Missverständnis Frau

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Kürzlich lief irgendwo, äh, vermutlich auf dem Kinderkanal oder so, der erste Teil von Pippi Langstrumpf. In einer Szene, es ist Weihnachten, werden im Haus von Tommy und Annika (Haben die eigentlich einen Nachnamen?) Geschenke ausgetauscht. Und die Frau Mutter bekommt, nun, Topflappen. Aus heutiger Sicht irgendwie absurd, dachte ich, und dann erwartete ich eigentlich fast schon, dass ein Femen-Flashmob ins Bild gerannt kommt, die Titten ins Bild hält, um anschließend laut schreiend die Topflappen zu verbrennen, bevor sie von Sicherheitskräften abgeführt werden. Hinterher wusste ich nicht mehr so recht, was ich jetzt eigentlich absurder finden sollte, aber es deutete sich da so 'ne Tendenz an. Nun ja.

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Der Mensch ist ja ein Wesen von Beständigkeit. So auch ich. Allerdings hält diese Beständigkeit meist nur knapp ein Jahr lang vor oder so, dann muss was Neues her. Wie eine neue Jacke. Oder ein neues Theme fürs Blog. Drum wird dieser Tage hier ein wenig herumgefrickelt. Keine Ahnung, ob da was Anständiges bei rauskommt. Wahrscheinlich nicht. Ja, wahrscheinlich habe ich nach ein paar Anläufen an CSS-Folter die Schnauze voll und lass es einfach so, wie's ist. Geht ja auch letztlich um den Content. Ahem.

Aber darüber kann man natürlich endlose Diskussionen führen, ausgerechnet solche, die sich irgendwie nicht eindeutig mit Win oder Lose beenden lassen. Lieber schlichtes Design, oder doch eher Holzoptik im Wallpaper und jede Menge Klimbim drumrum? Ach. Dabei bin ich doch ein Mann, ich brauche Eins oder Null. Nicht irgendwelche esoterischen Halbwerte. Nichts gegen eine zünftige Diskussion, gerne auch über Blogs, wenn ich ein wenig Vorlauf habe. Der Mann von Welt braucht ja erst mal 30 Minuten zum Warmlaufen, bevor er sich argumentativ gefestigt in eine Diskussion stürzen kann. So sagt man wenigstens. Liegt wohl an den Genen. Überhaupt sind Gene ja immer eine ganz tolle Ausrede. Der Mann ... Opfer seiner Gene. Ist wahrscheinlich wieder das olle Y-Chromosom dran schuld.

Sei's, wie wie's sei. Bevor ich weiter sinnlos herummäandere: Kann durchaus sein, dass hier in den nächsten Tagen noch ein wenig geschraubt wird. Oder eben auch nicht. Laut wird das nicht, man braucht schließlich keine Bohrmaschine dafür. Insgesamt nehme ich mir übrigens auch vor, wieder mehr zu bloggen. Das ist jetzt kein Vorsatz, denn Vorsätze mache ich mir keine, außerdem ist Silvester vorbei. Es ist eher ein, äh, Vornehmen. Mut zum Text. Oder so.

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Ich sitze im Hotel. Im Nachtschränkchen ist natürlich ein Neues Testament verstaut. Und direkt daneben liegt doch tatsächlich eine Ausgabe von »Die Lehre des Buddha«. Oha, jetzt wird's interessant! Weil ich ein hastiger Mensch bin, so gar kein Buddhist halt, dem schon zu wenig Zeit zum Leben und noch weniger zu Lesen bleibt, hier mal ein paar Auszüge, die ich ganz, nun ja, interessant finde und auf die ich beim zufälligen Durchblättern gestoßen bin.

Da steht etwa:

Wenn Menschen, die Erleuchtung erlangen, aber dennoch fortfahren, sich an dem Begriff der Erleuchtung festzuhalten, bedeutet dies, daß die Erleuchtung selbst eine hindernde Verblendung geworden ist. Deshalb sollten die Menschen dem Pfad der Erleuchtung folgen, bis in ihren Gedanken irdische Leidenschaften und Erleuchtung eins geworden sind.

Hm, klingt vernünftig. Wenn man leuchtet wie 'ne Hundertwattbirne, dann sollte man vielleicht innehalten, bevor einem der Glühdraht durchbrennt. Aber weiter im Programm. Unter »Der Weg zur praktischen Erkenntnis« steht unter anderem:

Es ist leicht, in Schamlosigkeit zu geraten, wie eine Kuh vorlaut und unerschrocken zu sein, sowie andere zu verletzen, ohne dabei irgendein Gefühl des Bedauerns für solche Tat zu hegen.

Ich vermute allmählich, der Übersetzer war Google. An und für sich jedenfalls keine ganz verkehrte Feststellung. Nur das mit den Kühen ... Sind die drüben in Asien echt vorlaut und unerschrocken? Es fällt mir schwer, eine vorlaute und unerschrockene Kuh vor meinem geistigen Auge materialisieren zu lassen. Nun gut, schauen wir weiter. Uh, irdische Leidenschaften:

Menschliches Verlangen ist endlos. Es ist mit dem Durst eines Mannes vergleichbar, der Salzwasser trinkt. Er findet keine Befriedigung und sein Durst wird nur noch größer.

Das sollten sich die Ackermänner dieser Welt mal zu Gemüte führen. Eines Tages werden ihre schmucken Krawatten sie zu Tode würgen, jawoll!

Huh, und jetzt was über die Frau. »Das Leben der Frauen«. Ungelogen, tatsächlich habe ich diese Stelle beim ersten Aufblättern erwischt, hier aber der Spannungssteigerung wegen hintenangestellt:

Wenn eine junge Frau heiratet, sollte sie den folgenden Entschluß fassen: "Ich muß die Eltern meines Mannes verehren und ihnen dienen. Sie gaben uns alle die Vorzüge, die wir haben, und sind unsere weisen Beschützer, so daß ich ihnen mit Hochachtung dienen und bereit sein muß, ihnen zu helfen, wann immer ich kann."

Guck an, guck an. Und außerdem:

"Ich muß meinen Geist schulen, damit ich meinen Mann verstehen und ihm bei seiner Arbeit unterstützen kann. Nie darf ich gegenüber seinen Interessen gleichgültig sein und sie nur für seine eigene Angelegenheit halten, nicht aber für meine."

Hach, so viel Hingabe! Da schlacktert doch die Schwarzer mit den Ohren. Und Obacht, es wird noch besser. Am besten nämlich gefällt mir:

"[...] Ich werde das Einkommen meines Mannes bewahren und es nicht für selbstsüchtige Zwecke verschwenden."

Ein glücklicher Mann ist, wer eine bescheidene Frau an seiner Seite weiß. Sagt übrigens nicht Buddha, das sage ich. Kommen wir abschließend, einfach weil es viel zu schön ist, noch zu den vier Typen der Frau:

Zum ersten Typ gehören diejenigen, die aus nichtigen Gründen ärgerlich werden, die eines wechselhaften Sinnes sind, die habsüchtig auf das Glück anderer sind und kein Verständnis für die Bedürfnisse der anderen haben.

Na schau an. Ist also kein westliches Phänomen.

Zum zweiten Typ sind diejenigen zu zählen, die sich über nebensächliche Dinge aufregen, die zwar launisch und habsüchtig sind aber dennoch nicht neidisch auf das Glück anderer sind und Verständnis für die Bedürfnisse der anderen haben.

Dem dritten Typ gehören diejenigen an, die verständnisvoller und nicht so leicht erregbar sind, die ihren habgierigen Sinn zu beherrschen wissen, die nicht in der Lage sind, Gefühle der Eifersucht zu unterdrücken und auch kein Verständnis für die Bedürfnisse der anderen haben.

Dem vierten gehören diejenigen an, die großzügig sind, Gefühle der Habgier zurückhalten und Gemütsruhe beihalten können, die nicht neidisch auf das Glück anderer sind und Verständnis für die Bedürfnisse der anderen haben.

Habgier scheint zur Grundausstattung zu gehören, auch wenn Kategorie-4-Frauen sie laut buddhistischer Lehre unterdrücken können. Übrigens gibt es ansonsten noch ein Kapitel zum Familienleben. Zum Leben des Mannes irgendwie nicht. Dahin ist sie nun auch, meine Vorstellung vom buddhistischen Liberalismus. Wenn man das so nennen darf.

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Schatz und ich schauen also »Spider-Man«. Der männliche Anspruch auf die Fernbedienung hat sich wie immer durchgesetzt. Gerade findet Peter Parker heraus, wie er Spinnseide in dicken Strängen aus seinen Armen sausen lassen kann. Spontan entbrennt natürlich ein kleiner Dialog - hier mal eben sinngemäß wiedergegeben.

Schatz: »Wo holt der die Spinnenfäden her?«
Ich: »Die schießen aus seinen Händen.«
Schatz: »Aber Spinnen machen das Netz mit dem Arsch.«
Ich: »Das sähe aber doof aus.«
Schatz: »Aber es wäre logisch.«

Ach, Banausen, weibliche!

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Eben im Supermarkt: An der Kasse sitzt diese kokette brünett gelockte Schönheit, hübsches Gesicht, hübsches Haar, selbst der Kittel samt Konzernlogo wirkt an ihr irgendwie kleidsam. Und wie ich sie so - natürlich absolut unauffällig - ins Auge gefasst habe, wollen mir doch schon wieder fast die Lider zufallen, so lethargisch schiebt sie die Waren über den Scanner. Und während sie ihre Arbeit nur mit dem halben Hintern erledigt, sendet Prinzessin Valium mir noch ein gequältes Gähnen von ihrem drehbaren Thron aus entgegen, bevor sie mich anschließend mit einem müden Abschiedsgruß in den verregneten Oktober entlässt.

Mit den Vorräten daheim angekommen beschließe ich, Kaffee zu machen. Wasser, Kaffeepad, Tasse, schon kann's losgehen, denke ich. Doch leider gibt's für mich - wie so oft in letzter Zeit - nur eine halbe Tasse, da auch meine Kaffeemaschine ihrem Job inzwischen nur noch halb motiviert nachgeht. Es ist ja nicht so, als könnte sie keine ganzen Tassen fabrizieren, schließlich gibt's auf meiner Maschine auch einen Männerknopf für echte Männertassen, doch schert der Fakt, dass ich eben diesen Knopf sogar gedrückt habe, das eigenwillige Maschinchen nicht die Bohne, ganz als wollte sie, dass eben genug Platz in der Tasse bleibt, damit noch zwei, drei Stücken Würfelzucker und ein halber Liter Kondensmilch hineinpassen. Schwachsinn, wollte ich doch einen verdammten Männerkaffee - schwarz wie altes Kettenfett! Und nun steh ich hier mit meiner halben Tasse, starre auf meine halbherzige, wenn auch formvollendet kurvige Kaffeemaschine und muss spontan wieder an die ebenso zu halben Sachen aufgelegte, wenn auch formvollendete Miss Lethargie von vorhin denken. Augenblicklich wird klar: Kaffeemaschinen müssen Frauen sein!

Denn dass die holde Weiblichkeit lediglich zu halben Sachen neigt, weiß ich nicht erst seit gestern, denke ich, während ich mir das halbe Verwöhnaroma gönne. Es fängt ja schon beim Alltäglichen an: Wenn Mann von Welt mit dem vermeintlich schöneren Geschlecht redet, bekommt er lediglich die halbe Aufmerksamkeit spendiert. Nicht dass er das merken würde, schließlich ist es niemals anders, arbeiten doch die Gehirnhälften der Frau unabhängig voneinander. Wozu auch hundert Prozent geben? Nicht anders läuft es beim täglich Brot: Das eingekaufte Futter darf nur die Hälfte an Fett haben, damit die FDH-Diät von Brigitte und Co. auch ja von Erfolg gekrönt ist. Da jedoch auch in Sachen Disziplin bei spätestens fünfzig Prozent Schluss ist, müssen zumindest Diätschokolade und andere kalorienhalbierte Süßigkeiten drin sein, was letztlich dann doch oft den gewichtstechnischen Dopplereffekt zur Folge hat. Werden immerhin hier die einhundert Prozent zumeist ungern überschritten, ziehen sich die halben Sachen ansonsten durch die Welt der Frau wie einst die Mauer durchs geteilte Berlin. Ja selbst Frauenautos, possierlich dreinblickende Blechgesellen aus Fernasien, klein und runder als eine Kugel, rollen nur mit halber Leistung über den städtischen Asphalt.

Lässt sich mit diesen Tatsachen noch ein recht ungestörtes männliches Ganz-oder-gar-nicht-Dasein führen, hört der Spaß spätestens dann auf, wenn unsereins glaubt, die bessere Hälfte gefunden zu haben. Verspricht der Begriff Zweisamkeit doch eigentlich mehr Spaß für alle, wird recht schnell klar, dass mindestens die Hälfte des bisherigen Ichs noch vor der gemeinsamen Haustür zur Verdammnis verurteilt ist. Der Mann, der in Sachen Beziehung noch das Wörtchen »Ich« in den Mund nimmt, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen - Reduktion zweier Individuen zu einem großen »Wir«, wobei immer ein wenig das Casinoprinzip gilt: Im Großen und Ganzen gewinnt das Haus, und das Haus ist die Frau.

Neigt sich das Martyrium Beziehung dem unerwarteten Ende zu, weil Madame der Meinung ist, auch andere Herren der Schöpfung um den männlicheren Teil ihrer Persönlichkeit kastrieren zu müssen, tut sie auch das für gewöhnlich nur mit dem halben Hintern - kein Wunder eigentlich, hockt doch die andere Gesäßhälfte bereits auf dem Schoß des nächsten Kerls, der glaubt, das große Los gezogen zu haben. Man selbst müsste für das arme Würstchen eigentlich zumindest ein halbes Lächeln übrig haben, doch gilt für den Mann wie erwähnt das Prinzip »Ganz oder gar nicht« - in diesem Fall läuft's zumeist auf den Fall »gar nicht« hinaus, und am Ende kann man sich glücklich schätzen, wenn man zusammen mit der inzwischen Verflossenen nicht auch noch eine halbe Portion in die Welt gesetzt hat, weil sonst nicht nur die angeblich bessere Hälfte, sondern auch das halbe Einkommen futsch ist.

Den grausigen Gedanken abschüttelnd, stehe ich wieder in der Realität meiner Ikea-Küche, die inzwischen geleerte Tasse noch in der zitternden Hand haltend. Im Bewusstsein darüber, ein ganzer Kerl zu sein, der nunmal einen ganzen Kaffee braucht, beschließe ich, mir eine weitere halbe Tasse zu gönnen, zubereitet von der formvollendeten Lady in Weiß, die dennoch einen gewissen Ärger in mir auslöst, da doch von diesem Standpunkt aus selbst in meinem Ganz-oder-gar-nicht-Singlehaushalt die Weiblichkeit die Hosen anhat.

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Was einem beim Essen so einfällt... Nun ja, jedenfalls seit langem mal wieder was Geschriebenes. Schmalzlyrik halt, wobei die so schmalzig gar nicht ist, möchte ich meinen. Nun denn, möge es Wortwerk für die Massen hageln.

Neuland
Nur sie ist das Morgen,
Ist Träume im Sand.
Im Geiste geborgen,
Das Herz im Verstand.
Die Wahrheit gesprochen,
Mein Rücken zur Wand.
Doch Hoffnung zerbrochen,
Verschmäht meine Hand.
Ein Meer leiser Tränen,
Voll Scherben der Strand.
Will hier mich nicht wähnen
Und such neues Land.
So schön dort das Morgen,
Ist Sand auch nur Sand.
Das Herz zwar verborgen,
Doch klar bei Verstand.

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In Berlin ist so manches lustig. Manchmal läuft man nämlich einfach durch etwas hindurch, das stinkt. Man sieht es nicht, aber es ist da, denn es stinkt ja. Und wäre dort nichts, so würde es nicht stinken. Aber genug dazu.

Denn was außerdem stinkt, sind so manche Tage. Ich will mich gar nicht aufregen, schließlich geht's mir ja blendend. Ich trage gut verarbeitete Hosen über dem wohlgeformten Hintern und futtere köstliche Käsestullen, während ich blogge, was mir so in den verqueren Sinn kommt. Aber trotzdem stinkt's heute. Einfach, weil heute einer jener Tage ist, die man am besten schon mal im Voraus aus dem Kalender streicht.

Den ganzen Tag in einer Schulung zu hocken, bis die Birne dampft wie ein rostiger Kessel auf der Platte und die Augenlider hängen, als würden ein paar fette Gewichte an ihnen baumeln, ist eine Sache. Dabei auch noch ausgesprochen müde zu sein, eine andere. Und das war ich nach gigantischen fünf Stunden Schlaf. Hmpf! Und warum so wenig Nacht bei all der Dunkelheit? Weil man einmal die Zeit vergisst. Nun, und es soll noch mal einer meinen, Berlin schlafe nie. Um drei Minuten hab ich es gestern geschafft, den letzten blöden Bus zu verpassen und musste mir vom Zoo aus 'nen Taxi nehmen. Halb so wild, ist ja nur ein Katzensprung bis in mein rötlich eingerichtetes Domizil. Dennoch blieb jedenfalls nicht viel Nacht übrig.

Weshalb diese Werktagsfolter? Nun, ich hatte gestern sowas wie'n Date. Mal wieder. Nein, eigentlich war es nicht nur sowas wie ein Date, es WAR eines. Und zwar eines, von denen man im Voraus weiß, dass es nur in die Hose gehen kann, von denen sich aber vermuten lässt, dass ein ziemlich amüsanter Abend daraus erwachsen könnte. Und so war es dann auch. Hab ich schon jemals viereinhalb Stunden so schnell ins Land ziehen sehen? Wahrscheinlich nicht, sonst wär ich nicht mit besagter und übrigens sehr ansprechender Dame bis halb eins in der netten Kneipe versackt. Ach ja, Ergebnis des ganzen? Keine Ahnung, aber immerhin hat sie es geschafft, sich auf Anhieb die Poleposition in der Rangliste meiner, hm, Spontanverabredungen zu sichern. Und das waren so einige, will also was heißen!

Lange Rede kurzer Sinn: Es ändert alles nichts, ich bin müde. Und gehe trotzdem gleich noch mal vor die Tür, weil ich, verdammt noch mal, zum Sport will. Ach ja, hab ich erwähnt, dass es im Fitnessstudio auch stinkt? Nun, irgendwie stinkt's ja eh überall. Gerade heute.

PS:
Ach ja, das muss ich einfach noch bringen. Also das Zitat des Abends besagter Dame: »Auf ein Pferd gehört kein Sattel, sondern Kräuterbutter.« Na das will ich wohl meinen!

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Bevor ich doch tatsächlich eine ganze Woche ins Land ziehen lasse, ohne die digitale Welt mit meinem in Worte verpackten Stuss zu malträtieren, sende ich doch eben mal schnell ein Lebenszeichen hinaus. Zu berichten habe ich nicht viel, weder Amüsantes aus aller Welt noch Amüsantes aus meinem Alltag.

Aber das wird sich ändern. Mental führe ich derzeit einen ordentlichen Re-Boot durch, nachdem die Schaltkreise ein wenig überlastet, die CPU doch mächtig angekokelt und der Arbeitsspeicher mit defekten Speicherzellen nur so übersät war. Nun, und da ich ja nicht eben so'n blödes Netbook mit schneckiger Rechenleistung bin, sondern eher so etwas wie ein kantiger, unhandlicher und irgendwie nirgends wirklich reinpassender Großrechner, wird der Bootvorgang auch nicht innerhalb weniger Sekunden vonstatten gehen, sondern wohl etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Falls mir jemand helfen möchte, das verkorkste Betriebssystem neu aufzusetzen, darf er mir gern beiwohnen. Ich biete Kekse, Gin Tonic, Kaffee und gute Musik frei Haus.

Kurz: Es ist was durchgeknallt, im Kopfe PhanThomas, doch ich fürchte, ich werde es überleben.

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Zum Tage, weil's so grau ist, weil's immer mal regnet und weil wir eigentlich auch am liebsten gar nicht richtig wach werden möchten, streue ich einfach einige Reime ein. So ganz dezent. Wie Zucker, nur salzig schmeckend.

Verloren gegangen

Dein Herz, es ging dereinst auf Reisen,
Frohgemut gabst du es fort.
Doch ließt du es zu wild wohl kreisen,
Wolltest gar zu viel beweisen?
Letztlich ging's verloren dort.

Heut' Nacht sitzt du mir gegenüber,
Leere Augen, schmaler Mund.
Hab nette Worte für dich über,
Schick sie lächelnd dir hinüber,
Lass ein Freund mich sein, zur Stund'!

Bin Nacht um Nacht an dir zerronnen,
Deine Kälte trifft mich schwer.
Gar viel gegeben, nichts gewonnen,
Hoffend, darbend dich umsponnen.
Bald schon schaff' ich's nimmer mehr!

Und kann ich dich nicht mehr ertragen,
Schmerzlich ruf ich dann ade.
Zum Abschied möcht' ich einzig sagen,
Sollt' dein Herz einst nochmals schlagen,
Tu dir selbst nicht wieder weh.