Geliebtes Leben

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Im Jahr 2004 machte ich mein Abitur. An den Vorabend meines letzten Schultages erinnere ich mich noch, als wäre es gestern gewesen: Ich saß in meinem Zimmer und trank ein Radler. Im Fernsehen lief »Friss oder stirb« von den Toten Hosen. (Damals spielten Musiksender ja noch Musik.) Wenn ich das Lied heute höre, sehe ich mich wieder dort sitzen, vor dem Fernseher in meinem kleinen Zimmer im Haus meiner Eltern, in der Hand das kalte Getränk, im Kopf die Vorfreude auf den letzten Schultag meines Lebens und noch viel mehr die alles überwältigende Neugier auf das Kommende – ein akustischer Bernstein, ein aufflackerndes Lebensgefühl für immer konserviert. Es war ein perfekter Moment. »Oh, ich liebe dieses Leben«, singt Campino in dem Lied und auch wenn natürlich nicht alles positiv gemeint ist, irgendwie bildeten einige Textfetzen und die Melodie genau meine Gefühlswelt ab. »Und bleibt’s mal irgendwann für immer dunkel, der letzte Abend wird unser bester sein«, heißt es weiter. Was hätte meine Aufbruchstimmung besser beschreiben können?

Jeder Mensch hat natürlich solche Momente und vor allem mit Musik verbindet man eben auch immer wieder besondere Augenblicke und Erlebnisse. Dieser eine ist in der Hinsicht vielleicht nicht mein schönster, wohl aber mein »besonderster«. Vielleicht, weil im Nachhinein alles gar nicht so aufregend wurde, gar nicht so großartig und umwälzend, wie ich es mir damals erhofft hatte. Ich hatte ja keine genaue Vorstellung davon, wohin mein Leben mich führen würde, was ich mal machen würde. Ich hatte zu der Zeit einen Studienplatz sicher, war mir bewusst darüber, dass ich mein Heimatkaff bald verlassen würde. Ich war Single, mir stand die Welt offen und wann immer ich meine Stimmung hinausrief, rief das Echo »Freiheit« zurück.

Na ja, genug Pathos. Sage und schreibe dreizehn Jahre später bin ich ein wenig herumgekommen – nicht allzu sehr und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, habe ich wohl längst nicht alle Chancen immer so genutzt, wie ich das hätte tun sollen oder können. (Obwohl sich durchaus fragen ließe, ob da überhaupt eine Chance war, wenn sie nicht genutzt wurde.) Ich habe in Stuttgart gewohnt, habe in Bonn gelebt, bin nach Berlin gezogen und wider Erwarten einiger früherer Weggefährten immer noch in dieser Stadt – wenn auch seit ein paar Monaten nicht mehr im quirligen Kern (was in Berlin eigentlich fast jeder beliebige Ort innerhalb des S-Bahn-Rings sein kann – je nach Blickwinkel).

Ich bin jetzt 32 und dass ich mich manchmal unsäglich alt fühle, habe ich ja schon das eine oder andere Mal durchklingen lassen. 32, das ist so eine Zahl, bei der ich automatisch denke, dass da so viel eben auch nicht mehr geht. Die Tatsache, dass wir ein Haus am Stadtrand gekauft haben, ist vielleicht auch nur ein Ausdruck dessen, dass ich mich so angekommen fühle wie sich mein 2004er-Aufbruchego vermutlich nie hätte fühlen wollen. Zu behaupten, ich wäre nicht irgendwie doch wie meine Eltern geworden, wäre jedenfalls eine glatte Lüge. Neulich stand ich auf unserer Terrasse. Über mehrere Stunden hinweg fegte ich Kies in die offenen Fugen der Terrassensteine – ein bisschen ist das wie umgekehrtes Zähneputzen: Man putzt den Dreck halt in die Rillen hinein, statt heraus. Ich stand also dort in meiner Windjacke, den Besen in der Hand und da war es wieder, dieses Lied: »Oh, ich liebe dieses Leben. Das bisschen Sehnsucht bringt mich nicht um.«

Das ist es jetzt also, dachte ich, während Steinchen in die Rillen purzelten, das ist das Resultat meiner Lebensreise. Hier bin ich, angekommen, die Reise ist zu Ende. Ich begann als kaum Erwachsener mit einem Radler im Dachzimmer vor dem Fernseher und endete Kies fegend auf meiner Terrasse. Und bin ich deswegen unglücklich? Aber nein, im Gegenteil. 32 ist ein schönes Alter, um zufrieden zu sein. Mit sich und dem Erreichten, Mit all der Spießigkeit, die ein gewöhnliches Leben mitbringt. Mit all seiner Normalität, für die ich meistens dankbar bin. Und das bisschen Sehnsucht? Bringt mich nicht um.

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Back in the 90s, genauer gesagt muss es 1992 gewesen sein, zogen wir in einen schmucken Plattenbau. Durchaus ernst gemeint, waren die Dinger doch damals einigermaßen fortschrittlich. Erstmals hatten wir eine Heizung, die wie durch Magie den Raum erwärmte, indem man an einem ... Ding drehte, statt Kohle in einen muffigen Kachelofen schaufeln zu müssen. Viel wichtiger aber noch, schließlich war ich damals gerade sieben oder acht Jahre alt: Wir hatten endlich fucking Kabelfernsehen! Bis dahin waren die »Sendung mit der Maus«, »Löwenzahn« und vielleicht noch die »Sesamstraße« mein Zentrum popkultureller Bildung. Aber dank Kabelfernsehen sollte alles anders werden. Vor allem ein Sender stach hier hervor: RTL2. Genau, jener Kanal, der heute wie kein zweiter den gesamtgesellschaftlichen IQ schneller in den Keller treibt als Josef Fritzl seinen Anhang, sollte Anfang der 90er Jahre zumindest für uns Kinder der neue Mittelpunkt des Universums werden.

RTL2 hatte nämlich ein ausgesprochen gutes Unterhaltungsprogramm für die Kleinen. Hätte man damals auf dem Schulhof eine Umfrage gestartet, ich würde meinen Hintern drauf verwetten, mindestens 90 Prozent der Schüler hätten RTL2 als Lieblingssender genannt. Von mittags bis ungefähr 16 Uhr – also genau zu der Zeit, die für Hausaufgaben reserviert sein sollte – dudelte hier ein großartiger Trickfilm nach dem anderen über die Mattscheibe. Die Einkaufsabteilung des Senders musste damals den Weihnachtsmann als Vorstand gehabt haben, jedenfalls hatte man dem japanischen Cartoonbetrieb offenbar so ziemlich alles abgekauft, was nicht bei drei auf den Bäumen war.

Dass all diese Cartoons aus Japan stammten, wusste ich damals nicht. Heute würde man sagen: »Ja hey, das siehste doch wohl schon an den riesigen Augen der Figuren.« Klar, damals allerdings war der deutsche Markt noch nicht durch Animes aus Fernost überschwemmt worden, außerdem war ein Großteil der Serien in einem eher westlichen Szenario angesiedelt – wahrscheinlich wurden sie auch nur deswegen bei uns gezeigt.

GeorgieWie ich jetzt darauf komme? Nun, meine Schwester hat neulich eine DVD-Box der Anime-Serie »Georgie« gekauft – ihre Lieblingsserie anno 1992 – und sie mir nach dem Akkordanschauen freundlicherweise ausgeliehen. In der Serie – bestehend aus insgesamt 45 Folgen (in meiner Erinnerung waren es ungefähr 1.000) – geht es um die während des 19. Jahrhunderts in Australien lebende Familie Butman (Ja, so heißen die.), bestehend aus Mutter, Vater, den Brüdern Abel und Arthur sowie der namensgebenden Schwester Georgie. Diese wiederum, das stellt sich sehr schnell heraus, ist ein Findelkind, was jeder weiß, abgesehen von ihr selbst. Der Trickfilm erzählt die Geschichte der Familie über einen Zeitraum von ungefähr zehn bis zwölf Jahren hinweg in größeren Zeitsprüngen. Beide Brüder verlieben sich während ihrer Jugend in Georgie, womit der Grundkonflikt steht. Letztlich bekommt auch Georgie, die sich wiederum längst in einen aristokratischen Engländer verliebt hat, heraus, dass sie mehr oder minder adoptiert ist. So zieht es sie schließlich nach England, wo sie nicht nur ihre Liebe zu wiederzufinden hofft, sondern auch ihre wahre Herkunft aufdecken möchte.

Woah, lange hat mich eine Trickfilmserie nicht mehr so bewegt. Die Geschichte, die Charaktere, die großartige Gänsehautmusik, all das ist so liebevoll arrangiert, dass es mich emotional regelrecht in die Serie hineingesaugt hat. Dabei kannte ich sie ja eigentlich schon, auch wenn ich die gegen Schluss zunehmend komplexen Themen jetzt natürlich deutlich besser verstehe als Anfang der 90er. Erstaunlich übrigens, dass dieser wirklich schön gezeichnete Anime bereits von 1983 ist – älter als ich also. Das fällt aber während des Anschauens kaum auf, werden hier doch auf zeitlose Art Werte wie Zusammenhalt, Moral und die Bedeutung der Familie vermittelt. Etwas, das Japaner übrigens generell besonders gut darstellen können.

Und so gab es eben auch noch einige andere großartige Serien damals, die ähnlich angelegt waren: Da war beispielsweise »Lady Oscar«, die Geschichte über ein Mädchen, das zur Zeit der französischen Revolution von seinem Vater als Junge aufgezogen wird, um im Militär Karriere machen zu können. Oder »Eine fröhliche Familie«, die eben von einer Familie erzählt, die zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges zwischen die Fronten gerät und aus der Heimat fliehen muss. Da wäre »Die kleine Prinzessin Sara«, in der die namensgebende Sara, ein Mädchen aus gutem Hause, in einem Internat als Dienstmädchen schuften muss, weil der Vater plötzlich verstirbt und mit ihm das Vermögen verschwindet, von dem auch das Internat bezahlt wurde.

Es gäbe da sicher noch die eine oder andere Serie, die erwähnenswert wäre, aber alle aufzuzählen wäre doch etwas müßig. Auffällig ist, dass viele der Trickfilme, die übrigens überwiegend nicht aus den 90ern stammen, sondern bereits aus den 80ern, auf westlichen Romanen basieren (wie ja bspw. die Animes »Heidi« und »Biene Maja« auch – »Georgie« dagegen basiert auf dem gleichnamigen Manga). Nun ja, jedenfalls fehlt mir diese Art des Geschichtenerzählens heute in Trickfilmen sehr. Mitte der 90er Jahre war es nämlich auch vorbei mit diesen Serien, die sich viel Zeit für eine durchgehende Handlung nahmen. Da ging es dann los mit »Sailor Moon«, »Pokémon«, »Dragon Ball« und so weiter, die sich allesamt großer Beliebtheit erfreuten. Japanische Animes überrollten fortan die westliche Kulturlandschaft, die gedruckte Variante in Form der Mangas folgte im Schatten ihrer schrillen Cartoon-Pendants – beides Trend, die sich bis heute gehalten haben. Auch die damals neue Welle thematisierte dieselben alten Grundkonflikte und die eigentlich recht konservativen Wertvorstellungen der von mir so geliebten Zeichentrickfilme – angereichert allerdings um jede Menge Krachbumm und buntes Geblinke, dass man Schaum vorm Mund bekommen möchte. War mir auf Dauer etwas zu doll, allerdings änderten sich altersbedingt auch meine Interessen allmählich.

Tja, wenn es also etwas an den 90er Jahren zu vermissen gibt, dann neben der guten Rockmusik und Bret »The Hitman« Hart, definitiv die Anime-Nachmittage auf RTL2. Die Neuveröffentlichungen der alten Kamellen auf DVD und Blu-ray zeigen ja, dass offenbar nicht nur ich diesbezüglich in Nostalgie schwelge. Drum, wer’s tatsächlich nicht kennen sollte: Give it a try! Manches davon lässt sich auf YouTube finden, anderes wiederum ... anderswo.

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Manchmal muss man Dinge einfach mal machen. Davon, dass ich seit einem Jahr oder so ganz gerne fotografiere, habe ich bereits berichtet. Gestört hat mich bislang auch nicht, dass meine Bilder auf dem heimischen Server Grünspan ansetzten, weil nur ich sie dort betrachten konnte. Ich hatte auch nicht so recht Lust darauf, eine weitere WordPress-Installation für Fotos auf die Beine zu stellen, obwohl diese Plattform dank wunderbarer Templates ganz hervorragend dafür geeignet ist.

Also habe ich mich vor ein paar Tagen kurzfristig dazu entschlossen, einen Instagram-Account anzulegen (einen neuen, denn einen für Alleweltsschnappschüsse habe ich ja bereits), wo ich – so derzeit der Plan – ein, zwei Fotos einstelle. Na ja, eher eines, damit mir nicht so schnell die Vorräte ausgehen.

Wer Lust hat, mich dort zu bookmarken, mir mit dem eigenen Account zu folgen oder was auch immer man mit so einem Account halt anstellen kann*, der möge das gerne tun, ich würde mich freuen. (Dass meine Makros nicht immer ganz scharf sind und farblich an den Rändern etwas ausfransen, liegt übrigens zum Einen an meiner zittrigen Hand, zum Anderen aber auch daran, dass sich bisher kein Oligarch dazu erbarmt hat, mir eines dieser sündhaft teuren Makro-Objektive zu kaufen und ich daher nur mit Aufsatzlinsen herumwurschtle.)

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Something is wrong. Response takes too long or there is JS error. Press Ctrl+Shift+J or Cmd+Shift+J on a Mac.

* In Sachen Social Media stelle ich mich an wie der erste Mensch.

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Wenn es einen König unter den »First World Problems« gibt, dann ist das – zumindest in meinen Augen – das Einkaufen. Also nicht Klamotten und Schuhe, denn so was kaufe ich ohnehin ausschließlich im Internet. Denn erstens gibt es in Geschäften nur selten meine Größe, und zweitens kann ich es auf den Tod nicht ausstehen, wenn Verkäufer mir nachlaufen und vielleicht auch noch fragen, ob sie mir helfen können. Brrr!!! Nein, ich meine das Einkaufen im Supermarkt.

Ich bin ja sehr technologie- und fortschrittaffin, und da stößt mir der Einkauf von Lebensmitteln eben sauer auf, denn:

  1. Einkaufen frisst wahnsinnig viel Zeit. Wenn ich unter der Woche von der Arbeit nach Hause komme, gibt es wirklich angenehmere Sätze als: »Du, wir müssen noch einkaufen.« Und aufs Wochenende verschieben ist zumindest in Berlin auch nicht immer die beste Lösung.
  2. Womit wir nämlich bei Punkt 2 wären. Ein Wochenendbesuch in einem beliebigen Berliner Supermarkt erinnert ziemlich frappierend an eine Massenpanik während einer Zombieapokalypse: Es ist voll, die Leute plündern, als würden die Regale niemals wieder nachgefüllt (was in gewissen Discountern in der Obst- und Gemüseabteilung auch manchmal so zu sein scheint) und wer jetzt noch einen Einkaufswagen durch die engen Gänge bugsieren muss, kommt sich ganz schnell vor wie in einem Autoscooter, bei dem nur Besoffene mitfahren.
  3. Die Kassen sind ein Graus. Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass Supermärkte fünf bis sechs Kassen haben müssen, von denen jedoch nur zwei besetzt sein dürfen. In der eigenen Warteschlange geht es dann natürlich immer am aller-aller-allerlangsamsten voran und hat man sich doch mal bis nach ganz vorn vorgekämpft werden die Waren, die man vorher mühevoll aufs Laufband gewuchtet hat, in einem Tempo über den Scanner geschoben, als säße »Flash« persönlich an der Kasse. Hastig räumt man die gescannten Waren schnell wieder ein, damit sie sich nicht zu einem meterhohen Berg auftürmen und verlässt dann mit dem Stresslevel eines Kampfjetpiloten auf der Flucht vor einer Boden-Luft-Rakete den Supermarkt.
  4. Betrifft wohl vor allem uns: Wir haben kein Auto. Was mit den Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs wie Brot, Käse und Obst noch geht, wird bei Katzenstreu und Getränken echt zum Problem: das Geschleppe. Und nein, das trägt nicht zur körperlichen Ertüchtigung bei, sondern ruiniert dem schleppenden Proband maximal die Schultern.

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass diese elenden Einkäufe ziemlich mittelalterlich anmuten. Die Lösung, zumindest in größeren Städten: Bringdienste! Ja genau, ähnlich wie jene, die uns Menschen seit Urzeiten mit Grundnahrungsmitteln wie Pizza Salami, Lasagne und gebratenem Eierreis versorgen. Die gibt es seit einiger Zeit nämlich auch für den Wocheneinkauf. Wir haben da mal zwei ausprobiert.

Amazon Prime Now

»Amazon Prime Now« gibt es, glaube ich, bisher nur in Berlin. Der Name sagt eigentlich schon alles: Ist von Amazon, gibt’s nur mit Prime-Mitgliedschaft und wird sofort geliefert. Und mit sofort meine ich auch sofort, bzw. halt innerhalb von zwei Stunden nach Bestellung. »Prime Now« bietet diverse Waren, neben Büchern, Filmen, etc. eben auch Lebensmittel (sogar Tiefkühlkost). Wir haben das zweimal probiert und unseren Einkauf dort geordert. Die Lieferung erfolgte innerhalb von zwei Stunden, wie versprochen. Die Produkte waren tadellos und alles kam einigermaßen umweltverträglich in Papiertüten. Die Lieferung lässt sich per App nachverfolgen (über die man übrigens auch bestellen muss) und überhaupt fühlt sich das ganze Prozedere sehr futuristisch an. »Prime Now« hat meiner Ansicht nach aber auch ein paar größere Mankos:

  1. Es ist teuer. Während des Bestellens fällt das zwar nicht so auf, weil sich der Unterschied ja meist hinterm Komma abspielt, aber insgesamt läppert sich der Einkauf doch ganz schön. Immerhin aber ist’s dann aber versandkostenfrei.
  2. Das Sortiment ist sehr eingeschränkt und erinnert mitunter an den Einkauf in einem Tante-Emma-Laden auf dem Dorf: Von allem gibt es irgendwie nur eine Sorte (abgesehen von Getränken), Lauchzwiebeln bspw. haben wir auch gar nicht gefunden.
  3. Man muss Prime-Mitglied sein. Die Mitgliedschaft kostet im Jahr knapp 50 Euro, man erhält damit Premiumversand (der nicht immer funktioniert), kann online tonnenweise Filme und Serien schauen, bekommt ein ordentliches Musiksortiment zum Streamen und hat noch ein paar weitere Vorteile. Muss man aber eben haben, sonst kann man »Prime Now« nicht nutzen.
  4. Es gibt kein Pfandsystem. Wer sich tonnenweise Getränke in Glasflaschen liefern lässt, hat hinterher eben tonnenweise Pfandflaschen im Haus. Und habe ich erwähnt, dass wir kein Auto haben? Genau, doof.

Man merkt eben doch, dass der Dienst nicht für den Wocheneinkauf gedacht ist, sondern dafür, sich schnell noch das liefern zu lassen, was man vergessen hat oder bspw. für den Grillabend noch braucht. Die Logistik funktioniert hier nämlich prima. Für den Supermarkteinkauf wird man hierzulande wohl auf »Amazon Fresh« warten müssen, das gerüchteweise im Herbst starten soll (in Berlin, höhö).

AllyouneedFresh

Der zweite Dienst, den wir ausprobiert haben, trägt den passenden Namen »AllyouneedFresh« und auch hier war zumindest bei unserer ersten Testbestellung (die zweite folgt demnächst) der Name Programm: Wir haben alles gefunden, was wir brauchten, und – wow – was waren die Waren frisch! Der Salat war so knackig, als hätte man ihn vom Feld geholt und wäre dann damit direkt zum nächsten Lieferanten gerannt.

Im Prinzip hat dieser Dienst, der übrigens zu DHL gehört, genau all die Nachteile, die ich zu »Prime Now« aufgezählt habe, NICHT.

  1. Die Preise sind echt in Ordnung und beispielsweise günstiger als im »Kaiser’s« um die Ecke, oft gibt es sogar Rabattcoupons, was das Einkaufen ein bisschen wie das Suchen nach Angeboten im Supermarkt wirken lässt. Klar, an Aldi, Lidl und Co. kommt »AllyouneedFresh« nicht heran, aber dafür bekommt man auch mehr Markenprodukte.
  2. Das Sortiment ist mit angeblich über 20.000 Artikeln ausreichend groß, wir haben jedenfalls alles gefunden, was wir wollten. Es gibt auch nicht nur ein Produkt zu jeder Kategorie: Bananen zum Beispiel gibt es in drei unterschiedlichen Sorten und Preisen.
  3. Man muss nirgends Mitglied sein. Witzigerweise kann man sich sogar mit seinem Amazon-Konto einloggen und auch dessen Zahlungsdaten verwenden.
  4. Es gibt ein Pfandsystem. Zusammen mit den Getränken bekommt man einen Coupon. Bei der nächsten Bestellung gibt man dem Kurier einfach seine Flaschen wieder mit und bekommt das Flaschenpfand hinterher zurück. Zumindest in Berlin ist das so, auf dem Land ggf. eher nicht.

Alles in allem waren wir sehr zufrieden. Der Einkauf hat wahnsinnig viel Zeit gespart, war bequem und wir konnten, während wir auf den Lieferanten warteten, was anderes machen. Drei kleinere Mankos hat »AllyouneedFresh« dann aber doch:

  1. Man bekommt die Lieferung nicht am Tag der Bestellung. Das ist nicht schlimm, zumal man abends bestellen kann und die Waren am nächsten Vormittag erhält, ist aber eben nicht ganz so cool wie bei »Amazon«.
  2. Der Mindestbestellwert für den Gratisversand liegt bei 40 Euro. Bei einem Wocheneinkauf kommt der Betrag aber schnell zusammen, sodass sich damit gut leben lässt.
  3. Der Dienst wirbt damit, besonders umweltfreundlich zu sein. Ich war aber doch ein wenig schockiert darüber, dass alles in Plastiktüten geliefert wird. Das müsste wirklich nicht sein. Wir heben die Tüten jetzt auf und verwenden sie als Mülltüten. Die wären sowieso aus Plastik, sodass die Umweltsünde nicht ganz so groß ausfällt. Hier könnte man aber doch sicher noch nachbessern. UPDATE: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Was ich nämlich bisher übersehen hatte: Auf den Tüten steht, diese seien zu 85 Prozent aus Zuckerrüben und zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Sollte das denn so stimmen, ist dieser Punkt natürlich obsolet.

Ansonsten, wie gesagt, kann ich zumindest nach der ersten Bestellung jedem, der wie ich das Einkaufen verabscheut wie der Teufel das Weihwasser, empfehlen, »AllyouneedFresh« mal auszuprobieren. Ich find’s großartig!

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Seit einiger Zeit hadere ich mit mir. Dinge, an denen ich früher viel Freude hatte, machen mir heute weniger bis keinen Spaß. Seit Monaten hinterfrage ich für mich die Sinnhaftigkeit dieser Seite hier beispielsweise, ich habe keine wirkliche Lust mehr, mir Gedanken über Texte zu machen, über deren Aufbau, darüber, ob sie lustig sind oder nicht. Vielleicht ist es eine (längere) Phase, vielleicht ist das Ding auch einfach durch.

Was mir dafür seit einiger Zeit Spaß macht, wozu ich allerdings viel zu selten komme (und woran ich selbst schuld bin), ist das Fotografieren. Vor etwas über einem Jahr habe ich mir eine Kamera gekauft, mich ein wenig in die Materie eingelesen, weil ich der Meinung bin, dass es immer gut ist, die Regeln zu kennen, wenn man sie brechen möchte, und weil es eben doch sehr gut zu wissen ist, weshalb ein Foto schlecht geworden ist, obwohl das Motiv doch so viel hergab und die Kamera so billig gar nicht war.

Ich bin nie über den Anfängerstatus hinausgekommen, mir fehlt auch das Talent, gute Motive ganz natürlich zu erkennen. Ich weiß, es gibt Menschen, die haben dafür ein gewisses Gefühl, die können das, ohne sich dieses geschulte Auge erst aneignen zu müssen. Mir geht das nicht so. Ich muss mir jedes Bild, jeden kleinen Fortschritt erarbeiten.

Aber genau daraus ziehe ich merkwürdigerweise meine Freude. Vor langer Zeit habe ich mir das Gitarrespielen beigebracht, und auch hier bin ich nie über den Anfängerstatus hinausgekommen. Allerdings macht's mir auch keinen wirklichen Spaß zu üben, meine Finger zu trainieren, weil ich einfach weiß, dass mir das Talent fehlt, dass das, was ich spiele, immer mittelmäßig klingen wird, weil meine Wurstfinger gerne danebengreifen. Mit den Bildern mag es auch so sein: Vielleicht werden die niemals besser, wahrscheinlich werden meine Fotos immer schlechter sein als die derjenigen, die einfach ein Auge fürs Motiv haben, aber trotzdem macht mir die Sache viel Spaß.

Ich glaube, das liegt in erster Linie an der Entschleunigung. Ich packe die Kamera in den Rucksack, dann geht's ab in die Natur und auf Motivsuche. Allein diese Suche ist so wahnsinnig beruhigend, und es ist wirklich unendlich befriedigend, etwas Schönes zu entdecken, die Kamera draufzuhalten und bei der Nachkontrolle festzustellen, dass man das, was man fotografieren wollte, wenigstens einigermaßen gut abgelichtet hat. Ich kann während des Fotografierens den Alltag vergessen, die permanente Lautstärke der Großstadt, den Erwartungsdruck des Berufslebens. Allein diese Pirsch macht mir wahnsinnig viel Spaß. Seien es Vögel, Insekten, irgendwelche Pflanzen, Bäume, irgendwas Spannendes gibt es immer zu entdecken. Vermutlich irgendein Kindheitserinnerungsdingsbums. Kleinigkeiten, auf die man im normalen Alltag nie achten würde, werden besonders, und genau das macht die Faszination aus. Und klar, nach einer Weile gehen auch dem blutigsten Anfänger die Fotos etwas leichter von der Hand, was auch ganz schön.

Ich mag auch die Natürlichkeit der Motive. Nie käme ich auf die Idee, Menschen zu fotografieren (abgesehen von meiner Freundin). Ich mag es, dass die Natur tut, was sie mag. Wenn sie geduldig ist, kann ich ein Foto machen, wenn nicht, habe ich eben Pech und warte in Ruhe auf die nächste Gelegenheit. Im Endeffekt bekommt man immer eine Situation, einen Moment, festgehalten in einem Bild. Bei Menschen sieht das anders aus: Sie halten still, begeben sich in Pose, sind daher immer ein Stück weit künstlich. Und ehrlich gesagt, ist gerade das Fotografieren für mich auch eine Art Flucht vor dem Alltag und damit auch vor den Menschen. Deswegen allein reizt mich persönlich Portraitfotografie auch überhaupt nicht. Aber das muss jeder für sich herausfinden.

Was jedenfalls das Fotografieren angeht, habe ich über die Zeit einige einfache Erkenntnisse gesammelt, die ich gerne weitergeben möchte (falls sich auch wer dafür interessiert):

  1. Kauft euch eine gute Kamera. Nicht die beste, um Gottes Willen, aber durchaus eine gute. Die gibt es schon für ca. 300 bis 400 Euro mit brauchbarem Einsteigerobjektiv. Damit kann man schon viel anfangen, die Ergebnisse sind um Lichtjahre besser als jede hochgelobte Smartphone-Kamera, und ihr werdet auf jeden Fall mehr Spaß haben als mit einer 60-Euro-Billigknipse aus dem Elektronikmarkt. Ich habe beispielsweise eine Nikon 3200 und bin damit größtenteils zufrieden. Inzwischen hätte ich gern ein paar zusätzliche Funktionen, die meine Kamera nicht hat, aber auch das gehört zum Lernprozess.
  2. Kauft nicht jeden Quatsch dazu, nur weil's euch jemand empfiehlt. Wer mit einer Kamera und einem guten Allround-Objektiv anfängt, kann damit alles tun, seine Grenzen austesten und, sind diese erreicht, immer noch entscheiden, ob es denn ein weiteres Objektiv sein soll, ein Stativ, diverse Filter, etc.
  3. Lest ein Buch! Echt, es hilft zu wissen, was Blende, Verschlusszeiten und ISO-Werte sind, wie die drei zusammenhängen und wie man damit seine Bilder beeinflussen kann, was bspw. Schärfebereiche, korrekte Belichtung und Bildrauschen angeht.
  4. Nutzt ruhig die automatischen Modi der Kamera. Am Anfang wollte ich alles manuell machen und einstellen, weil ich dachte, das gehört zum richtigen Fotografieren dazu. Aber nach einer Weile merkte ich doch, dass die Kamera es oft besser weiß und dass eben ein Autofokus verdammt viel schneller und genauer ist, als wenn ich manuell am Fokusring des Objektivs drehe.
  5. Macht euch bloß keinen Stress. Ich dachte anfangs, ich muss sofort wahnsinnig tolle Bilder von großartigen Motiven machen. Das ist aber Blödsinn. Im Zweifel halte ich die Kamera einfach drauf und schaue hinterher am Computer, ob sich das Bild verwerten lässt. Lieber ein Bild zu viel als eins zu wenig machen, lautet die Devise. Ein Reiz des Fotografierens besteht für mich auch darin, hinterher kleine Details in Bildern zu entdecken, die man während der Aufnahme gar nicht gesehen hat und die ein ansonsten langweiliges Foto vielleicht doch interessant machen.
  6. Nachbearbeitung! Auch so ein Ding, von dem ich anfangs dachte, ich dürfte es nicht brauchen, weil es eine Art Schummelei sei. Bilder aus der Kamera sind im Rohdatenformat oft etwas blass, manchmal auch zu dunkel, etc. Mindestens Tonwertkorrekturen (Buch lesen!) sollte man ruhig vornehmen und auch an den Farbreglern spielen kann ein erhabenes Erlebnis sein, wenn man damit erst mal ein blasses Bild in ein farbenfrohes verwandelt hat.
  7. Geht raus in die Natur! Wie gesagt, ich müsste es selbst öfter tun, aber ach ... Man muss nicht unbedingt große Reisen unternehmen. Auch (oder gerade) in Berlin bspw. gibt es viele schöne Ecken, wo man ganz in Ruhe fotografieren kann. Alte Friedhöfe sind immer dankbare Motivsammelsurien, aber auch die vielen Parks, die es hier gibt. Wer mal ein hüpfendes Eichhörnchen scharf abgelichtet hat, weiß, wie toll sich das anfühlt.
  8. Last but not least: Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Der große Nachteil einer Spiegelreflex ist ihre Größe und damit ihr Gewicht. Meine Freundin hat eine Sony RX100, die sehr kompakt und leicht ist, die aber meist mindestens genauso gute Bilder macht wie meine große Nikon, im Makrobereich (Buch lesen!) sogar deutlich bessere (da ich kein Makroobjektiv besitze – siehe zweitens). Zum Üben im Alltag tut's sicher auch mal eine gute Smartphone-Kamera. Ein Punkt jedenfalls, den ich mir auch mal zu Herzen nehmen müsste (aber siehe hierzu halt auch fünftens).

Vielleicht werfe ich demnächst mal ein paar mehr Ergebnisse hier auf die Seite. Ich hatte ursprünglich überlegt, ein Fotoblog zu starten, hab dann aber erst mal wieder davon abgelassen (noch mal: siehe fünftens). Bis dahin hier ein paar Bildchen, an denen ich wirklich Spaß hatte und noch immer habe:

Eichhörnchen in #Berlin #photography #nikon #d3200 #dslr #nature

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#Berlin #Tiergarten #Nikon #DSLR

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... und seine Beute? 😉 #berlin #kleistpark #schöneberg #fotografie #photography #natur #nature #nikon #d3200 #tamron

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Trolle im Grunewald #Nikon #D3200 #DSLR #Berlin

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Freundin und ich haben ein neues Projekt. Wir bauen ein Haus, bzw. eher, wir lassen bauen. Vor einigen Wochen bereits haben wir ein kleines Baublog eröffnet, auf dem sich allerdings noch nicht allzu viel getan hat, abgesehen davon, dass sich überraschenderweise bereits erste künftige Nachbarn vorgestellt haben.

Wie wir auf die Idee gekommen sind, habe ich im ersten Post dort bereits ein wenig erläutert. Im Prinzip ist es aber einfach so: Wenn man hier eine wirklich schöne Mietwohnung haben möchte, dann muss man mindestens 1200 Euro monatlich auf den Tisch legen. 1200. Euro. Miete. In Berlin, einer Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit, mit vergleichsweise geringem Durchschnittseinkommen. Und selbst wenn man eine derart teure Wohnung findet, muss man bei der Besichtigung dem jeweiligen Vermieter dermaßen tief in den Arsch kriechen, dass man ihm hinterher erzählen kann, welche seiner Backenzähne Löcher haben. Das geht so nicht, echt. Mach ich nicht mehr mit, so was.

Tja, deswegen ziehen wir nun eben in die eigenen vier Wände. Das heißt, nicht »nun«, sondern irgendwann spät im nächsten Jahr. Und natürlich hoffe ich, dass alles glatt geht und man uns nicht in wenigen Jahren wahlweise bei »Raus aus den Schulden« oder »Nachbarschaftsstreit« in der Glotze zu sehen bekommt. Falls doch, treten wir dann hinterher noch bei »Goodbye Deutschland« auf. Irgendwas geht ja immer.

Sollte es also künftig weiterhin etwas ruhiger hier sein, kann das entweder daran liegen, dass ich keine Lust zum Bloggen habe, oder aber ich bin dabei, zähneknirschend die ersten Rechnungen zu bezahlen. Und sollte ich nach dem Einzug nichts mehr von mir hören lassen, habe ich wahlweise die Gartenarbeit nicht überlebt, oder ich liege auf der Dachterrasse und sonne meine Zehen.

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In letzter Zeit war's hier etwas ruhiger als, äh, vor ein paar Jahren oder so. Okay, nichts Neues also. Diesmal hat meine Schreibfaulheit aber auch einen Grund. Meiner Freundin sei dank, die eigentlich lediglich eine neue Kamera kaufen wollte, um schönere Fotos für ihr Bücherblog zu knipsen, bin ich auf das Thema Fotografie aufmerksam geworden. Und wer mich kennt, weiß, dass aufkeimendes Interesse bei mir vor allem mit einem beginnt: Recherche, Recherche, fucking Recherche! Wer fotografieren will, braucht schließlich vor allem eines: 'ne Knipse.

Nach ausgiebigen Testberichten, Befragungen von Kollegen, etc. hatten wir uns recht schnell für die kompakte Sony RX100 entschieden. Gesagt, gekauft, und so konnte die erste Fototour im Berliner Viktoriapark beginnen. Daran hatte auch ich so viel Spaß, dass ich mich entschied, gleich mal selbst 'ne Kamera zu kaufen. Weil ich da dank Recherche, Recherche, fucking Recherche schon ganz gut im Bilde war, hatte ich mir natürlich schon ein paar Modelle ausgeguckt.

Im Saturn war's dann, wie's immer ist, wenn man da was kaufen will: Hinterher möchte man den Verkäufer am liebsten gegen die nächste Wand klatschen oder gleich mit Kompaktkameras steinigen. Auf meine Frage nach einem bestimmten Modell, das leider nur noch als Vorführmodell vorhanden war, führte der übermotivierte Angestellte mich zu einer, seiner Meinung nach, natürlich ausgezeichneten Alternative – die so drei- bis vierhundert Euro mehr kostete. »Hat super Werte«, meinte der werte Herr, und ich dachte nur: Wie jetzt, soll das diese Beratung sein, von der man außerhalb des Internet hin und wieder hört? »Junger Mann«, hätte ich am liebsten gesagt, »ich tue seit Wochen nichts anderes, als die Spezifikationen zu System- und Spiegelreflexkameras auswendig zu lernen, kommen Sie mir also nicht mit ›Hat super Werte‹, klar?« Woah! Um der gammligen Sahnetorte dann noch die eklige Chemiekirsche draufzusetzen, die keiner mag, versuchte der Kerl hinterher noch, mir 'ne überteuerte Kameraversicherung ins Paket zu mogeln, nach der ich nicht gefragt hatte. Auf die Art aber nicht, Freundchen! Nächstes Mal kauf ich wieder im Internet bei freundlichen Fachhändlern wie Amazon oder so. Als beruflicher Berater bin ich ohnehin beratungsresistent, da brauche ich keinen Einzelhandel mit der Mentalität eines windigen Gebrauchtwagenverkäufers.

Jedenfalls bin ich jetzt Besitzer einer Nikon DSLR aus dem Einsteigersegment, und wenn ich an freien Tagen nicht gerade samt Freundin und Kameras durch die Gegend stromere, versuche ich, die Theorie in meinen Kopf zu kriegen. Die Geschichte mit den Blenden, Verschlusszeiten und ISO-Werten ist ja schnell begriffen (wenn auch nicht immer schnell umgesetzt), das mit der Motivwahl dagegen ist die eigentliche Kunst, wie mir scheint. Aber es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Sollte ich mich letztlich nicht allzu blöde anstellen, schmück ich diese Seite hier demnächst also vielleicht sogar mal mit Bildern. Es geschehen eben doch noch Zeichen und Wunder.

Manchmal, wenn ich allein bin und penetrant laut rülpse, dann fühle ich hinterher, ob mein Bauch dünner geworden ist. Nicht, dass ich dick wäre, es steckt nur einfach so in mir. Wie die Luft, die ich versehentlich verschluckt haben muss und die dann geräuschvoll entweicht. Es steckt von früher her in mir wie das Kind, das ich irgendwo mal verloren hatte, und das sich inzwischen wieder hervorgewagt hat. Meistens freue ich mich darüber, dass es wieder da ist, dass ich mich trotz meiner inzwischen 30 Lenze benehmen kann, als hätte ich gerade erst die Schulmappe (So nennt man das Ding da, wo ich herkomme.) in die Ecke geschleudert, um mir die Cartoons auf RTL2 anzuschauen. Nur dass es heute vielleicht eher Serien bei Netflix sind. Hin und wieder hab ich aber auch Angst, dass mich die erste Midlife-Crisis gepackt haben könnte. Aus familiärer Sicht heraus kann ich sagen, dass ich durchaus anfällig dafür sein dürfte, falls dieser Wahnsinn tatsächlich vererbt werden sollte.

Anyway, ich genieße es, Dinge tun zu können, die ich schon als Kind und Jugendlicher gern gemacht habe. Zwar hocke ich mich nicht mehr mit einer Kiste Lego in die Ecke und baue waffenstrotzende Kampfroboter mit Wohnzimmereinrichtung für die Bewohner im Torso (So kreativ war ich damals dann doch.), aber ich mag immer noch gerne Lego-Steine. Ich baue gern kleine Dinge, wenn ich mal die Möglichkeit habe, und ich liebe Lego-Spiele für Spielkonsolen.

Überhaupt, Spielkonsolen: Auch so eine Liebe, die ich wiederentdeckt habe. So ein paar Stunden die Welt einfach mal Welt sein lassen, mit dem Gamepad bewaffnet in digitale Welten eintauchen, das ist ein Privileg, für das ich sehr dankbar bin. Ich weiß noch, als ich Schüler war, dachte ich daran, wie unfair es doch sei, dass meine Eltern ca. 150 Euro monatliches Kindergeld für mich bekamen und mir lediglich einen Bruchteil davon abgaben. 150 Euro!!! Meistens rechnete ich die Summe direkt in Spiele um und träumte davon, dass ich sie mir jetzt sofort alle kaufen könnte, wenn ich nur mein Kindergeld ausgezahlt bekäme. In meinen Augen war's nicht fair: Es stand mir einfach zu, schließlich war es Kindergeld und ich das Kind. Na ja, heute ist das alles scheißegal. Wenn ich ein Spiel haben will, geh ich los und kaufe es mir. Oder ich lade es herunter, wenn ich keinen Bock habe, mich zu bewegen. Digitalen Vertrieb gab es ja damals nicht. Die Welt dreht sich weiter.

Sie dreht sich weiter, und Leute, die ich mal kannte und immer noch kenne, werden selbst Eltern. Eltern, die plötzlich Elternprobleme haben und über Elternthemen reden. Zumindest davon bekomme ich im Alltag nicht so viel mit, aber ich stolpere oft in Blogs, die ich ansonsten gern lese, über Elternthemen. Blogger werden zu Elternbloggern, und dann bin ich irgendwie außen vor. Das sind Themen, an die ich nicht herankomme, böhmische Dörfer irgendwie. Ich hab ja das Kind in mir bewahrt und bisher verspüre ich keinerlei Lust, selbst Nachwuchs in die Welt zu setzen. Und dann frage ich mich, ob das eigentlich okay ist, selbst von der inneren Einstellung her einen Schritt zurückzugehen, statt den nach vorn zu wagen, den zumindest gefühlt die meisten anderen gehen. Aber ich denke schon. Es ist nichts, was mich sorgt oder so.

Denn am Ende des Tages kann ich dieses Leben, so wie es gerade ist, sehr genießen. Ich sitze hier im eigenen Wohnzimmer, vor mir steht ein Weihnachtsbaum, und irgendwie erinnert mich diese Kulisse an das frühste Bild, das ich zu Wohnzimmern und Weihnachtsbäumen noch in meinem Kopf mit mir herumtrage: Ich komme ins Wohnzimmer, meine Eltern schlafen noch. Am Fenster steht ein großer Weihnachtsbaum, an dem bunte kleine Laternchen hängen und viel zu viel Lametta. Mein Vater war beim Schmücken damals fürchterlich geschmacklos. Es ist ein Gefühl des Behütetseins, auch wenn ich mich im Prinzip ja selbst behüte. Man soll die kleinen Momente wertschätzen, vielleicht, weil Kleinvieh auch Mist macht und Mist in diesem Fall macht, dass das Leben schön ist.

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Wenn man ins Alter kommt, dann kann man auch schon mal was kochen. Das sagte meine Mutter, als ... na gut, sie hat's nie gesagt, sonst hätte sie mir vielleicht irgendwann einmal das Kochen beigebracht. Ich gehöre ja zur Generation derer, die während ihrer Kindheit lediglich in die Küche gingen, um sich einen Becher Pudding aus dem Kühlschrank zu nehmen. Das Kochen, so redeten wir uns immer ein, das würde irgendwann ja von sich aus zu uns kommen, ganz einfach. Wie im Film »Matrix«, wo das Hubschrauberfliegen auch mal eben per, äh, Hirnupdate erlernt werden kann.

Wie dem auch sei, so ist es nie gekommen, und drum endete ich, wie so viele vermutlich, als Glutamatsuchti irgendwo zwischen Miracoli und Tiefkühlklotzfisch. Wobei man »endete« eigentlich auch nicht sagen kann, denn irgendwann, nachdem meine Freundin bei mir einzog, begannen wir so allmählich doch tatsächlich mal mit dem Kochen. Inzwischen dürften wir auch mindestens mal Level 3 im Kochskill erreicht haben, wo dann der Spinat nicht mehr im Topf anbrennt und »eine Prise Salz zugeben« nicht mehr impliziert, man müsse ein halbes Salzbergwerk abtragen und in den Topf schmeißen. Weil aber das Einkaufen gepaart mit Rezeptideenmangel auf Level 3 noch immer eine Hürde ist, dachten wir, probieren wir mal was Neues aus. Durch einen Kollegen wurde ich auf HelloFresh aufmerksam, eine hippe Berliner Firma, die sich genau dieser Level-3-Defizite annimmt und nicht nur nette Rezepte nach Hause schickt, sondern gleich noch ein Sammelsurium an Zutaten, sodass das Einkaufen fast gänzlich wegfällt. The future is now!

Aller Anfang ist das Abo

Irgendwo lernte ich mal, dass man Argumentationen nicht unbedingt mit was Schlechtem beginnen soll, aber scheiß doch der Hund drauf. Wer sich bei HelloFresh anmeldet, muss erst mal ein Abo abschließen, und das finde ich grundsätzlich blöd. HelloFresh schickt seinen Kunden sogenannte Kochboxen zu. Das sind große Kartons mit Zutaten für drei oder fünf Gerichte sowie den zugehörigen Rezepten auf schmucken Kärtchen zum Sammeln. Zwar verpflichtet man sich bei der Anmeldung, lediglich zwei Boxen abzunehmen, aber wer hinterher nicht gleich den kompletten Dienst wieder kündigen will, der muss für die Folgewochen einstellen, dass er nicht beliefert werden möchte. Wer das mal vergisst, hat dann irgendwann den Überraschungsboten vor der Tür. Hier würde ich mir flexiblere Modelle wünschen. Gleiches gilt für die Boxen an sich: Man kann zwischen vegetarischen und nicht vegetarischen Boxen wählen. Pro Woche werden fünf Gerichte angeboten, wer eine Dreierbox bestellt, bekommt automatisch die ersten drei Gerichte in der Liste. Eine Auswahl ist nicht möglich. Die Gerichte haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Auch hier gibt es keine Wahlmöglichkeit. Wer nur leichte Gerichte kochen möchte, guckt je nach Gericht im wahrsten Sinne des Wortes in die (Brat)Röhre. Auch recht ungünstig sind die Lieferzeiten. Abgesehen vom Dienstag, wo sich mittels UPS durchaus auch nach Feierabend liefern lässt, ist man ansonsten drauf angewiesen, werktags zu Hause zu sein, wenn man nicht möchte, dass die Box in den Hausflur gestellt oder beim Nachbarn abgegeben wird. Gerade, weil ja meist auch gekühlte Ware enthalten ist, ist das nicht wirklich optimal. Immerhin: Wer sich nicht gleich verpflichten möchte, kann auch erst mal die Probierbox bestellen, die allerdings etwas hochpreisiger ist. Grundsätzlich muss also niemand in die Abo-Falle laufen.

Der Preis ist heiß

Gutschein-Code (20 EUR) für die HelloFresh-Box: KC5BFP
Gutschein-Code (20 EUR) für die HelloFresh-Box: KC5BFP

Zudem lässt sich in den Lieferoptionen wählen, ob man Boxen für zwei oder vier Personen haben möchte. Entsprechend ändern sich dann natürlich die Zutatenmengen und der Preis: Eine Dreierbox für zwei Personen kostet 39 Euro (6,50 Euro pro Teller), eine Dreierbox für vier Personen kommt auf 59 Euro (ca. 4,92 pro Teller). Nicht ganz billig in der kleinsten Ausführung, wer das Angebot aber lediglich mal ausprobieren möchte, findet schnell einen Gutschein in den Weiten des Netzes, sodass für die erste Box lediglich ca. 20 Euro berechnet werden, und spätestens hier kann man wirklich nicht mehr über den Preis meckern.

... der muss haben sieben Sachen

Die erste Box ist da, los geht's, nicht wahr? Nee, nicht unbedingt, denn wer die Zutaten auspackt und nun mit ansonsten leerer Küche gleich mal loslegen möchte, erlebt vielleicht eine weniger schöne Überraschung. Es gibt nämlich durchaus Zutaten, die nicht mitgeliefert werden: Salz, Pfeffer und Zucker sollte man da haben, was soweit ja in Ordnung ist. Butter, Honig, Senf und Eier sind aber ebenfalls durchaus gängige Zutaten für Gerichte, die nicht mitgeliefert werden. In Anbetracht der Tatsache, dass neben Schmand und Crème fraîche sogar Petersilie beigelegt wird, kann ich nicht ganz nachvollziehen, weshalb es nicht möglich sein soll, benötigte Eier in die Box zu packen. Von Butter, Honig und Senf ganz zu schweigen. Vermutlich sind diese Produkte nicht in entsprechend kleinen Verpackungen erhältlich und Eier beim Transport zu fragil, schade ist es trotzdem. Mancher hat diese Dinge vielleicht immer parat, aber ich backe nicht jeden Tag einen Kuchen, von daher schaut's da schon anders aus. Aber gut, wer sich die auf der Homepage abrufbaren Rezepte vorher schon mal anschaut, der ist hier im Bilde und kann sich entsprechend vorbereiten. Dies gilt übrigens auch für Küchengeräte: Hin und wieder wird etwa schon mal ein Mixer oder Pürierstab benötigt. Ganz aufs Einkaufen verzichten ist also leider nicht drin. Was die Frische der Zutaten angeht, lässt sich größtenteils nicht meckern. Lediglich die Frühlingszwiebeln sahen ein bisschen so aus wie ich am Montagmorgen im Büro. Einige Zutaten sind übrigens durchaus Bio und auch entsprechend gekennzeichnet. Wer aber darauf wert legt, ausschließlich Bio-Produkte zu verwenden, wird weiterhin selbst einkaufen gehen müssen.

Das Kochen und das Lernen

Mission Schweinelachssteak erfolgreich.
Mission Schweinelachssteak erfolgreich.

Sind auch die Grundzutaten und alle Gerätschaften besorgt, kann es endlich losgehen, oder wie Walter White sagen würde: »Lass uns kochen!« Unsere erste Box enthielt drei Gerichte:

  • Knollensellerie-Cremesuppe „Français“
  • Putenbrust mit knuspriger Tortilla-Gouda-Kruste
  • Schweinelachssteak an delikater Champignon-Stroganoff-Soße

Die Schwierigkeitsgrade variierten hierbei. Einzig das Schweinelachssteak hatte Stufe 2 von 3, die anderen beiden Gerichte kamen gleich in Stufe 3 daher. Allerdings konnten wir beim Kochen keinen wirklichen Unterschied feststellen, was die Hürde des Zubereitens angeht. Die Beschreibungen auf den mitgelieferten Rezeptkärtchen sind größtenteils gelungen, sodass wir in der Küche nur selten vor den Zutaten standen wie das Schwein vorm Uhrwerk. Verbesserungswürdig sind manche der Erklärungen dennoch. Zur Suppe etwa gehörten Kerbel-Blätterteig-Stangen, die auch erst mal zubereitet werden wollten. Hier galt es eigentlich, den Blätterteig schraubenartig diagonal zu rollen, stattdessen stand in der Anleitung, man solle ihn lediglich von unten nach oben rollen. Wider besseres Wissen hielten wir uns, tugendhaft deutsch eben, strikt an die Anleitung und bekamen so nur fette Blätterteigrollen, die im Ofen alles andere als knusprig werden wollten. Schade, allerdings war's ja auch irgendwie unsere eigene Dummheit, und immerhin: Die Suppe war trotzdem toll und gelernt haben wir auch was.

Geschmackssache

Die Putenbrust
Die Putenbrust – Der Joghurt-Dip hat es leider nicht mit aufs Foto geschafft.

Apropos toll: Das gilt vor allem auch für die anderen beiden Gerichte. Schaut man sich die Bildchen auf den Rezeptkarten an, denkt man so was wie: Ja ja, Serviervorschlag, schon klar. Tatsächlich konnte sich zumindest unser Resultat aber wirklich sehen lassen – wie auf den Bildern hoffentlich einigermaßen zu erkennen ist. (Leider kam mir die Idee zu den Bildern erst, nachdem die Suppe im Magen gelandet war.) Und schmecken lassen konnte sich's erst recht. Überhaupt waren ein paar hübsche Ideen dabei. Als wir die Salsa für die Putenbrust zusammenmixten, konnten wir uns kaum vorstellen, dass das Ergebnis sonderlich schmackhaft werden würde, aber Pustekuchen: Es war super (wenn auch, so fand meine Freundin zumindest, ein wenig zu minzig). Auch die Kruste der Putenbrust aus zarmahlenen Tortillachips zu machen war eine sehr schöne und im Ergebnis köstliche Idee, auf die wir von selbst so wohl nicht gekommen wären. Am Ende waren die Teller jedenfalls immer leer und satt sind wir auch geworden.

Fazit

Das Angebot von HelloFresh richtet sich vorwiegend an Koch-Padawans, die erstens keine guten Ideen für Gerichte haben und die zudem nicht jederzeit alles im Haus haben, um was Anständiges jenseits der Mikrowelle zu brutzeln. Die Rezeptkarten beschreiben den Zubereitungsprozess größtenteils sehr verständlich, für alles Weitere bemüht man eben Google, wenn man keine Ahnung hat. Vor dem Kochen sollte man sich die Rezepte gut anschauen, um notfalls schnell noch zu besorgen, was den Kochboxen nicht beiliegt. Dies gilt sowohl für Zutaten als auch für eventuell nicht vorhandene Küchengeräte. Schade ist, dass das Abomodell wenig flexibel ist, zumal der (ohne Gutschein) nicht ganz niedrige Preis dazu beiträgt, dass zumindest wir nicht jede Woche beliefert werden möchten. Das manuelle Abbestellen der Lieferungen auf Dauer nervt da nach einer gewissen Zeit sicherlich. Im Ergebnis hat uns HelloFresh aber zumindest mit seiner ersten Lieferung wirklich überzeugt. Die Zutaten waren größtenteils wirklich frisch, die Gerichte waren sehr schmackhaft, das Kochen hat durchaus Spaß gemacht und wir wissen jetzt mal mindestens, dass die vermaledeiten Kerbel-Blätterteig-Stangen nicht senkrecht gerollt werden!

2 Kommentare

Hu, ha, Blog! Das Sommerloch ist schuld, ganz ehrlich. Oder ... oder dieses komische Antiallergikum, das ich jetzt futtere wie Bonbons mit Mangokiwikirschkäsemakkaronigeschmack, das angeblich nicht müde macht und mich insgeheim wahrscheinlich doch durchhängen lässt. Irgendwas. Macht. Mich. Lethargisch. Egal.

Manchmal glaube ich, in jenen Momenten eben, in denen mein Blick sich in sanft über den Himmel gleitenden Cumuluswolken verliert - so wie jetzt - die aussehen wie mit Bullenhormonen gefütterte Schafe, ja, da glaube ich, es ist diese seltsame Grundzufriedenheit, die sich in mein Leben geschlichen hat und die dafür sorgt, dass ich mal gar nichts zu sagen habe. Nee, da fehlt kein »un« im Wort. Das wäre früher mal der Fall gewesen, und dann hätte ich wieder mit dicken Kopfhörern auf den Ohren Wutmusik gehört und dazu milchlasterweise Wutkaffee mit der Konsistenz von abgelaufener Zahnpasta getrunken, mich hineingeputscht in einen Zustand kurz vor der atomaren Detonation meines eigenen Hirns, in dem der Energiestau dann irgendwann über die Finger abgeflossen wäre und ich reihenweise Texte aufs digitale Papier gerotzt hätte ... Luft holen ... bis ich mich für einen Moment erleichtert gefühlt hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Das, was ist, das zählt. Hätte, wäre, könnte - all das ist für den Hintern, unbrauchbar wie einlagiges Klopapier, das vom Halter gefallen und in einer Pfütze aus Flüssigkeit gelandet ist, die nur deswegen auf dem Fußboden steht (Können Pfützen stehen?), weil irgendwer, der nicht zielen kann, sich einfach nicht hinsetzen wollte. Hat eine Weile gedauert, das zu begreifen, das geb ich zu, aber inzwischen ist es durch meinen Dickschädel hindurchdiffundiert. Gut so.

Und der Grund für all das weilt seit nunmehr 24 Jahren auf diesem Planeten (Gott, das musste ich gerade nachrechnen!), klöppelt augenblicklich hoffentlich tonnenweise Text in ein Dokument, aus dem mal eine Abschlussarbeit werden soll, betreibt ein Bücherblog, auf das ich neidisch bin wie Sau und ärgert sich vermutlich gerade immer wieder mal über eine gewisse Katze, die ihre Krallen einfach nicht von Hugo der Pflanze lassen kann. Schatz, ich liebe dich!