Die Brückentrolle des Digitalzeitalters

Mich treibt's mal wieder auf die Palme: Wenn man umzieht und rechtzeitig(!) bei seinem Internet-Provider kündigt, dann muss man den Anschluss ab Umzug trotzdem noch drei Monate lang bezahlen. Wohlgemerkt gilt das auch, obwohl man ihn vielleicht gar nicht mehr nutzen kann.

Wir haben derzeit Internet via Kabel und das wird demnächst nicht mehr möglich sein, da am neuen Wohnort nicht vorhanden. Eine Alternative desselben Anbieters (Vodafone übrigens) fällt ebenfalls flach, weil die Telekom am Standort Glasfaser bis ins Haus legt und da derzeit den Daumen drauf hat. Wir wären also gar nicht in der Lage, den alten Provider irgendwie weiterzunutzen, selbst wenn wir mit Vodafone kundenzufriedenheitstechnisch auf Wolke 7 schweben und uns rosa Zuckerwatte teilen würden.

Und TROTZDEM müssen wir drei Monate lang ab Umzug weiter für den alten Anschluss bezahlen? Was ist denn das bitte für eine Brückentrollmentalität? Kann da mal die EU dem Gesetzgeber was auf die Finger geben, bitte? Oder kommt das sogar von denen? Wer Gurken normt, dem traut man schließlich so manches zu.

Falls wir übrigens den Umzug nicht nachweisen können, laufen die Telefon- und Internetverträge bis Mitte April weiter – also nicht einmal so lange wie die drei angedrohten Pflichtmonate. Ich bin gespannt, wie da vom Anbieter für den Exkunden entschieden wird, habe aber so eine vage Vermutung ... Was den Kabelfernsehanschluss angeht: Dieser läuft sogar bis in den August hinein weiter, sofern die drei Zwangsmonate nicht greifen. Eine Frechheit insbesondere, da Kabelfernsehen am neuen Wohnort gar nicht angeboten wird. Aber gut, könnte ja sein, dass wir schamlos lügen und gar nicht umziehen, sondern nur still und heimlich den Anbieter wechseln wollen. So was geht schließlich nicht, wo kämen wir da denn hin? Würde das jeder machen, das wäre ja ... wäre ja ... wie ein freier Markt wäre das. Igitt!

Ich rief jedenfalls, als ich das mit den drei Monaten erfuhr, einfach mal den Kundensupport an. Das alles schien mir so absurd, das konnte doch einfach nicht stimmen. Zugegebenermaßen hatte mein Puls bereits gesundheitlich bedenkliche Höhen erreicht, aber ich war am Telefon dennoch freundlich wie ... Zuckerwatte und so. Die trotzdem von vornherein passiv-aggressive Callcenter-Agentin bestätigte leider die kundenfeindliche Regelung nochmals und versuchte dann, im Tonfall eines ausgehungerten und tollwütigen Tyrannosaurus Rex, mir stattdessen einen konventionellen DSL-Anschluss anzudrehen. Super Idee! Das Gespräch lief jedenfalls ungefähr so ab.

Ich: »Ich muss leider wechseln, weil wir am neuen Wohnort Glasfaser bis ins Haus gelegt bekommen. Da lässt die Telekom momentan ja keinen anderen dran.«

Sie: »Stimmt nicht! Wir können Ihnen da auch was anbieten. Wohin ziehen Sie denn?«

Innerlich leicht genervt nannte ich ihr unsere Adresse, denn DSL würde eben genau NICHT funktionieren, wenn da kein Kupferkabel liegt.

Sie: »Aha. Nein, also da könnten wir Ihnen nur DSL 16.000 anbieten.«

Nein, können Sie nicht, dachte ich, sagte aber: »Nee, also das ist zu langsam. Bei der Telekom kriege ich bis zu 200 MBit.«

Sie: »Stimmt nicht. Die Telekom bietet auch nur maximal 100 Mbit an. Mehr ist technisch gar nicht möglich.«

Ich: »Aha.« Komisch, dachte ich, steht doch überall drauf, dass mit reiner Glasfaser durchaus 200 Mbit möglich sind und auch angeboten werden.

Ich beendete das dezent unsachliche Gespräch dann wieder und ärgerte mich weiter über die Brückentrolle des Digitalzeitalters. Unabhängig von allen ärgerlichen gesetzlichen Regelungen, mit denen man offenbar ehemals zufriedene Kunden in den ersten Herzinfarkt treiben will, könnte so mancher vermeintliche KundenBERATER ruhig mal eine Softskills-Schulung besuchen.

16 Gedanken zu “Die Brückentrolle des Digitalzeitalters

  1. Anonymous

    Die Anbieter wissen gar nicht, was sie ihren Kunden tagtaeglich in fast jeder Branche mit ihren unqualifizierten Auskuenften eigentlich antun, Hauptsache die Zahlen stimmen am Ende des Tages, hier werden die Anzahl der Anrufe registriert, das ist es doch, was nur noch zaehlt, hier ist die Fuehrung gefragt, die Kraefte, die werden je nach Abbau eines Arbeitsbereiches wie Pakete auf eine gerade freigewordene Stelle versetzt,das Wissen, was gerade auch in der Technik so schnelllebig ist, schaun wir nur mal in einen Telekomladen, so schnell wie die neuen Geraete, aber auch Tarife tagtaeglich neu erfunden werden, ja da ist doch der Aerger schon vorprogramiert, es gab frueher doch nicht umsonst Techniker im Fenmeldebereich, nichttechnische und technische Arbeiter, Angestellte, Beamte, im Verkaufsbereich ging es in die Einzelhandelskaufmannslehre fuer 3 Jahre, heute in der Computerwelt, kann das jeder, kurze Einarbeitung,und die Kraefte sind so hochmotiviert durch ein paar Auditorlehrgaenge, dass sie , wenn Kunde sie berichtigt, es ihnen selbst nicht auffaellt und sie darueberhinwegsehen. Trotzallem ein schoenes Wochenende

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    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Danke schön, das schöne Wochenende folgte. Doch darauf leider ein böses Erwachen: Jetzt haben wir zu Hause gar kein Internet mehr. Der Router ist kaputt gegangen. Ein neuer soll unterwegs sein, doch der Feiertage sei dank bewegt sich das Paket nicht weiter. Immerhin hier war der Kundenservice behilflich. Aber ja, grundsätzlich sind diese Anbieter alle ziemlich lästig. Die betreiben ein Massengeschäft und kommen damit aber nie richtig gut klar. Da fallen dann viele Kunden hinten runter, ihnen wird schlecht bis gar nicht geholfen und der Frust ist so eben groß.

  2. Anonymous

    Ganz kurz noch, mir laesst das jetzt doch keine Ruhe, bin technisch absolut ein Looser, hab aber mal gegoogelt, weiss nicht ob ueberhaupt hilfreich ist, ist auch kein Rheinlaenderwitz, hier steht unter:Mehr Breitband fuer mich; Telekom bietet FTTH-Anschluesse nach Maß fuer Privatkunden, 07.04.2016, darin steht, jetzt kommt's die Glasfaser werden bis in die Wohnung zugefuehrt, aber der Kunde muss alle zusaetzliche Kosten, die notwendig seien dafuer,(fuer Hardware und Tiefbau) selbst uebernehmen, waere vergleichbar mit Kauf eines Anzuges bei Herrenausstatter und der Anfertigung eines massgeschneiderten Anzugs bei einem Schneider, ich moechte nicht weiter vertiefen, ein Schelm, der Boesrs dabei denkt, stellt sich mir nur mal die Frage, wer ist der anschliessende Besitzer dieser kostbaren Glasfaser, die in ihrer Wohnung dann liegen? Muss den spannenden Teil jetzt doch weiterverfolgen.

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    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Das mit der Glasfaser stimmt so. Das gilt aber wohl eher für Hauskäufer. Bei einem Wohnungsmieter dürfte der zahlende Proband nehme ich doch mal an, der Vermieter sein. Alles andere wäre ja eine Frechheit und das würde ja kein Mieter machen. Außerdem kann ein Mieter ja nicht entscheiden ob die Straße aufgerissen werden soll, damit Glasfaser ins Haus gelegt werden kann.

    2. Anonymous

      Ja. ich werde das mal weiterverfolgen, die Mieter werden sehr wahrscheinlich ihr Interesse beim zustaendigen, jeweiligen Hausbesitzer zunaechst einmal anmelden muessen, der Vermieter wiederum gibt der Glasfaserfirma die Erlaubnis bis in die Wohnung zu verlegen, Ftth heisst jaFiber to the home, Glasfaser kabel bis in die Wohnung, das wirft aber noch sehr viele Fragen auf, dann spricht man von Fiber to the Desk,also Glasfaserkabel bis zum Schreibtisch, um das Highspeed- Internet so richtig ausschoepfen zu koennen, also da muss man sich aber einlesen, der Fortschritt ist doch enorm, kaemen unsre Vorfahren zurueck, so Ur-Ur oder Ur-Ur-Ur, die haetten doch Angst vor ihren eigenen Nachkommen, die glaubten wir seien Aliens, unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, in ihrem Alter noch spannend, was da alles noch an Schnelligkeit zu toppen ist, fuer mich,fast doppelt so alt erschreckend, wenn man nur ueberlegt, was in nur 50 Jahren passiert ist.

    3. PhanThomas

      Beitragsautor

      50 Jahre sind ja in Sachen Internet noch längst nicht rum. Das digitale Zeitalter ist eigentlich noch nicht mal 20 Jahre alt und hat bereits jetzt die Welt verändert - zum Guten wie zum Schlechten (die Völkerverständigung wächst, aber auch Bürgerkriege wurden via Internet schneller entfacht, als es andernfalls wohl der Fall gewesen wäre). Selbst mir fällt es inzwischen schon schwer, überall mitzukommen, und ich arbeite in dem Bereich. Auch was die vielen Technologien der Hausversorgung angeht, hab ich so meine Probleme. Bisher unterschied ich zwischen DSL und Kabel. Nun kommt die Glasfaser (als Tochter des ursprünglichen DSL sozusagen) noch hinzu und ob da nun das Ende der Faser in meiner Wand liegt oder das Teil bis auf meinen Schreibtisch kraucht ... herrje, Hauptsache, es funktioniert am Ende und ist schnell. 😀 Als Mieter dürfte man bei der Verlegung, denke ich, aber wenig Handhabe haben. Vor allem, wenn man in einer Stadt wie Berlin wohnt, wo sich Hausverwaltungen ihrer "Macht" bewusst sind man als Mieter eigentlich immer eher das Gefühl hat, Bittsteller zu sein, wenn man mal ein Anliegen hat.

      Viele Grüße
      Thomas

  3. RoM

    Sali, Thomas.
    Ein freier Markt ist so manchem Branchen-Großkopf nur solange heilige Hostie bis der Eigenprofit angegangen zu werden droht. Dann wird gernst die Raubrittermentalität angelegt. Räuberei aus dem Busch heraus...

    Vodie also! Nur gut, dass ich mir von deren "Kettenhunden" nie ein Abo habe andrehen lassen - für mein Prepaid-Handy. Als Abonnent gibt man/frau sich hier offenbar in Abhängigkeiten vom Feudalherren; wie früher muss sich der Leibeigene dann mit Geld aus der Fron wieder auslösen.?
    Wahrlich modern! ?

    Gut, manchen Wirtschaftsbossen wäre die offizielle Restauration der Sklaverei eh ein Herzenswunsch.

    bonte

    Antwort
    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Hallo RoM,

      ich wünschte, wir bräuchten da auch keinen Vertrag. Leider lässt sich mit Prepaid daheim ja nicht besonders viel erreichen, wenn man das Internet exzessiv verwendet. Netflix, PlayStation und all der andere Kram wären wohl relativ unnütz, wenn wir kein schnelles Internet hätten. Und ohne Vertrag lässt uns die Telekom vermutlich nicht in ihr Netz. Gleiches gilt ja auch für die Raubritter, die uns jetzt nicht pünktlich zum Umzug aus dem Vertrag lassen wollen. Und pünktlich zur Kündigung geht auch noch der Router kaputt. Zufall? 😉

      Viele Grüße
      Thomas

    2. RoM

      ...für das Net zuhause habe sogar ich Perma-Skeptiker einen Vertrag abgeschloßen. Allerdings auch hier, nicht bei Vodey!*

      Stimmt. Prepaid ist eher sinnfrei wenn man/frau es ähnlich nutzt wie das Gros der Leute. Das Smarty nutze ich aber einzig für Telefonie, Fotografie sowie textliche Kommunikation; den Bereich "freudiger Datenabgriff" kann ich deswegen, im Wesentlichen, abschalten.(**)

      bonté

      (*) allein bereits dafür, daß mir die erwähnten Anrufe ihrer "Kettenhunde" auf den Geist gingen
      (**) was man/frau netterweise auch bei "Fenster 10" noch eigenhändig machen kann

    3. PhanThomas

      Beitragsautor

      Hallo RoM,

      ich hab und hätte bei Vodafone auch nichts abgeschlossen. Irgendwie haben die bei mir persönlich nicht unbedingt den besten Ruf. Doof war halt, dass die irgendwann Kabel Deutschland übernahmen und gefühlt wurde ab da auch die Technik schlechter. Immerhin: Der Austausch des kaputten Routers hat sehr, sehr gut geklappt. Und hier war auch die Service-Hotline nicht nur sehr freundlich, sondern tatsächlich schnell und kompetent.

      Das Smartphone hat in den letzten Jahren mehr und mehr seinen Weg in mein Leben gefunden. Ich kann inzwischen sogar einigermaßen nachvollziehen, dass Menschen unter 20 gar keinen Computer mehr haben wollen, sondern lediglich ihr Surfbrett - sowohl in Sachen Internet als auch inzwischen im größentechnischen Umfang ein passender Ausdruck - für die tägliche Dosis Geltungssucht verwenden. Nun ja, mir persönlich sind die Dinger etwas zu wenig produktiv zu gebrauchen, aber den Anspruch hat ja auch nicht jeder.

      So, und nun natürlich noch vielen, vielen, vielen Dank für das tolle Paket! 🙂 Ich hab mich riesig gefreut. Witzigerweise standen wir neulich im "Elbenwald"-Shop (die haben im hässlichen Alexa einen kleinen aber feinen Laden) und ich dachte noch, dass die Hogwarts-Wappen wirklich was hermachen. Nun haben wir die passenden Untersetzer fürs Nerd-Haus. 😀 Und die beiden Poster werden gerahmt und kommen direkt in die Bibliothek - natürlich dann mit Fotoserie, sobald wir mit der Einrichtung durch sind. Gegen das Star-Wars-Plakat hatte nicht mal meine bessere Hälfte Einwände. Und endlich hab ich auch ein Argument für die dazu passende Lampe, mit der ich schon länger liebäugle (http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/40251119/). 😉

      Viele Grüße
      Thomas

    4. RoM

      ...eine Übernahme kostet Kohle, die schnellmöglichst reingeholt werden muss. Folgerichtig wird an der Qualität gespart; Kabel-D müllt einen zudem in seinen "Updates" mit Verkaufssender & Pay-TV-Kanälen zu. Da zögert die Löschfunktion nicht lange.
      Gut & schnell & Service...da muss dem Inefizienz-Management die Effizienz abhanden gekommen sein... ?

      You're welcome!
      Jasmin erwähnte auch, dass Ihr Euch der Harry-Bücher annehmen wollt. Da passt das eine zum anderen - wie der Zufall eben so spielt.
      Noch Taufrisch ist übrigens der japanische Trailer zu 'Rogue One', der ein paar Hintergründe zu Jyn Erzo birgt:

      https://www.youtube.com/watch?v=VsUj2R1g9Ss

      bonte

    5. PhanThomas

      Beitragsautor

      Der japanische Trailer wurde ja schon auf einigen Plattformen ausgiebig diskutiert. Fast verrät er schon zu viel. 😀 Aber das ist wohl dem Fakt geschuldet, dass Star Wars in Japan keine so dermaßen hohe Bekanntheit erlangt hat wie im westlichen Kulturraum. Salopp gesagt muss man da halt mehr erklären, um die Menschen aus dem Land der aufgehenden Sonne ins Kino zu locken. Ich muss sagen, optisch gefällt mir der Film immer besser. Auch der Cast wirkt erst mal wirklich gut ausgewählt (Mads Mikkelsen!). Ich bin sehr, sehr gespannt auf den fertigen Film. 🙂

      Die Potter-Bücher erscheinen dieser Tage übrigens in einer wirklich schönen illustrierten Ausgabe. Bisher sind allerdings nicht alle Bände veröffentlicht, aber ich liebäugle durchaus mit diesen Exemplaren, da mir die Cover der ursprünglichen übersetzten Ausgaben nie zusagten und mich eigentlich damals immer ein bisschen vom Kauf abschreckten.

      Viele Grüße
      Thomas

  4. Anonymous

    Ja, natuerlich, hier ging es um Internet, ich hatte an Technik im Laufe der letzten 50 Jahre gedacht, und da ist der Fortschritt enorm , ich war Kind, als mein Vater meine Mutter ins Wohnzimmer bat, um sich im Fernsehen etwas mit anzusehen, ich hoerte, wie mein Vater sagte, da ist ja etwas Schreckliches passiert, ich war zu klein, hab das aber nicht vergessen und immer nachgefragt, was denn so Schlimmes gewesen sei, spaeter hat man mir erzaehlt, es haette sich um das Attentat von J.F. Kennedy gehandelt, und das war 1963, , wo wir gerade mal im Besitz eines schwarz.weissen Roehrenbildschirms waren, der Videorekorder kam viel spaeter, die kleinen Radios, die wir heimlich mit ins Bett nahmen, um Mittwoch abends unter der Bettdecke das damals ganz bekannte Wunschkonzert zu hoeren, dass schliesslich bis 00.00 Uhr ausgestrahlt wurde, Von jetzt meinem persoenlichen Aspekt gesehen hat sich in den letzten 50 Jahren technisch viel getan, das kann man natuerlich mit den 80 ern nicht vergleichen, das stimmt

    Antwort
    1. PhanThomas

      Beitragsautor

      Da ich aus Ostdeutschland stamme, hat sich für mich natürlich ähnlich viel verändert. Es gab ja in der DDR nicht viel an Technik. Unser Fernseher hatte zwar Farbe, aber ich erinnere mich noch gut, dass die gerne mal verschwand, sodass jemand aufstehen und oben auf den Fernseher schlagen musste, damit die Farbe wiederkam. Damals ging das noch, weil die Gehäuse aus Holz (oder Spanplatte?) waren und nicht aus so dünnem Plastik wie heute. Erinnere mich auch noch sehr gut an die Zeit nach dem Mauerfall. Ich bekam dann meinen ersten Walkman, das erste Kofferradio, etc. Von da an ging's mit der Technik in großen Schritten vorwärts. In den letzten Jahren dagegen, hab ich den Eindruck, ist die Entwicklung eher die Details abgetaucht. Aus Handys wurden Smartphones, Fernseher wurden flach, etc. Die Veränderungen des täglichen Lebens scheinen paradoxerweise aber dennoch größer durch die gefühlt kleineren Veränderungen.

  5. Anonymous

    Das Schlagen auf das Fernsehen, das kenne ich, bei uns ging allerdings nicht die Farbe weg, weil es noch keine gab, sondern das komplette Bild, es bekam dann Schlaege von oben , so ungefaehr 2-3, dann erschien das Bild wieder, das arme Teil hat noch sehr viel “Haue“ bekommen, bis es irgendwann einmal seinen Geist aufgab, war bei uns so, 1979/80 rum. Viele Gruesse

    Antwort
    1. Anonymous

      Ja, ich moechte den Anfang ihres Textes nicht einfach so uebergehen, ich hatte weder Verwandte, Bekannte oder Freunde in den neuen Bundeslaendern, nach 1989 kamen sehr viele als Kolleginnen und Kollegen zu uns, so daß man durch intensive Gespraeche vielmehr erfuhr,als das uns vorher bekannt war, oder man hat es intensiver aufgenommen, da man ja bei Nachtdiensten ueber eine gewisse Zeit durch Gespraeche mit realen Menschen, die einem gegenuebersassen, einen mehr mit diesem Thema beschaeftigten. Ich war auch an diesem Tag im Dienst, als die Mauer gefallen ist, die ganze Nacht hindurch bis morgens frueh, soviele glueckliche Menschen, die Gespraeche mit neuen Bundeslaendern anmeldeten oder auch bei der Fernsprechauskunft sich meldeten, das war unvergesslich schoen, werde ich nie vergessen.

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