals beim Schwarzkopieren aber erwischen lassen, dann hätte ich vielleicht im Knast welche zusammengeklebt.

Um 2000 herum war auch an das Herunterladen von Serien und Filmen noch gar nicht zu denken. Gott, diese gigantischen Datenmengen! Ganze Filme, pah! Die passten doch gar nicht durch die Leitung. Und dann die Kosten! Einen neuen Film direkt in den USA zu kaufen – per Selbstabholung – wäre billiger gewesen. Mein Neid galt seinerzeit den paar Freunden mit teurer ISDN-Leitung. Wessen Eltern einen entsprechenden Vertrag bei der Deutschen Telekom hatten, der surfte nicht nur bedeutend schneller als ich mit meinem 56K-Miniaturpanzer, sondern durfte an gesamtdeutschen Feiertagen auch noch umsonst telefonieren und damit eben auch ... UMSONST SURFEN!!!

Ein digitales Eldorado tat sich für jene Glücklichen auf. Den Luxus nutzte einer meiner Freunde seinerzeit, um in einem fein abgestimmten Projekt über mehrere Sonntage hinweg Gina-Wild-Filme herunterzuladen. Gina Wild – die Älteren werden sich erinnern – war um die Jahrtausendwende herum neben Goethe und Schiller eine der großen deutschen Kulturfiguren (»Jetzt wird's schmutzig« – ein Drama in sieben Akten) und gehörte definitiv auf selbstgebrannte CD-ROMs, die es auf dem Schulhof zu verteilen galt, wenn man mal neue Freunde brauchte. Alle anderen mussten sich mit den unzähligen Internetseiten voller, äh, Aktbilder zufrieden geben, die einem beibrachten, was mit Körperöffnungen anatomisch gesehen noch so alles möglich ist. Ja, auch dafür brauchten wir das Internet, wenn wir uns im Zimmer einschlossen, um in Ruhe für die Schule zu lernen.

Heute kommt man an Filme und Musik viel einfacher und deutlich ungefährlicher. Es gibt tolle Online-Dienste wie Spotify. Will ich eine neue Platte anhören, kann ich das da tun. Jederzeit, immer wieder und das alles auch noch für umme und ganz legal. Ähnlich dekadent verhält es sich mit Filmen und Serien: Dank Netflix weiß ich inzwischen, dass nach »Akte X« doch nicht alle Serien Grütze waren. Dafür weiß ich auch, dass »Akte X« sehr wohl Grütze war. Ja gut, will man sich aktuelle Folgen der Serie »Game of Thrones« anschauen, dann ist's immer noch wie vor zwanzig Jahren, weil die Rechteinhaber irgendwie zu glauben scheinen, sie könnten am meisten verdienen, wenn wirklich niemand ihre Serie anschauen kann. Nicht fragen, ist halt so. Die Vertriebschefs haben vermutlich im Jahr 1850 erfolgreich BWL studiert und glauben, digitaler Vertrieb mache impotent.

Aber gut, es waren unschuldige Zeiten damals, als man noch das Gefühl hatte, das ganze Internet würde von Dampfmaschinen angetrieben. Heute gibt es den Spaß fast nur noch drahtlos, ohne fiepsendes Modem, das man in die Telefondose stöpseln muss, das die Leitung blockiert und so die Familie vom Rest der dauernd anrufenden Verwandtschaft abklemmt. WLAN gab es damals ja nicht. Und als es das endlich doch gab, war es beschissen: unsicher und die Verbindung schwankte schlimmer als Johnny Depp auf 'ner Pressekonferenz. Ein sehr cooler Trick war, zur Verbesserung der Verbindung etwas Alufolie um die Antenne des Routers zu wickeln. Das sah ziemlich nerdig aus und half kein bisschen. Leider.

Wie sich das geändert hat! Heute besteht die Luft zum Atmen wahrscheinlich zu fünfzig Prozent allein aus WLAN. Einmal zu tief Luft geholt, schon hat man vielleicht den viel versprechenden Online-Flirt des Nachbarn verschluckt. So ändern sich die Zeiten: Früher bekam man beim Einzug in eine WG zuerst den Schlüssel, heute fragt man nach dem WLAN-Passwort. Alles kein Thema mehr. Wer heute online sein will, kann das problemlos auch auf dem Klo sitzend tun, ohne den PC auf einem Rollwagen ins Bad karren und sich überlegen zu müssen, wie er die Verlängerungsschnüre durch die Bude legen soll. Früher druckte ich mir interessante Webseiten aus und nahm sie zum Lesen mit aufs Örtchen, heute machen das nur noch CDU-Politiker. Sorgenfrei auf dem Lokus hocken und die Zeit versurfen, während der eigene Hintern allmählich mit der Klobrille fusioniert, das wäre damals undenkbar gewesen.

Und auch der Begriff des Surfens an sich hat sich verändert: Erkundete man früher noch mutig auch die finstersten Ecken des World Wide Web (Ja, natürlich möchte ich den Sexy-Teens-Newsletter täglich kostenlos an meine Mailadresse geschickt bekommen, schließlich ist er KOSTENLOS!), besteht dieser Mut heute weitestgehend darin, nicht nur die Facebook-Timeline rauf und runter zu scrollen, sondern auch mal auf das Profil von Leuten zu klicken, die noch nicht in der eigenen Freundesliste vor sich hin gammeln.

Aus dem harten Scrollrad früher Tage ist eine verweichlichte Wischgeste geworden. Was uns früher beim Schleppen kaputte Knie und Rückenschmerzen bescherte, stecken wir nun in bunte Hüllen und werfen es in die Handtasche. Smartphones mit Dauer-Online-Zugang sind allgegenwärtig. Wir haben unsere digitale Unschuld verloren, unseren Entdeckergeist an Steve Jobs und Mark Zuckerberg verkauft. Man könnte weinen, wäre das nicht alles so ungemein praktisch. So schön bequem. Die Welt steht uns so viel offener als früher, es gibt keine Grenzen mehr. Wer braucht digitalen Survivalurlaub wie früher, wenn er all inclusive mit Klimaanlage haben kann? Ich muss nur mein Telefon in die Hand nehmen, den Browser öffnen und ... oh ... Mist, Datenvolumen ist aufgebraucht.