Sommerloch 2015

Da bin ich also im angekommen im Sommerloch – wieder mal. Während Berlin gähnend leer ist wie nach der Zombieapokalypse, weil all die Berliner an den Stränden der Welt noch nach ein paar freien Handtuchzentimetern suchen, harre ich aus und sinniere über das Leben nach. Etwa wie das so ist, jetzt mit 30 und fast 31. Sofern ich mich nicht in den kommenden Tagen in einen Klumpen Schmelzkäse verwandelt haben sollte, muss ich das mal hier zusammenfassen. Bisschen sortierter halt, was aber nur geht, wenn die Rübe wieder etwas kühler ist. Ansonsten haben wir die letzte wie die jetzige Hitzeperiode genutzt, um die Uraltmöbel, die teilweise noch aus meiner Studentenzeit stammten, durch was Aktuelleres zu ersetzen. Wer bei 30 Grad einen Ikea-Kleiderschrank zusammenschraubt, der hat auch vor dem Fegefeuer keine Angst mehr, so viel mal dazu. Ferner tue ich derzeit, was man halt so tut: »Das Lied von Eis und Feuer« lesen, fotografieren, dafür aber irgendwie so gar nichts schreiben, die PS4 in der heimischen Konsolenfamilie willkommen heißen und wie ein Satellit um mögliche Immobilienkäufe kreisen. Genug bloggenswerter Kram für die nächste Zeit also, sofern halt ... na ja, Schmelzkäse und so. So, nun aber wieder ab ins Sommerloch.

4 Gedanken zu “Sommerloch 2015

  1. RoM

    Grüß Dich, Thomas.
    N a c h d e m Du die schwedische Innenausstattung tiefgründig mit Blut & Wasser imprägniert hast, war es dem Wetter an der Zeit für etwas Frühherbst zu sorgen. Bestellt hätte nicht pünktlicher sein können. 🙂

    Vom nachrichtentechnischen Kartoffelacker scheinen wir Rezipienten diesen Sommer nicht mit obligaten Sommertheatern eingedeckt zu werden. Keine parlamentarischen Hinterbänkler rufen "Hier!". Und kein Sonderkommando hat imaginierte "Blutbestien der Hölle" in Baggerseen, Waldlichtungen oder auf dem Dachboden zu suchen. Zumindest haben solche Meldungen dieses Jahr keine Chance auf Beachtung. Sommerloch, Saure-Gurken-Zeit adios!
    Das Kaputte in der Welt dreht sich eben munter weiter...

    Die individuelle Kreativität wiederum denkt bei 35°c (Schattenmessung) eher an die Klappliege unter Sonnenschirm, während die Beine die Schattierungen von Türkis im Wasser erkunden. Dazu tropischen Cocktail & eine Hibiskusblüte in den dösenden Gedanken.

    Ein leergereistes Berlin dürfte doch auch seine vorteilhaften Seiten haben - weiten Raum für sich selbst.

    bonté

    Antwort
    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Hallo RoM,

      willkommen zurück! Ja, das mit dem Wetter ... Da haben wir so richtig Glück gehabt mit unserer Möbelbauerei. Immerhin: Schlimmer kann es beim nächsten Mal auch nicht mehr werden, es sei denn, der Klimawandel beschert uns bis dahin Death-Valley-Temperaturverhältnisse.

      Nachrichtentechnisch ist dieses Jahr wirklich was los, das kannst du laut sagen. Zwar ist's auch tagein, tagaus dasselbe Gequirlte, das da durch die Sender gereicht wird, aber es gibt eben tatsächlich was zu berichten. Und ganz ehrlich, noch mehr besorgniserregende Nachrichten braucht mein Gemüt auch nicht.

      Das mit dem weiten Raum in Berlin klappt nur so halb. In den weniger »angesagten« Bezirken ist es zwar tatsächlich sehr leer, dafür schaut's in den Szenebezirken und natürlich an den obligatorischen Sehenswürdigkeiten (die ja wie Pfeffer über die ganze Stadt verstreut sind) aus wie immer: Berliner haben mit Touristen getauscht, sodass ähnlich viel Fußvolk unterwegs ist wie sonst auch. Unterschied sind dann eben die Spiegelreflexkameras, welche die temporären Bewohner um die Hälse tragen, während sie durch die Fußgängerzonen flanieren.

      Viele Grüße
      Thomas

    2. RoM

      ...Du könntest ja zum Urlaubs-Haupteinfall ein "Ich bin ein Berliner"-Shirt tragen. Zumindest wenn Du mit Kamera unterwegs bist... 🙂

      bonté

    3. PhanThomas

      Beitragsautor

      Ich fürchte, so was tragen nur Touristen. 😉 Im Übrigen fühle ich mich auch nicht wirklich als Berliner, bin ich doch letztlich auch nur zugezogen. Das provinzielle Brandenburg bekommt man aus mir nicht mehr heraus, schätze ich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du möchtest einen Kommentar hinterlassen, weißt aber nicht, was du schreiben sollst? Dann nutze doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein. Du musst nur noch die Pflichtfelder ausfüllen und den Kommentar abschicken. :)