Stein auf Stein

Freundin und ich haben ein neues Projekt. Wir bauen ein Haus, bzw. eher, wir lassen bauen. Vor einigen Wochen bereits haben wir ein kleines Baublog eröffnet, auf dem sich allerdings noch nicht allzu viel getan hat, abgesehen davon, dass sich überraschenderweise bereits erste künftige Nachbarn vorgestellt haben.

Wie wir auf die Idee gekommen sind, habe ich im ersten Post dort bereits ein wenig erläutert. Im Prinzip ist es aber einfach so: Wenn man hier eine wirklich schöne Mietwohnung haben möchte, dann muss man mindestens 1200 Euro monatlich auf den Tisch legen. 1200. Euro. Miete. In Berlin, einer Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit, mit vergleichsweise geringem Durchschnittseinkommen. Und selbst wenn man eine derart teure Wohnung findet, muss man bei der Besichtigung dem jeweiligen Vermieter dermaßen tief in den Arsch kriechen, dass man ihm hinterher erzählen kann, welche seiner Backenzähne Löcher haben. Das geht so nicht, echt. Mach ich nicht mehr mit, so was.

Tja, deswegen ziehen wir nun eben in die eigenen vier Wände. Das heißt, nicht »nun«, sondern irgendwann spät im nächsten Jahr. Und natürlich hoffe ich, dass alles glatt geht und man uns nicht in wenigen Jahren wahlweise bei »Raus aus den Schulden« oder »Nachbarschaftsstreit« in der Glotze zu sehen bekommt. Falls doch, treten wir dann hinterher noch bei »Goodbye Deutschland« auf. Irgendwas geht ja immer.

Sollte es also künftig weiterhin etwas ruhiger hier sein, kann das entweder daran liegen, dass ich keine Lust zum Bloggen habe, oder aber ich bin dabei, zähneknirschend die ersten Rechnungen zu bezahlen. Und sollte ich nach dem Einzug nichts mehr von mir hören lassen, habe ich wahlweise die Gartenarbeit nicht überlebt, oder ich liege auf der Dachterrasse und sonne meine Zehen.

7 Gedanken zu “Stein auf Stein

    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Besten Dank! Für die Kabel, meinst du? Ich wär ja eher noch für Bodentanks, aber ich schätze, die krieg ich nicht durchargumentiert. 😉

    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Danke schön! 🙂 Das Glück können wir brauchen. Hoffen mal, dass alles gut geht. In zwei Jahren gibt's dann hier vermutlich Fotos von mir mit Strohhut bei der Pflege meiner Chilipflanzen. Na ja, zumindest ist das der Plan. Spießigkeit ahoi! 😉

    2. haha, warum auch nicht - man spart sich viel drama, wenn man sich mit spießigkeit zufrieden gibt. glaub ich. hauptsache glücklich sagt ja schon farin urlaub! chilis und tomaten hab sogar ich geschafft nicht zu töten. freu mich auf die fotos 😀

    3. PhanThomas

      Beitragsautor

      Seh ich auch so. Am Ende will ja doch jeder einfach nur zufrieden sein. Und das mit den Chilis ist auch gar nicht mal sooo leicht. Wir haben welche im Büro, und die sind gerade auch dabei, zu verenden. Komisch, muss wohl an uns liegen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du möchtest einen Kommentar hinterlassen, weißt aber nicht, was du schreiben sollst? Dann nutze doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein. Du musst nur noch die Pflichtfelder ausfüllen und den Kommentar abschicken. :)