Des Monsters Scheiß

Es wohnt ein Monster an der Spree,
macht (re)publik
wohl Politik.
Spielt Spiele, die ich nicht versteh,
von Geld und Krieg
und Markt und Sieg.

Weil Monsters Säen Wellen macht,
verbricht sein Wind
ein totes Kind
und tote Mütter - schwarze Nacht!
Weil Leichen blind
und freudlos sind

zieh'n Lebende vor uns're Tür,
aus Monsters Brand
verheertem Land.
Mit krummem Rücken steh'n sie hier
zur kahlen Wand
mit leerer Hand.

Der Kleingeist flucht, das Monster schreit:
»Die Welle rollt
nicht wie gesollt!
Wir sind für euch hier nicht bereit!
Noch nicht mal zollt
ihr Schwarzrotgold!«

Wer Wind erst sät, der erntet Sturm.
Der Kluge weiß
um diesen Preis
für Kriegsspiel aus dem Herrscherturm.
Ein ewig' Kreis,
des Monsters Scheiß!

2 Gedanken zu “Des Monsters Scheiß

  1. RoM

    Salut, Thomas.

    "Keine Lüge, 180°-Wende, Amoral war den Mächtigen je zu schäbig sie auch zu nutzen. Machterhalt das Credo der Legitimation. Das Gewissen mit Lukrativ-Posten gekauft."
    (Myrelle Minotier)

    bonté

    Antwort
    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Hallo RoM,

      das Zitategeheimnis werde ich eines Tages noch lüften. 😉
      Das mit der 180-Grad-Wende kann unsere werte Kanzlerin ja sehr gut. Angesichts der aktuellen Lage frage ich mich, ob eigentlich für jeden ankommenden Flüchtling eine frische neue Waffe in eines der Krisenländer exportiert wird. Vom Infragestellen der Rüstungsgeschäfte hab ich trotz des inzwischen allgegenwärtigen Leids irgendwie noch nichts gelesen.

      Viele Grüße
      Thomas

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